Home > Blog > EU-Vorschrift bei Rabatten bei Eduki: Was Autoren jetzt wissen müssen
Quick Facts: EU-Rabattregel bei Eduki
Eduki setzt die Rabattanzeige in seinen EU-Märkten nach der 30-Tage-Tiefstpreisregel um. Maßgeblich ist der niedrigste Preis der letzten 30 Tage vor der Aktion. (help.eduki.com)
Wenn ein neuer Sale-Preis nicht mit dieser Regel konform ist, kann das Material zwar trotzdem zum neuen Preis verkauft werden, aber ohne Sale-Siegel und ohne Rabattprozentsatz. (help.eduki.com)
Eduki berücksichtigt für den Referenzpreis ein rollierendes 30-Tage-Fenster und prüft dabei unter anderem manuelle Preisänderungen sowie Rabatte, die länger als 48 Stunden aktiv waren. (help.eduki.com)
Die neue Rabattlogik bei Eduki ist für viele Autor*innen erst einmal frustrierend, weil sie spontane starke Aktionen schwieriger macht. Es bringt nach meinem Eindruck leider weniger Follower mit sich. Wie stark sich die Regel langfristig auf meinen Umsatz auswirkt, kann ich im Moment noch nicht sicher beurteilen.
Faktisch ist der Kern aber klar. Eduki schreibt in seinem offiziellen Hilfe-Artikel, dass es sich in seinen EU-Märkten an die europäischen Verbraucherschutzgesetze für Rabatte hält. Wenn ein Produkt mit Rabatt beworben wird, muss dieser Rabatt auf dem niedrigsten Preis der letzten 30 Tage basieren. (help.eduki.com)
Was ist die EU-Vorschrift bei Rabatten überhaupt?
Bei einer beworbenen Preisermäßigung muss als Vergleichspreis der niedrigste Preis der letzten 30 Tage herangezogen werden.
Eduki formuliert das in seinem Help Center sehr klar. Vor einem Sale prüft die Plattform automatisch, ob dein Sale-Preis der 30-Tage-Tiefstpreisregel entspricht. Der Hintergrund ist Verbraucherschutz: Preise sollen transparent bleiben, künstliche Preiserhöhungen vor Aktionen sollen verhindert werden und Rabattaktionen sollen fair und nachvollziehbar sein. (help.eduki.com)
Der Sinn dahinter ist also nicht, Autor*innen zu ärgern, sondern Rabattwerbung glaubwürdiger zu machen. Für Käufer*innen soll klar sein, dass ein angezeigter Rabatt auch wirklich ein Rabatt ist und nicht nur optisch so wirkt. (help.eduki.com)
Was hat Eduki konkret geändert?
Eduki hat nicht einfach Rabatte abgeschafft. Die Plattform hat die Anzeige von Rabatten an die rechtlichen Vorgaben angepasst.
Nach dem offiziellen Hilfe-Artikel gilt: Dein Material kann weiterhin zu einem neuen Preis verkauft werden. Aber ob ein Sale-Siegel und ein Rabattprozentsatz angezeigt werden, hängt davon ab, ob der neue Preis mit der 30-Tage-Regel konform ist. Ist der neue Preis höher als ein niedrigerer Preis innerhalb der letzten 30 Tage, wird zwar verkauft, aber ohne Sale-Symbol und ohne Prozentanzeige. (help.eduki.com)
Zusätzlich führt Eduki jetzt einen Mindestrabatt von 5 Prozent und einen maximalen Rabatt von 60 Prozent ein. Diese Änderung wird von Eduki damit begründet, dass extreme Rabatte wie 100 Prozent zwar kurzfristig sinnvoll wirken können, langfristig aber das Verdienstpotenzial und die Wahrnehmung der Inhalte beeinträchtigen können. Das ist eine Plattformentscheidung, die auf die rechtliche Vorgabe aufsetzt.
Wie berechnet Eduki den Referenzpreis?
Eduki arbeitet laut Help Center mit einem rollierenden 30-Tage-Fenster. Innerhalb dieser 30 Tage prüft das System, ob der Materialpreis manuell verändert wurde und ob ein Sale oder Rabatt länger als 48 Stunden aktiv war. Der niedrigste Preis in diesem Zeitraum wird dann zum Referenzpreis. (help.eduki.com)
Das ist praktisch der wichtigste technische Punkt an der ganzen Änderung. Viele denken zuerst, es gehe nur um den aktuellen Listenpreis. Tatsächlich zählt aber, was in den vergangenen 30 Tagen bereits einmal der niedrigste Preis war. Genau deshalb kann eine spätere Rabattaktion ihre sichtbare Prozentanzeige verlieren, obwohl der Preis objektiv niedriger als der Standardpreis ist. (help.eduki.com)
Wann wird ein Rabatt bei Eduki noch angezeigt?
