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Quick Facts: Finanzielle Unterstützung im Referendariat NRW
Für Lehrämter, die nach dem Vorbereitungsdienst in A 12 einmünden, liegt der Anwärtergrundbetrag in NRW bei 1.700,37 Euro brutto pro Monat. Die aktuelle Anlage 12 zum Landesbesoldungsgesetz weist diesen Betrag mit Gültigkeit ab 1. Februar 2025 aus. (Recht NRW)
Im offiziellen Merkblatt für den Vorbereitungsdienst NRW steht, dass Anwärterbezüge monatlich im Voraus gezahlt werden. Daneben können unter anderem Familienzuschlag, vermögenswirksame Leistungen und Kindergeld eine Rolle spielen. (Bildungsportal NRW)
In Teilzeit werden im Vorbereitungsdienst laut NRW-Merkblatt 75 Prozent der vollen Anwärterbezüge gezahlt, zugleich verlängert sich der Vorbereitungsdienst auf 24 Monate. (Bildungsportal NRW)
Finanzielle Unterstützung im Ref klingt erst einmal nach Zuschüssen und Hilfen, die vieles abfedern. Die Realität ist meist nüchterner. Man kommt in NRW im Referendariat in vielen Fällen über die Runden, aber große Rücklagen entstehen dabei oft nicht. Genau deshalb ist es wichtig, nicht nur auf das Gehalt zu schauen, sondern auf das ganze finanzielle Bild.
Was zählt im Referendariat in NRW überhaupt als finanzielle Unterstützung?
Finanzielle Unterstützung im Referendariat in NRW besteht nicht nur aus dem monatlichen Geld auf dem Konto. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Anwärterbezügen, Beihilfe, möglichen Zuschlägen, steuerlichen Effekten, genehmigten Nebeneinkünften und kleinen Entlastungen im Alltag.
Das offizielle Merkblatt zum Vorbereitungsdienst nennt neben den Anwärterbezügen ausdrücklich den möglichen Familienzuschlag, vermögenswirksame Leistungen und Kindergeld. Außerdem ist relevant, dass Beihilfeanträge, Reisekosten und Bescheinigungen bei der Bezirksregierung liegen. (Bildungsportal NRW)
In der Praxis ist das der Punkt, den viele am Anfang unterschätzen. Man fragt sich vor dem Start oft nur: Was verdiene ich netto? Später merkt man schnell, dass Krankenversicherung, Fahrtkosten, Material, Versicherungen und kleine Alltagsvorteile oft den größeren Unterschied machen.
Wie viel verdiene ich im Referendariat in NRW wirklich?
Dein Grundbetrag richtet sich nach dem Einstiegsamt, demnach landest du bei einem Netto von ~1.600 Euro.
Für Lehrämter mit Einstiegsamt A 12 weist die aktuelle Anlage 12 zum Landesbesoldungsgesetz NRW einen Anwärtergrundbetrag von 1.700,37 Euro brutto aus. (Recht NRW)
Meine eigene Erfahrung aus dem Ref in der Bezirksregierung Arnsberg lag bei knapp 1.600 Euro netto pro Monat (2024/2025). Das Netto ist jedoch vom Einzelfall abhängig, etwa von Steuermerkmalen und persönlichen Umständen. Das offizielle NRW-Merkblatt erklärt auch, dass Anwärterbezüge steuerpflichtiger Arbeitslohn sind und dem Lohnsteuerabzug unterliegen. (Bildungsportal NRW)
Welche Fixkosten kommen im Referendariat auf dich zu?
Hier entscheidet sich meistens, ob sich das Geld ausreichend anfühlt oder knapp wird. Denn das monatliche Einkommen klingt auf dem Papier oft stabiler, als es sich nach den Abzügen und Fixkosten anfühlt.
| Posten | Dein Richtwert | Einordnung |
|---|---|---|
| Private Krankenversicherung | 119 Euro | beihilfekonforme Absicherung |
| Dienstunfähigkeitsversicherung | 90 Euro | im Lehrberuf oft sinnvoll |
| Miete | ~ 600 Euro | stark vom Ort abhängig |
| Fahrtkosten | variabel | nicht immer dauerhaft erstattbar |
| Materialkosten | variabel | je nach Fach und Schule |
| weitere Versicherungen | individuell | z. B. Haftpflicht oder Schlüssel |
Die Kosten wirken einzeln überschaubar, summieren sich aber schnell. Besonders Miete, Versicherung und Fahrtkosten machen den größten Unterschied. Welche Versicherungen du im Ref wirklich brauchst und wo du deine Unterrichtsmaterialien kaufen kannst siehst du hier.
Welche Rolle spielen Beihilfe und private Krankenversicherung?
Für viele ist das einer der größten Aha-Momente im Referendariat. Als Beamtin oder Beamter auf Widerruf bist du laut offiziellem NRW-Merkblatt während des Vorbereitungsdienstes sozialversicherungsfrei. Gleichzeitig wird dort ausdrücklich auf die Notwendigkeit einer beihilfekonformen Versicherung zur Absicherung des Pflegerisikos hingewiesen. (Bildungsportal NRW)
Praktisch bedeutet das: Das Land übernimmt über die Beihilfe einen Teil deiner Krankheitskosten, den restlichen Teil deckt deine private Krankenversicherung ab. Genau deshalb ist der Versicherungsvergleich so wichtig. In meinem Fall lag die PKV bei 119 Euro monatlich. Dazu kommt die Erfahrung, dass man Rechnungen oft zunächst vorstrecken musst und Unterschiede bei Leistungen wirklich spürbar sind.
