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Quick Facts: Kennenlernspiele in der Grundschule
Kennenlernspiele helfen Kindern, Namen zu lernen, erste Kontakte zu knüpfen und in einer neuen Gruppe sicherer anzukommen.
Gute Kennenlernspiele sind kurz, klar erklärt und altersgerecht. Besonders in der Grundschule funktionieren Spiele mit Bewegung, Namen, Vorlieben, kleinen Fragen oder einfachen Gemeinschaftsaufgaben gut.
Kennenlernspiele eignen sich nicht nur für den ersten Schultag, sondern auch nach den Ferien, bei einer neuen Klasse, im Referendariat, bei Vertretungsstunden oder wenn ein neues Kind in die Klasse kommt.

Allgemeines
Kennenlernspiele kenne ich aus meiner Zeit als Jugendleiterin in der KJG und aus meinem Ref. Und ich glaube, genau deshalb mag ich sie so gerne. Denn gute Spiele sind nicht nur „ein bisschen spielen“. Sie können wirklich helfen, dass Kinder in einer Gruppe ankommen.
Gerade in der Grundschule ist der Schulstart oft aufregend. Neue Kinder. Neue Lehrkräfte. Neue Räume. Neue Regeln. Neue Sitznachbarn. Manchmal auch neue Unsicherheiten. Kennenlernspiele können dann helfen, die Stimmung zu lockern.
Auch viele Praxisbeiträge zu Kennenlernspielen betonen, dass solche Spiele nicht nur nette Lückenfüller sind, sondern Hemmungen abbauen, Kontakt ermöglichen und das soziale Miteinander stärken können. (Backwinkel, Lernwiesel, fobizz)
Wichtig ist aber: Nicht jedes Spiel passt zu jeder Klasse. Manche Kinder lieben Bewegung. Andere brauchen erstmal Sicherheit. Manche Gruppen sind sofort laut und lebendig. Andere sind sehr zurückhaltend. Deshalb würde ich sie so auswählen, dass sie zur Gruppe passen.
Wenn du allgemein nach Ideen für den Schulstart suchst, passen dazu auch meine Artikel zum Classroom Management, zu Unterrichtsmethoden oder zu Unterrichtseinstiegen.

45 Kennenlernspiele für die Grundschule
1. Begrüßung mit Bewegung
Material: keines
Dauer: ca. 10–15 Minuten
So funktioniert’s: Die Kinder sitzen im Stuhlkreis. Ein Kind steht in der Mitte, geht zu einem anderen Kind und begrüßt es mit Namen: „Hallo, Lina!“ Danach erfindet es eine kleine Bewegung, zum Beispiel winken, klatschen, stampfen oder sich drehen. Das begrüßte Kind macht die Bewegung nach und ist danach selbst an der Reihe.
Variante: Jede neue Begrüßung wird an die vorherigen angehängt. So entsteht eine kleine Bewegungsfolge mit Namen.
2. Mein rechter, rechter Platz ist frei...
Material: ein freier Stuhl
Dauer: ca. 10–15 Minuten
So funktioniert’s: Die Kinder sitzen im Stuhlkreis. Ein Platz bleibt frei. Das Kind links neben dem freien Platz sagt: „Mein rechter, rechter Platz ist frei. Ich wünsche mir die/den … herbei.“ Das genannte Kind kommt auf den freien Platz. Danach ist das Kind dran, bei dem nun ein Platz frei geworden ist.
Tipp: Für den Anfang kann man mit Namenskarten unterstützen.
3. Namen-Ball
Material: Softball
Dauer: ca. 8–12 Minuten
So funktioniert’s: Die Kinder stehen im Kreis. Ein Kind sagt seinen Namen und wirft den Ball zu einem anderen Kind. Das fangende Kind sagt zuerst: „Danke, Mia“, nennt dann den eigenen Namen und wirft weiter.
Variante: Später kann eine Zusatzinfo ergänzt werden: Lieblingsfarbe, Lieblingstier...
