50 Rechtschreibspiele für die Grundschule

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Rechtschreibspiele

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Quick Facts: Rechtschreibspiele

  • Rechtschreibspiele bringen mehr Abwechslung in Lernwörterarbeit, Rechtschreibstrategien und wiederholende Übungsphasen.

  • Viele Spiele brauchen kaum Vorbereitung und funktionieren mit Wortkarten, Mini-Whiteboards, Würfeln oder einfach der Tafel.

  • In diesem Artikel findest du 50 ausführliche Rechtschreibspiele plus 20 weitere schnelle Spielideen für Klasse 1 bis 4.

  • Die Spiele lassen sich flexibel mit dem aktuellen Lernwortschatz oder einem bestimmten Rechtschreibphänomen füllen.

Allgemeines

Rechtschreibung ist eines dieser Themen, bei denen Kinder einfach viel üben und wiederholen müssen. Das heißt aber zum Glück nicht, dass jede Übungsphase aus einem Arbeitsblatt, Abschreibtext oder Diktat bestehen muss.

Gerade bei Lernwörtern finde ich Spiele richtig praktisch. Denn eigentlich brauchen wir nur eine Form, in der die Kinder dasselbe Wort noch einmal lesen, schreiben, untersuchen, merken oder kontrollieren, ohne dass es sich zum fünften Mal gleich anfühlt.

Und dafür eignen sich Rechtschreibspiele super.

Ein Lernwort kann nämlich:

  • im Klassenraum gesucht,

  • mit Silben gehüpft,

  • aus Buchstaben zusammengesetzt,

  • einem Partnerkind diktiert,

  • als Geheimschrift entschlüsselt,

  • auf Fehler untersucht,

  • mit einer Rechtschreibstrategie erklärt

  • oder bei einem kleinen Spiel wiederholt werden.

Besonders wichtig ist aber trotzdem: Das Spiel sollte nicht nur Spaß machen, sondern wirklich zum Rechtschreiblernen beitragen. Wenn am Ende alle schnell durch den Raum rennen, aber niemand weiß, wie das Lernwort geschrieben wird, haben wir nicht sooo viel gewonnen.

Deshalb würde ich bei fast jedem Spiel eine kleine Rechtschreibhandlung einbauen:

lesen → schreiben → untersuchen → begründen → kontrollieren

Die 50 Spiele unten kannst du mit Lernwörtern, dem Grundwortschatz oder mit bestimmten Rechtschreibphänomenen durchführen. Wenn du weitere Ideen für Deutsch suchst, passen dazu auch meine 30 Grammatikspiele oder meine 50 Lesespiele.

Rechtschreibspiele

Was sind Rechtschreibspiele?

Rechtschreibspiele sind für mich einfach spielerische Übungsformen, bei denen Kinder sich aktiv mit der Schreibweise von Wörtern auseinandersetzen. Je nach Spiel geht es darum:

  • Wortbilder einzuprägen,

  • Buchstabenfolgen wahrzunehmen,

  • Silben zu erkennen,

  • schwierige Stellen zu markieren,

  • Rechtschreibmuster zu entdecken,

  • Wörter zu kontrollieren,

  • Rechtschreibstrategien anzuwenden

  • oder Schreibweisen zu begründen.

Manche Spiele eignen sich super für fünf Minuten zwischendurch, andere für die Freiarbeit, eine Lerntheke oder eine ganze Rechtschreibstunde.

Rechtschreibspiele

50 Rechtschreibspiele

Rechtschreibspiele mit Lernwörtern und Wortbildern

1. Wörter-Memory

  • So funktioniert’s: Zu jedem Wort gehören zwei Karten, eine Bildkarte und die passende Wortkarte. Die Karten werden verdeckt ausgelegt. Wer ein Paar findet, liest das Wort vor und schreibt oder buchstabiert es anschließend.

  • Beispiel: 🐈 + Katze

  • Ziel: Die Kinder prägen sich Wortbilder ein und verbinden Bedeutung, Aussprache und Schreibweise miteinander.

2. Laufdiktat

  • So funktioniert’s: Ein kurzer Text oder mehrere Lernwörter hängen an einer anderen Stelle im Klassenraum. Die Kinder gehen dorthin, lesen einen Abschnitt, merken ihn sich und schreiben ihn anschließend am Platz auf.

  • Beispiel:  An der Wand steht: „Der Hund schläft in seinem Körbchen.“

  • Ziel: Genaues Lesen, Merken und Schreiben werden miteinander verbunden.