Ein Rabatt wird dann sichtbar angezeigt, wenn dein aktueller Sale-Preis gleich oder niedriger ist als der niedrigste Preis der letzten 30 Tage. Dann zeigt Eduki laut Help Center das Material mit neuem Preis, mit Sale-Siegel und mit Rabattprozentsatz an. (help.eduki.com)
Eduki nennt dafür selbst ein Beispiel. Wenn ein Material ursprünglich 9,99 € kostet, vor 15 Tagen für 4 Tage auf 7,99 € reduziert war und heute wieder für 7,99 € in den Sale geht, ist das konform. Das Sale-Symbol und die Rabattanzeige werden dann gezeigt. (help.eduki.com)

Wann verschwindet die Rabattanzeige?
Die Rabattanzeige verschwindet, wenn dein neuer Sale-Preis über einem früheren niedrigeren Preis innerhalb der letzten 30 Tage liegt. Eduki nennt das ausdrücklich einen nicht konformen Sale. In diesem Fall wird das Material zwar zum neuen Preis angeboten, aber ohne Sale-Symbol und ohne Prozentangabe. (help.eduki.com)
Ein Beispiel aus dem Hilfe-Artikel: Wenn dein Material vor 10 Tagen schon einmal auf 6,99 € reduziert war und du es heute für 7,99 € verkaufen willst, dann ist das kein zulässiger angezeigter Rabatt mehr. Der neue Preis wird zwar genutzt, aber ohne sichtbares Sale-Label. (help.eduki.com)
Welche Sonderregeln nennt Eduki noch?
Erstens: Ein Flash Sale unter 48 Stunden wird laut Help Center nicht automatisch als Referenzpreis angesetzt. Wenn also ein früherer Rabatt nur 24 Stunden galt, kann er unter Umständen nicht den späteren Referenzpreis bestimmen. (help.eduki.com)
Zweitens: Im Rahmen globaler Sales sperrt Eduki private Rabattaktionen 72 Stunden vor, während und 72 Stunden nach einem eduki-weiten Sale. Diese Regel gilt laut Plattform automatisch. (help.eduki.com)
Gerade für die eigene Verkaufsplanung ist das wichtig, weil spontane Einzelaktionen in diesen Zeitfenstern nicht frei steuerbar sind.
Warum ist das für Eduki-Autor*innen so relevant?
Weil Rabattlogik auf Eduki nicht nur Preislogik ist, sondern auch Sichtbarkeitslogik.
Wenn ein Rabatt nicht mehr als Rabatt angezeigt wird, verändert das oft die Wahrnehmung eines Angebots.
Meine eigene Beobachtung, dass die neue Regelung leider weniger Follower mit sich bringt, passt genau in diese Richtung. Gratisaktionen oder extreme Rabattaktionen waren für viele Autor*innen früher auch ein Reichweitenwerkzeug. Mit der strengeren Rabattdarstellung fällt ein Teil dieses Effekts weg oder wird zumindest unberechenbarer. Ob das langfristig auch den Umsatz senkt, lässt sich ohne längere Datenbasis aber ehrlich noch nicht sauber sagen.
Wenn du das Thema strategisch weiterdenken willst, passen auf meiner Seite auch die Artikel Wie viel verdient man bei Eduki wirklich?, Nebeneinkommen mit Eduki und Social Media im Lehrerberuf gut dazu.
Warum kostenlos nicht immer besser ist
Genau diesen Gedanken hat Eduki auch im April-Newsletter betont.
Dort wurde erklärt, dass ein 100-Prozent-Rabatt zwar in Einzelfällen sinnvoll wirken kann, aber das Verdienstpotenzial unbeabsichtigt einschränken und die Wahrnehmung der Inhalte negativ beeinflussen kann.
Das ist für viele Autor*innen ein unangenehmer, aber wichtiger Punkt. Kostenlos zieht zwar Aufmerksamkeit an, macht aber nicht automatisch ein Material wertvoller. Im Gegenteil: Zu hohe Rabatte können dazu führen, dass Materialien eher wie schnelle Mitnahmeprodukte wirken als wie durchdachte Unterrichtshilfen. Deshalb ist die neue Rabattspanne aus dem Newsletter auch strategisch interessant:
Mindestrabatt: 5 %
Maximalrabatt: 60 %
sichtbare Rabatte nur bei Einhaltung der 30-Tage-Regel
Das zwingt Autor*innen stärker dazu, Preisaktionen bewusster zu planen.