4. Wer hat den Keks aus der Dose geklaut?
Material: keines
Dauer: ca. 10–15 Minuten
So funktioniert’s: Die Klasse spricht gemeinsam einen kurzen Rhythmus: „Wer hat den Keks aus der Dose geklaut?“ Die Lehrkraft nennt ein Kind: „Ben hat den Keks aus der Dose geklaut!“ Ben antwortet: „Wer, ich?“ Die Klasse: „Ja, du!“ Ben: „Niemals!“ Die Klasse: „Wer dann?“ Ben nennt ein neues Kind. So werden Namen oft wiederholt und die Kinder üben spielerisch Zuhören und Sprechen vor der Gruppe.
5. Wollnetz der Klasse
6. Die Namens-Schlange
Material: keines
Dauer: ca. 15–20 Minuten
So funktioniert’s: Die Kinder stehen im Kreis. Ein Kind geht außen herum und sagt: „Ich suche jemanden, der mit mir geht.“ Es tippt ein Kind an und fragt nach dem Namen. Das Kind nennt seinen Namen und schließt sich an. Gemeinsam suchen sie ein weiteres Kind. Sobald die kleine Schlange aus drei Kindern besteht, geht das erste Kind zurück in den Kreis. Die anderen beiden suchen weiter.
7. Würfel der Fragen
Material: großer Würfel, Fragenkarte
Dauer: ca. 10–15 Minuten
So funktioniert’s: Jede Würfelzahl steht für eine einfache Kennenlernfrage. Ein Kind würfelt, beantwortet die passende Frage und gibt den Würfel weiter.
Beispiele: Was isst du gerne? Welche Farbe magst du? Was spielst du gerne? Welches Tier magst du? Was machst du gern draußen? Was kannst du gut?
8. Platzwechsel für alle, die …
Material: Stuhlkreis, ein Stuhl weniger als Kinder
Dauer: ca. 10–20 Minuten
So funktioniert’s: Ein Kind steht in der Mitte. Die Lehrkraft sagt: „Platzwechsel für alle Kinder, die …“ Alle Kinder, auf die die Aussage zutrifft, wechseln den Platz. Das Kind in der Mitte versucht, einen freien Stuhl zu finden.
Aussagen: … gerne Pizza essen. … ein Haustier haben. … gerne malen. … schon einmal am Meer waren. … gerne Fußball spielen. … Geschwister haben. … gerne lesen...

9. Vier Ecken, vier Antworten
Material: vier markierte Ecken
Dauer: ca. 10–15 Minuten
So funktioniert’s: Jede Ecke steht für eine Antwortmöglichkeit. Die Lehrkraft stellt eine Frage, die Kinder gehen in die passende Ecke.
Beispiele: Lieblingsfarbe: Rot, Blau, Grün, Gelb / Lieblingsjahreszeit: Frühling, Sommer, Herbst, Winter / Lieblingsort: Spielplatz, Zuhause, Schule, Garten / Lieblingstier: Hund, Katze, Pferd, anderes Tier / Freizeit: Sport, Lesen, Basteln, Draußen spielen. Danach können einzelne Kinder kurz erzählen, warum sie diese Ecke gewählt haben.
10. Gemeinsamkeiten entdecken
Material: keines
Dauer: ca. 8–12 Minuten
So funktioniert’s: Die Lehrkraft nennt Aussagen. Alle Kinder, auf die die Aussage zutrifft, machen eine Bewegung: aufstehen, winken, klatschen oder stampfen.
Aussagen: Ich mag Eis. Ich habe Geschwister. Ich kann schwimmen. Ich mag Hunde. Ich mag Katzen. Ich war schon einmal im Zoo. Ich fahre gern Fahrrad. Ich male gern.
11. Farbenjagd
Material: keines
Dauer: ca. 8–12 Minuten
So funktioniert’s: Die Lehrkraft nennt einen Suchauftrag. Die Kinder bewegen sich durch den Raum und suchen ein passendes Kind. Wenn sie jemanden gefunden haben, begrüßen sie sich mit Namen.
Aufträge: Finde ein Kind mit etwas Blauem. Finde ein Kind mit weißen Schuhen. Finde ein Kind mit Muster auf dem Pulli. Finde ein Kind mit einer bunten Federmappe. Finde ein Kind mit langen Haaren. Finde ein Kind mit einer Lieblingsfarbe wie du.