3. Schleichdiktat

  • So funktioniert’s: Eigentlich wie das Laufdiktat – nur dürfen sich die Kinder diesmal ganz langsam und leise bewegen. Das finde ich besonders praktisch für Klassen, bei denen ein Laufdiktat innerhalb von ungefähr zwölf Sekunden zum Sportfest wird!

  • Ziel: Rechtschreibung wird mit Bewegung verbunden, ohne dass automatisch wahnsinnig viel Unruhe entstehen muss.

4. Tafeldiktat

  • So funktioniert’s: Ein Kind zieht eine Wortkarte und diktiert das Wort einem Partnerkind. Dieses schreibt es an die Tafel oder auf. Danach wird kontrolliert.

  • Beispiel: Schmetterling

  • Ziel: Genaues Sprechen, Hören, Schreiben und Kontrollieren werden verbunden.

5. Rückenmaler

  • So funktioniert’s: Die Kinder arbeiten zu zweit. Ein Kind schreibt mit dem Finger einen Buchstaben oder ein kurzes Wort auf den Rücken des anderen Kindes. Das Partnerkind versucht herauszufinden, was geschrieben wurde, und notiert es anschließend.

  • Beispiel: H – A – U – S → Haus

  • Ziel: Buchstabenformen und -folgen werden auf eine ganz andere Art wahrgenommen.

6. Buchstabenpost

  • So funktioniert’s: Mehrere Kinder bekommen jeweils einen Buchstaben. Gemeinsam müssen sie sich so aufstellen, dass daraus ein richtig geschriebenes Wort entsteht.

  • Beispiel: K – A – T – Z – E

  • Ziel: Die Reihenfolge der Buchstaben wird handelnd sichtbar.

  • Tipp: Schwieriger wird es, wenn die Kinder zunächst selbst herausfinden müssen, welches Wort ihre Buchstaben überhaupt ergeben können.

7. Buchstabensalat

  • So funktioniert’s: Die Buchstaben eines Lernwortes werden durcheinander an die Tafel geschrieben oder als Karten ausgelegt.

  • Beispiel: F – E – A – L – T → Tafel

  • Ziel: Die Kinder setzen sich mit der vollständigen Buchstabenstruktur eines Wortes auseinander.

8. Fehlender Buchstabe

  • So funktioniert’s: Ein bekanntes Wort wird mit einer Lücke gezeigt. Je nach Klassenstufe können auch ganze Buchstabengruppen fehlen.

  • Beispiel: Sch_le → Schule.

  • Ziel: Die Aufmerksamkeit wird gezielt auf einzelne Stellen im Wort gelenkt.

9. Rechtschreib-Bingo

  • So funktioniert’s: Die Kinder tragen Lernwörter in ein Bingofeld ein. Anschließend nennt die Lehrkraft Wörter, Hinweise oder Rechtschreibmerkmale.

  • Beispiel: „Suche ein Wort mit Doppelkonsonant.“ Die Kinder markieren z.B. Sonne.

  • Ziel: Lernwörter werden nicht nur wiederholt, sondern gleichzeitig nach Merkmalen untersucht.

10. Wörter würfeln

  • So funktioniert´s: Das ist so ein Spiel, das man einmal vorbereitet und dann wirklich für alles benutzen kann. Jede Würfelzahl bekommt eine Aufgabe. Das Kind zieht ein Lernwort, würfelt und bearbeitet die entsprechende Aufgabe.

  • Beispiele: 1-Wort buchstabieren, 2-Silben sprechen, 3-Wort schreiben, 4-verwandtes Wort finden, 5-schwierige Stelle markieren und 6-Satz mit dem Wort bilden. 

  • Ziel: Dasselbe Wort wird auf unterschiedliche Arten untersucht.

11. Rechtschreib-Tabu

  • So funktioniert’s: Ein Kind erklärt ein Lernwort, ohne es selbst zu nennen. Wer das Wort errät, muss es anschließend richtig aufschreiben.

  • Beispiel: „Man öffnet es, wenn man in ein Zimmer möchte.“ → Tür

  • Ziel: Wortschatz und Rechtschreibung werden miteinander verbunden.

12. Montagsmaler mit Lernwörtern

  • So funktioniert´s: Ein Kind zieht ein Lernwort und zeichnet es an die Tafel.

  • Beispiel: Die Klasse errät: Schmetterling! Aber jetzt kommt der Rechtschreibteil: Alle schreiben „Schmetterling“ auf. Erst danach wird die Lösung gezeigt.