Gibt es im Referendariat zusätzliche Zuschläge oder Hilfen?
Ja, aber sie sind meist kleiner, als viele hoffen. Das offizielle NRW-Merkblatt nennt zum Beispiel Familienzuschlag, vermögenswirksame Leistungen und Kindergeld, wenn die Voraussetzungen vorliegen. Die vermögenswirksame Leistung des Dienstherrn wird dort mit 6,65 Euro monatlich bei Vollbeschäftigung angegeben. (Bildungsportal NRW)
Das heißt nicht, dass jeder diese Leistungen automatisch bekommt. Gerade beim Familienzuschlag hängt viel vom Familienstand und von Kindern ab. Kindergeld wird im öffentlichen Dienst gesondert beantragt. Für die meisten Referendar*innen ohne Kinder oder Ehepartner ist der Spielraum hier deshalb begrenzt.
Darum ist der ehrlichere Blick meist hilfreicher: Das echte finanzielle Plus entsteht oft weniger durch große staatliche Hilfen als durch gutes Planen, durch Rabatte und durch legale Nebeneinnahmen innerhalb der Regeln.
Darf man im Referendariat nebenbei arbeiten?
Ja, aber nur mit Genehmigung.
Das NRW-Merkblatt nennt ausdrücklich genehmigungspflichtige Nebentätigkeiten und verweist auf § 78 LBesG NRW zur Anrechnung anderer Einkünfte auf die Anwärterbezüge. Dort wird auch erklärt, dass Einkünfte aus bestimmten Nebentätigkeiten auf die Anwärterbezüge angerechnet werden können, soweit sie diese übersteigen. (Bildungsportal NRW)
Für den Alltag heißt das: Nebenjobs sind möglich, aber sie müssen sauber geklärt und genehmigt werden. Besonders wichtig ist hier die Transparenz. Ausbildungsbehörde (dein ZfsL), deine Schule und das Finanzamt sollten wissen, was du machst. Wenn du darüber nachdenkst, im Referendariat ein Nebeneinkommen aufzubauen, findet dazu auch meinen Beitrag zum Nebeneinkommen mit Eduki.
Welche Spartipps helfen wirklich?
Die ehrlichste Antwort ist: Nicht ein großer Trick, sondern viele kleine Entlastungen.
Bei dir waren das vor allem ISIC, Studierendenrabatte und Referendars-Rabatte auf Materialien, Fortbildungen oder Software. Gerade solche Vorteile werden am Anfang oft vergessen. Dabei machen sie im Laufe eines Jahres durchaus einen Unterschied. Für viele sind auch Rabatte bei Verlagen oder kostenlose Tools mit Schulnachweis hilfreich.
Reicht das Geld im Referendariat zum Leben?
Ja, für viele reicht es zum Leben, aber meist nicht für einen entspannten finanziellen Puffer oder große Rücklagen. Wer sich das Referendariat finanziell besser planbar machen will, sollte deshalb nicht nur auf das Nettogehalt schauen, sondern die ganze Struktur mitdenken: Wohnort, Versicherung, Materialkosten, Fahrten, Nebeneinnahmen und Rabatte.
Eure Caro
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FAQ
Wie viel verdient man im Referendariat in NRW netto?
Ich habe ungefähr ein Netto von 1.600 Euro erhalten (NRW, Grundschule, 24/25), aber der genaue Betrag hängt vom Einzelfall ab. Offiziell liegt der Anwärtergrundbetrag für A 12 nach der aktuellen NRW-Anlage 12 bei 1.700,37 Euro brutto. (Recht NRW)
Bekommt man im Referendariat in NRW Anwärterbezüge?
Ja. Als Beamtin oder Beamter auf Widerruf im Vorbereitungsdienst erhältst du laut NRW-Merkblatt Anwärterbezüge, die monatlich im Voraus gezahlt werden. (Bildungsportal NRW)
Muss ich im Referendariat privat versichert sein?
Als Beamtin oder Beamter auf Widerruf bist du laut NRW-Merkblatt sozialversicherungsfrei. In der Praxis wird eine beihilfekonforme Absicherung benötigt, weshalb viele im Referendariat eine private Krankenversicherung abschließen. (Bildungsportal NRW)
Welche finanzielle Unterstützung gibt es zusätzlich zu den Anwärterbezügen?
Je nach Situation können Familienzuschlag, Kindergeld und vermögenswirksame Leistungen dazukommen. Das offizielle NRW-Merkblatt nennt diese Leistungen ausdrücklich. (Bildungsportal NRW)
Darf ich im Referendariat nebenbei arbeiten?
Ja, grundsätzlich schon. Nebentätigkeiten sind aber genehmigungspflichtig und können unter Umständen auf die Anwärterbezüge angerechnet werden. (Bildungsportal NRW)
Was sind die größten Kosten im Referendariat?
Typisch sind Krankenversicherung, Miete, Fahrtkosten, Materialkosten und oft zusätzliche Versicherungen. Gerade diese laufenden Kosten entscheiden darüber, wie entspannt sich das monatliche Einkommen anfühlt.
Kann man im Referendariat Geld sparen?
Begrenzt, ja. Große Rücklagen sind für viele schwierig. Hilfreich sind gute Planung, kleine Rabatte, ein Blick auf laufende Kosten und legale Nebeneinnahmen.
Was ist bei Teilzeit im Referendariat in NRW wichtig?
Laut offiziellem Merkblatt werden in Teilzeit 75 Prozent der vollen Anwärterbezüge gezahlt, und der Vorbereitungsdienst verlängert sich auf 24 Monate. (Bildungsportal NRW)