Wichtig: Körpermerkmale sollten sensibel gewählt werden. Lieber Kleidung und Gegenstände nutzen.
12. Namen finden zur Musik
Material: Musik
Dauer: ca. 8–12 Minuten
So funktioniert’s: Die Kinder bewegen sich zur Musik durch den Raum. Die Lehrkraft gibt Bewegungsaufträge: schleichen, hüpfen, gehen wie Roboter. Stoppt die Musik, nennt die Lehrkraft einen Namen. Alle zeigen oder gehen vorsichtig zu dem Kind, von dem sie glauben, dass es so heißt. Danach winkt das Kind kurz oder sagt: „Ich bin …“
13. Tierische Vorstellung
Material: Softball
Dauer: ca. 10–15 Minuten
So funktioniert’s: Ein Kind bekommt den Ball, nennt den eigenen Namen und stellt ein Tier pantomimisch oder mit Geräuschen dar. Die anderen raten. Danach machen alle gemeinsam die Bewegung oder das Geräusch nach. Dann wird der Ball weitergegeben.
14. Katze gesucht
Material: Stuhlkreis
Dauer: ca. 10–15 Minuten
So funktioniert’s: Ein Kind ist die Maus und geht kurz vor die Tür. Im Kreis wird ein Kind als Katze ausgewählt. Die Maus kommt zurück und fragt einzelne Kinder: „Bist du die Katze?“ Die Kinder antworten: „Nein, ich bin …“ und nennen ihren Namen. Fragt die Maus die Katze, sagt diese: „Ja, ich bin die Katze!“ Dann wechseln alle schnell die Plätze. Wer keinen Platz findet, wird in der nächsten Runde zur Maus.
15. Kinderdetektiv
Material: keines oder Bildkarten
Dauer: ca. 10–15 Minuten
So funktioniert’s: Die Lehrkraft beschreibt ein Kind mit wertschätzenden Hinweisen. Nach jedem Hinweis darf geraten werden. Wer richtig rät, darf das nächste Kind beschreiben oder ein neues Kind auswählen.
Beispiele: „Ich suche ein Kind, das heute einen roten Pulli trägt.“ „Das Kind sitzt in der Nähe des Fensters.“ „Das Kind hat vorhin erzählt, dass es gerne malt.“
16. Obstsalat
Material: Stuhlkreis
Dauer: ca. 10–15 Minuten
So funktioniert’s: Die Kinder bekommen Obstnamen zugeteilt, zum Beispiel Apfel, Banane, Erdbeere und Traube. Ein Kind steht in der Mitte und ruft eine Obstsorte. Alle Kinder mit dieser Obstsorte wechseln den Platz. Bei „Obstsalat“ wechseln alle.
Varianten: Statt Obst können Interessen genutzt werden: Sport, Tiere, Bücher, Musik.

17. Der geheime Dirigent
Material: keines
Dauer: ca. 8–12 Minuten
So funktioniert’s: Ein Kind geht vor die Tür. Die Klasse wählt heimlich ein Kind als Dirigenten. Dieses Kind macht Bewegungen vor, die alle unauffällig nachmachen. Das Kind von draußen kommt zurück und muss herausfinden, wer die Bewegungen vorgibt.
Kennenlern-Effekt: Die Kinder beobachten genau und erleben die Gruppe spielerisch.
18. Wer fehlt?
Material: Decke, großer Karton oder Versteckmöglichkeit
Dauer: ca. 8–12 Minuten
So funktioniert’s: Ein Kind geht kurz vor die Tür. Ein anderes Kind versteckt sich unter einer Decke, hinter einem Paravent oder in einer großen Kiste. Das Kind kommt zurück und versucht herauszufinden, wer fehlt.
Variante: Die Klasse darf drei Hinweise geben.
19. Namens-Memory
Material: Namenskarten
Dauer: ca. 10–15 Minuten
So funktioniert’s: Alle Kinder erhalten eine Namenskarte. Die Karten werden gemischt und verteilt. Jedes Kind muss die Person finden, zu der die Karte gehört. Dabei fragen die Kinder freundlich: „Heißt du …?“ Wenn die Karte passt, wird sie übergeben.