  • Ziel: Bekannte Wortbilder werden aus dem Gedächtnis abgerufen.

13. Buchstabierstaffel

  • So funktioniert’s: Die Kinder spielen in Teams. Die Lehrkraft nennt ein Wort. Kind 1 nennt den ersten Buchstaben, Kind 2 den zweiten usw.

  • Beispiel: Schule → S – C – H – U – L – E

  • Ziel: Die genaue Buchstabenfolge eines Wortes wird wiederholt.

14. Schreibstaffel

  • So funktioniert´s: Hier wird nicht nur buchstabiert, sondern geschrieben. Jeweils ein Kind läuft zur Tafel und schreibt einen Buchstaben. Danach läuft es zurück und das nächste Kind übernimmt.

  • Beispiel: Das Team muss gemeinsam Fahrrad schreiben.

  • Ziel: Wortbilder werden durch Bewegung und Zusammenarbeit gefestigt.

Rechtschreibspiele

Rechtschreibspiele zum Fehlerfinden und Begründen

15. Fehlerdetektive

  • So funktioniert´s: Bewusst falsch geschriebene Wörter werden im Raum oder an der Tafel verteilt. Die Kinder suchen, verbessern und – je nach Klassenstufe – begründen die Schreibweise. 

  • Beispiel: ❌ Farat, ✅ Fahrrad

  • Ziel: Die Kinder entwickeln einen prüfenden Blick auf Schreibweisen.

16. Fehlerkönig

  • So funktioniert’s: Ein Satz oder kurzer Text enthält versteckte Rechtschreibfehler. Die Kinder suchen alle Fehler, markieren sie und verbessern die entsprechenden Wörter. Für jeden gefundenen und richtig korrigierten Fehler kann ein Punkt vergeben werden.

  • Beispiel: „Der Hase hüpft über die wise.“ → „Der Hase hüpft über die Wiese.“

  • Ziel: Die Kinder wenden ihr Rechtschreibwissen nicht nur auf einzelne Wörter, sondern innerhalb von Sätzen und kurzen Texten an.

17. Wahr oder falsch?

  • So funktioniert’s: Die Lehrkraft zeigt zwei Schreibweisen eines Wortes. Die Kinder entscheiden, welche Variante richtig ist. Das kann mit Daumenzeichen, Karten, Mini-Whiteboards oder zwei Seiten des Klassenraums geschehen.

  • Beispiel: Zahn oder Zan?

  • Ziel: Die Kinder vergleichen Schreibweisen miteinander und aktivieren ihr vorhandenes Rechtschreibwissen.

18. Rechtschreib-Ecken

  • So funktioniert’s: Vier Ecken des Raums stehen für unterschiedliche Schreibweisen eines Wortes. Die Kinder gehen zu der Ecke, die ihrer Meinung nach die richtige Lösung zeigt. Anschließend wird gemeinsam besprochen, warum diese Schreibweise richtig ist.

  • Beispiel: A: Häuser, B: Heuser. C: Häusser, D: Häuser

  • Ziel: Die Kinder treffen Rechtschreibentscheidungen, machen ihre Vorstellungen sichtbar und begründen die richtige Schreibweise.

19. Wörter sortieren

  • So funktioniert’s: Die Kinder erhalten verschiedene Wortkarten und sortieren sie nach Rechtschreibmerkmalen. Die Kategorien können bereits vorgegeben werden oder von den Kindern selbst entdeckt werden.

  • Beispiel: Wörter mit ie, ck, tz oder Doppelkonsonant werden zusammengelegt.

  • Ziel: Die Kinder erkennen Gemeinsamkeiten zwischen Schreibweisen und entdecken wiederkehrende Rechtschreibmuster.

20. Der Rechtschreib-Zoll

  • So funktioniert’s: An einer Stelle des Klassenraums wird eine kleine „Zollstation“ eingerichtet. Wer passieren möchte, muss zuerst eine kurze Rechtschreibaufgabe lösen.

  • Beispiel: „Nenne ein Wort mit ck.“ oder: „Verlängere das Wort Hund.“

  • Ziel des Spiels: Rechtschreibwissen wird schnell und spielerisch abgerufen und bereits bekannte Strategien werden wiederholt.

Rechtschreibspiele

Rechtschreibspiele mit Silben und Wortstrukturen

21. Silbenklatschen

  • So funktioniert’s: Die Lehrkraft oder ein Kind nennt ein Wort. Gemeinsam wird es deutlich gesprochen und in Silben zerlegt. Für jede Silbe wird einmal geklatscht.