Was bedeutet das jetzt für die Preisstrategie auf Eduki?
Die wichtigste Konsequenz ist: Rabatte brauchen mehr Planung.
Wer heute mit Preisaktionen arbeitet, muss die letzten 30 Tage mitdenken. Es reicht nicht mehr, einfach nur den Standardpreis und den Aktionspreis im Kopf zu haben. Entscheidend ist der niedrigste tatsächlich angesetzte Preis im relevanten Zeitraum. Genau daran entscheidet sich, ob die Plattform den Rabatt sichtbar ausweisen darf. (help.eduki.com)
Das bedeutet nicht, dass Rabatte sinnlos geworden sind. Es bedeutet nur, dass sie nicht mehr beliebig einsetzbar sind, wenn man auf sichtbare Rabattkommunikation angewiesen ist. Strategisch wichtiger werden dadurch saubere Preisführung, durchdachte Aktionszeiträume und weniger spontane “mal eben kostenlos”-Aktionen.
Mein ehrlicher Blick auf die neue Regel
Rein rechtlich ist die Änderung durchaus nachvollziehbar und wichtig. Aus Autorinnensicht ist sie trotzdem nicht nur bequem. Gerade wenn Rabatte früher auch für Reichweite, Followerwachstum oder Sichtbarkeit eingesetzt wurden, fühlt sich die neue Logik schnell enger an.
Genau deshalb ist es wichtig, sie nicht nur juristisch, sondern auch praktisch zu verstehen. Wer die Regel kennt, kann seine Aktionen realistischer planen und erlebt weniger böse Überraschungen im Shop. Und wer ehrlich auf seine Daten schaut, wird wahrscheinlich genauer unterscheiden müssen zwischen Reichweite, sichtbarem Rabatt und echtem Verkaufserfolg.
Eure Caro
Instagram - Für ehrliche Einblicke zu Eduki, Materialverkauf und allem, was hinter den Kulissen oft komplizierter ist, als es aussieht.
FAQ
Was ist die EU-Vorschrift bei Rabatten auf Eduki?
Wenn ein Rabatt beworben wird, muss er sich auf den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage beziehen. Eduki setzt diese Regel laut offiziellem Hilfe-Artikel in seinen EU-Märkten um. (help.eduki.com)
Kann mein Material auf Eduki trotzdem reduziert verkauft werden, wenn der Rabatt nicht konform ist?
Ja. Laut Eduki kann dein Material trotzdem zum neuen Preis verkauft werden. Es wird dann aber ohne Sale-Symbol und ohne Rabattprozentsatz angezeigt. (help.eduki.com)
Wie berechnet Eduki den Tiefstpreis?
Eduki nutzt ein rollierendes 30-Tage-Fenster vor Beginn des Sales und prüft dabei manuelle Preisänderungen sowie Rabatte, die länger als 48 Stunden aktiv waren. Der niedrigste Preis in diesem Zeitraum wird Referenzpreis. (help.eduki.com)
Zählen sehr kurze Flash Sales bei Eduki immer als Referenzpreis?
Nicht automatisch. Eduki schreibt, dass ein Rabatt unter 48 Stunden nicht automatisch als Referenzpreis festgelegt wird. (help.eduki.com)
Warum sehe ich bei manchen reduzierten Materialien kein Sale-Symbol mehr?
Weil der neue Preis möglicherweise nicht mit der 30-Tage-Tiefstpreisregel konform ist. Dann darf der Rabatt rechtlich nicht als Rabatt beworben werden. (help.eduki.com)
Welche Rabattgrenzen nennt Eduki im April-Newsletter?
Eduki nennt dort einen Mindestrabatt von 5 Prozent und einen maximalen Rabatt von 60 Prozent, um transparente und faire Preisgestaltung sicherzustellen.
Was passiert rund um eduki-weite Sales mit privaten Rabattaktionen?
Laut Eduki sind private Rabattaktionen 72 Stunden vor einem eduki-weiten Sale, währenddessen und 72 Stunden danach gesperrt. (help.eduki.com)
Ist kostenlos auf Eduki jetzt grundsätzlich schlecht?
Nein. Aber extrem hohe Rabatte oder 100-Prozent-Aktionen sind laut Eduki nicht automatisch sinnvoll, weil sie das Verdienstpotenzial einschränken und die Wahrnehmung der Inhalte beeinflussen können.