20. Ich heiße … und ich mag …
Material: keines
Dauer: ca. 10 Minuten
So funktioniert’s: Die Kinder sitzen im Kreis. Ein Kind beginnt: „Ich heiße Lina und ich mag Erdbeeren.“ Das nächste Kind sagt: „Das ist Lina, sie mag Erdbeeren. Ich heiße Ben und ich mag Fußball.“ Für Klasse 1 kann man die Wiederholung verkürzen. Für ältere Kinder kann man daraus eine kleine Gedächtniskette machen.
21. Das passt zu mir
Material: Bildkarten mit Hobbys, Tieren, Essen, Farben
Dauer: ca. 10–15 Minuten
So funktioniert’s: In der Mitte liegen Bildkarten. Jedes Kind wählt eine Karte, die zu ihm passt, und sagt einen Satz dazu. Besonders geeignet für jüngere Kinder oder mit DaZ.
Beispiele: „Ich nehme die Katze, weil ich Katzen mag.“ „Ich nehme den Ball, weil ich gerne spiele.“
22. Partner-Interview
Material: Interviewkarte
Dauer: ca. 15–20 Minuten
So funktioniert’s: Die Kinder interviewen ein Partnerkind mit drei einfachen Fragen.
Beispiele: Wie heißt du? Was machst du gern? Was isst du gerne? Was magst du in der Schule? Welches Tier magst du? Danach stellt jedes Kind sein Partnerkind kurz vor.
23. Kennenlern-Bingo
Material: Bingo-Zettel
Dauer: ca. 15–20 Minuten
So funktioniert’s: Die Kinder bekommen ein Bingo-Feld mit Aussagen. Sie gehen durch den Raum und suchen Kinder, auf die eine Aussage zutrifft. Pro Feld darf ein Name eingetragen werden.
Beispiele: hat ein Haustier, mag Nudeln, kann schwimmen, hat Geschwister, mag Mathe, war schon einmal im Zoo, spielt gerne draußen, mag Bücher.
24. Geburtstagsreihe
Material: keines
Dauer: ca. 8–12 Minuten
So funktioniert’s: Die Kinder stellen sich nach ihrem Geburtstag auf: von Januar bis Dezember. Sie dürfen miteinander sprechen und fragen: „Wann hast du Geburtstag?“
Variante: Für eine ruhigere Version kann die Klasse nach Monaten Gruppen bilden.

25. Sortiert euch!
Material: keines
Dauer: ca. 5–10 Minuten
So funktioniert’s: Die Kinder sollen sich nach bestimmten Kriterien sortieren.
Beispiele: nach Vornamen alphabetisch, nach Geburtstagsmonat, nach Schuhgröße, nach Lieblingsfarbe, nach Schulweg: zu Fuß, Auto, Fahrrad, Bus, nach Anzahl der Geschwister. Das Spiel fördert Kommunikation und erste Absprachen.
26. Mein Name klingt so
Material: keines
Dauer: ca. 10 Minuten
So funktioniert’s: Jedes Kind sagt seinen Namen und klatscht die Silben dazu. Die Klasse wiederholt den Namen und klatscht mit. Beispiel: „Ma-ri-a“, „Ben“, „E-li-as“
Variante: Der Name kann gestampft, geschnipst oder geklatscht werden.
27. Namensrap
Material: ggf. Trommel oder Klatschrhythmus
Dauer: ca. 10–15 Minuten
So funktioniert’s: Die Lehrkraft gibt einen einfachen Rhythmus vor. Jedes Kind sagt im Rhythmus seinen Namen. Beispiel: „Ich bin Lina, wer bist du?“ „Ich bin Ben und hör gut zu.“ Für Klasse 1 reicht auch ein einfacher Klatschkreis mit Namen.
28. Mein Symbol
Material: kleine Karten, Stifte
Dauer: ca. 15–20 Minuten
So funktioniert’s: Jedes Kind malt ein kleines Symbol, das zu ihm passt: Ball, Buch, Sonne, Katze, Herz, Stern, Pinsel. Danach stellt es sich mit dem Symbol vor. Die Karten können später für Geburtstagskalender, Dienste oder Namensschilder genutzt werden.
29. Die Namensrakete
Material: keines
Dauer: ca. 5–8 Minuten
So funktioniert’s: Ein Kind sagt seinen Namen. Die Klasse wiederholt ihn leise, dann normal, dann laut und streckt die Arme wie eine Rakete nach oben.
Beispiel: „Mia … Mia … MIA!“ Das Spiel ist sehr kurz und eignet sich gut für Klasse 1.
30. Gemeinsam stark
Material: Karten mit kleinen Aufgaben
Dauer: ca. 10–15 Minuten
So funktioniert’s: Die Kinder bekommen kleine Aufgaben, die nur gemeinsam gelingen.
Beispiele: Findet drei Gemeinsamkeiten. Baut mit euren Händen einen Stern. Stellt euch nach Geburtstagsmonat auf. Erfindet einen Gruppengruß. Findet ein gemeinsames Lieblingstier. Danach stellt jede Gruppe ein Ergebnis vor.
31. Das mag ich, das magst du
Material: Ja-/Nein-Karten oder Daumenzeichen
Dauer: ca. 8–10 Minuten
So funktioniert’s: Die Lehrkraft nennt verschiedene Dinge. Die Kinder zeigen mit Daumen hoch, quer oder runter, ob sie es mögen.
Beispiele: Pizza, Lesen, Fußball, Malen, Hunde, Regen, Schwimmen, Mathe, Musik.
32. Mein Platz erzählt
Material: keines
Dauer: ca. 10–15 Minuten
So funktioniert’s: Die Kinder schauen sich ihren Sitzplatz an und erzählen eine Kleinigkeit. Das Spiel eignet sich für eine neue Klasse oder einen neuen Klassenraum.
Beispiele: Neben wem sitze ich? Was sehe ich von meinem Platz? Was liegt auf meinem Tisch? Worauf freue ich mich hier?

33. Ferien-Fund
Material: ggf. mitgebrachter Gegenstand oder Bildkarte
Dauer: ca. 15–20 Minuten
So funktioniert’s: Die Kinder erzählen von ven Ferien. Wer nichts mitgebracht hat, darf eine Bildkarte wählen. Das Spiel eignet sich besonders nach den Sommerferien.
Satzstarter: „In den Ferien war ich …“, „Ich habe … gemacht.“, „Schön war …“, ...
34. Schuhsalat
Material: Schuhe der Kinder
Dauer: ca. 10–15 Minuten
So funktioniert’s: Alle Kinder stellen einen Schuh in die Mitte. Die Schuhe werden gemischt. Jedes Kind zieht einen Schuh und sucht die passende Person. Dabei begrüßen sich die Kinder und nennen ihre Namen.
Hinweis: Nur machen, wenn es zur Gruppe passt und hygienisch unproblematisch ist.
35. Das geheime Zeichen
Material: keines
Dauer: ca. 8–12 Minuten
So funktioniert’s: Jedes Kind denkt sich eine kleine Bewegung als persönliches Zeichen aus. Es sagt seinen Namen und zeigt die Bewegung. Die Klasse wiederholt beides.
Beispiel: „Ich bin Tom.“ Tom zeigt einen Daumen nach oben. Die Klasse sagt: „Hallo Tom“ und macht die Bewegung nach.
36. Namenspost
Material: Briefumschläge oder Karten
Dauer: ca. 10–15 Minuten
So funktioniert’s: Die Lehrkraft verteilt Karten mit Namen. Die Kinder müssen die Karte dem richtigen Kind bringen. Dabei sagen sie: „Bist du …?“ oder „Ich glaube, diese Karte gehört dir.“ Das Spiel übt Namen und höfliches Ansprechen.
37. Finde jemanden, der …
Material: Suchkarte
Dauer: ca. 15–20 Minuten
So funktioniert’s: Die Kinder gehen durch den Raum und suchen Kinder, auf die bestimmte Aussagen passen. Das Spiel ähnelt Bingo, ist aber offener
Beispiele: Finde jemanden, der gerne malt. Finde jemanden, der ein Haustier hat. Finde jemanden, der gerne schwimmt. Finde jemanden, der gerne Bücher anschaut. Finde jemanden, der die gleiche Lieblingsfarbe hat. Finde jemanden, der gerne draußen spielt.
38. Klassen-Puzzle
Material: Puzzleteile aus Papier
Dauer: ca. 20–30 Minuten
So funktioniert’s: Jedes Kind gestaltet ein Teil mit Namen, Lieblingsfarbe, Symbol oder kleinem Bild. Am Ende werden alle zu einem großen Klassenpuzzle zusammengesetzt.
Botschaft: Jedes Kind ist ein wichtiger Teil der Klasse.
39. Namenskreis mit Bewegung
Material: keines
Dauer: ca. 8–12 Minuten
So funktioniert’s: Ein Kind sagt seinen Namen und macht eine Bewegung. Die Klasse wiederholt Name und Bewegung. Danach ist das nächste Kind dran.
Variante: Die Gruppe wiederholt immer die letzten drei Namen mit Bewegungen.
40. Lieblingsseite
Material: vier Schilder oder Bildkarten
Dauer: ca. 10 Minuten
So funktioniert’s: Im Raum gibt es Seiten. Die Kinder stellen sich passend zur Frage auf.
Beispiele: lieber Sommer oder Winter? lieber Hund oder Katze? lieber malen oder bauen? lieber drinnen oder draußen? lieber lesen oder rechnen?

41. Der Klassenkreis sagt Hallo
Material: keines
Dauer: ca. 5–10 Minuten
So funktioniert’s: Ein Kind beginnt und sagt: „Guten Morgen, ich heiße …“ Die Klasse antwortet gemeinsam: „Guten Morgen, …!“ Dann ist das nächste Kind dran.
Variante: Jede Begrüßung bekommt ein anderes Gefühl: fröhlich, leise, müde, ...
42. Ich packe meinen Schulranzen
Material: keines
Dauer: ca. 10–15 Minuten
So funktioniert’s: Das Spiel funktioniert wie „Ich packe meinen Koffer“. Jedes Kind sagt seinen Namen und einen Gegenstand, den es in den Schulranzen packt.
Beispiel: „Ich bin Mia und packe einen Stift ein.“ „Das ist Mia mit dem Stift. Ich bin Ben und packe ein Buch ein.“ Für jüngere Kinder kann man die Wiederholungen verkürzen.
43. Zwei Dinge über mich
Material: keines oder kleine Karten
Dauer: ca. 10–15 Minuten
So funktioniert’s: Jedes Kind nennt zwei harmlose Dinge über sich. Die Klasse hört zu. Danach können Gemeinsamkeiten gesammelt werden.
Beispiele: „Ich mag Hunde.“ „Ich esse Nudeln.“ „Ich spiele gern draußen.“ „Ich male.“
44. Klassenvertrag in Bewegung
Material: vorbereitete Aussagen
Dauer: ca. 10–15 Minuten
So funktioniert’s: Die Lehrkraft liest Aussagen vor. Die Kinder zeigen durch Bewegung, ob sie zustimmen. Danach kann daraus ein erster Klassenvertrag entstehen.
Beispiele: „Ich möchte, dass wir freundlich miteinander sprechen.“ „Ich finde es wichtig, dass man ausreden darf.“ „Ich möchte mich sicher fühlen.“ „Ich helfe gern."
45. Unser Klassennamen-Plakat
Material: Plakat, Stifte, ggf. Fotos oder Symbole
Dauer: ca. 20–30 Minuten
So funktioniert’s: Jedes Kind schreibt oder klebt seinen Namen auf ein gemeinsames Plakat und ergänzt ein kleines Symbol, eine Lieblingsfarbe oder ein Bild. Das Plakat kann im Klassenraum hängen bleiben und zeigt: Wir gehören zusammen.

Welche Kennenlernspiele passen wann?
| Situation | Geeignete Spiele |
|---|---|
| erster Schultag Klasse 1 | Begrüßung mit Bewegung, Namensrakete, Das passt zu mir, Der Klassenkreis sagt Hallo |
| neue Klasse | Namen-Ball, Partner-Interview, Kennenlern-Bingo, Klassen-Puzzle |
| nach den Ferien | Ferien-Fund, Platzwechsel, Vier Ecken, Gemeinsamkeiten entdecken |
| bewegungsfreudige Gruppe | Farbenjagd, Obstsalat, Sortiert euch, Lieblingsseite |
| ruhige Gruppe | Mein Symbol, Partner-Interview, Würfel der Fragen, Zwei Dinge über mich |
| Namen üben | Namen-Ball, Namens-Memory, Namenspost, Ich heiße und ich mag |
| Klassengemeinschaft stärken | Wollnetz, Klassen-Puzzle, Gemeinsam stark, Klassenvertrag in Bewegung |
| kurze Aktivierung | Blitzartige Begrüßung, Das mag ich, Namensrakete, Gemeinsamkeiten entdecken |

Mein Fazit
Kennenlernspiele gehören für mich einfach zum Schulstart dazu. Ich kenne viele Spiele noch aus meiner Zeit als Jugendleiterin und später auch aus dem Ref. Und ich habe immer wieder gemerkt: Gute Spiele können Gruppen wirklich öffnen.
Sie helfen Kindern, Namen zu lernen, erste Kontakte zu knüpfen und sich in einer neuen Klasse sicherer zu fühlen. Aber sie müssen zur Gruppe passen. Nicht jedes Spiel braucht viel Material. Nicht jedes Spiel muss laut sein. Nicht jedes Kennenlernspiel muss spektakulär sein.
Mein wichtigster Gedanke ist: Kennenlernspiele sind keine Zeitverschwendung. Sie sind Beziehungsarbeit am Schulanfang.
Eure Caro
Instagram – Alles für die Grundschule.
FAQ
Was sind gute Kennenlernspiele für die Grundschule?
Gute Kennenlernspiele sind einfach, kurz und aktivierend. Besonders geeignet sind Namen-Ball, Begrüßung mit Bewegung, Platzwechsel, Vier Ecken, Kennenlern-Bingo, Wollnetz und Klassen-Puzzle.
Wie lange sollte ein Kennenlernspiel dauern?
Viele Kennenlernspiele dauern zwischen 5 und 20 Minuten. Für Klasse 1 sind kürzere Spiele oft besser. Längere Spiele wie Klassen-Puzzle oder Wollnetz brauchen mehr Zeit und Ruhe.
Welche Kennenlernspiele eignen sich für Klasse 1?
Für Klasse 1 eignen sich einfache Spiele mit Namen, Bewegung und Bildern. Zum Beispiel Namensrakete, Der Klassenkreis sagt Hallo, Das passt zu mir, Namen-Ball oder Begrüßung mit Bewegung.
Welche Kennenlernspiele eignen sich nach den Ferien?
Nach den Ferien passen Ferien-Fund, Platzwechsel für alle, die …, Vier Ecken, Gemeinsamkeiten entdecken oder Kennenlern-Bingo.
Was ist ein ruhiges Kennenlernspiel?
Ruhige Kennenlernspiele sind zum Beispiel Mein Symbol, Partner-Interview, Würfel der Fragen, Zwei Dinge über mich oder Klassennamen-Plakat.
Was ist ein Kennenlernspiel mit Bewegung?
Bewegte Kennenlernspiele sind zum Beispiel Farbenjagd, Obstsalat, Sortiert euch, Vier Ecken, Lieblingsseite oder Platzwechsel.
Warum sind Kennenlernspiele wichtig?
Kennenlernspiele helfen Kindern, Namen zu lernen, Hemmungen abzubauen, Gemeinsamkeiten zu entdecken und sich als Teil einer Gruppe zu erleben.
Was sollte man bei Kennenlernspielen vermeiden?
Man sollte vermeiden, Kinder bloßzustellen, zu private Fragen zu stellen oder Spiele mit zu komplizierten Regeln auszuwählen. Gerade am Anfang sollte Sicherheit wichtiger sein als Show.







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