  • Beispiel: To-ma-te → drei Silben

  • Ziel: Die Kinder nehmen die Silbenstruktur von Wörtern bewusst wahr und können sie als Unterstützung beim Schreiben nutzen.

22. Silbenhüpfen

  • So funktioniert’s: Das Prinzip ist ähnlich wie beim Silbenklatschen. Diesmal hüpfen die Kinder für jede gehörte Silbe einmal.

  • Beispiel: Scho-ko-la-de → vier Sprünge

  • Ziel: Die Kinder verbinden die Wahrnehmung von Silben mit Bewegung und festigen dadurch die Gliederung von Wörtern.

23. Silbenpuzzle

  • So funktioniert’s: Wörter werden in Silben zerlegt und auf einzelne Karten geschrieben. Die Kinder suchen die Teile, die gemeinsam ein richtiges Wort ergeben.

  • Beispiel: Son + ne → Sonne

  • Ziel: Die Kinder erkennen Silben als Bausteine von Wörtern und setzen sie zusammen.

24. Silben-Memory

  • So funktioniert’s: Die Karten werden verdeckt ausgelegt. Je zwei oder mehrere Silbenkarten ergeben gemeinsam ein Wort. Wer passende Karten findet, liest das entstandene Wort vor und schreibt es anschließend auf.

  • Beispiel: Blu + me → Blume

  • Ziel: Die Kinder erkennen Silbenstrukturen und setzen Wörter aus passenden Silben zusammen.

25. Wortketten

  • So funktioniert’s: Ein Wort wird genannt oder aufgeschrieben. Das nächste Wort muss mit dem letzten Buchstaben des vorherigen Wortes beginnen. Für die Rechtschreibübung würde ich die Wörter immer zusätzlich notieren lassen.

  • Beispiel: Haus → Sonne → Esel → Lampe

  • Ziel: Die Kinder rufen Wörter aus ihrem Wortschatz ab und achten besonders auf Anfangs- und Endbuchstaben sowie die korrekte Schreibweise.

26. Rechtschreib-Kofferpacken

  • So funktioniert’s: Das bekannte Spiel „Ich packe meinen Koffer“ wird mit Lernwörtern gespielt. Jedes Kind wiederholt die bisherigen Wörter und ergänzt ein neues. Anschließend können die genannten Wörter zusätzlich aufgeschrieben werden.

  • Beispiel: „Ich packe meinen Koffer und nehme eine Zahnbürste mit …“

  • Ziel: Die Kinder hören und wiederholen bekannte Wörter mehrfach und rufen ihre Schreibweise anschließend aus dem Gedächtnis ab.

27. Wörterkette an der Tafel

  • So funktioniert’s: Die Lehrkraft gibt ein Rechtschreibmerkmal vor. Nacheinander schreiben die Kinder jeweils ein passendes Wort an die Tafel.

  • Beispiel: Kategorie ie: Tier → Brief → sieben → Wiese

  • Ziel: Die Kinder sammeln Wörter mit demselben Rechtschreibmerkmal und erkennen Gemeinsamkeiten innerhalb der Schreibweisen.

28. Stadt-Land-Rechtschreibung

  • So funktioniert’s: Das bekannte Stadt-Land-Fluss-Prinzip wird mit Rechtschreibkategorien gespielt. Nach einem vorgegebenen Anfangsbuchstaben suchen die Kinder möglichst passende Wörter für die einzelnen Spalten.

  • Beispiel: Buchstabe S

NomenVerbDoppelkonsonantWort mit ie
SonnesuchenSonnesieben
  • Ziel: Rechtschreibwissen wird mit Wortschatz, Kategorisieren und schnellem Abrufen verbunden.

29. Buchstabenraster

  • So funktioniert’s: Neun Buchstaben werden in einem Raster angeordnet. Die Kinder versuchen, daraus möglichst viele richtige Wörter zu bilden und aufzuschreiben.

  • Beispiel: A – E – H – H – M – R – S – T – U

  • Ziel: Die Kinder experimentieren mit Buchstabenfolgen und überprüfen selbstständig, ob daraus richtige Wörter entstehen.

30. Wortleiter

  • So funktioniert’s: Aus einem Ausgangswort wird Schritt für Schritt ein neues Wort. Dabei darf pro Schritt nur ein Buchstabe verändert werden.

  • Beispiel: Maus → Haus → Haut → laut

  • Ziel: Die Kinder erkennen, dass bereits ein einzelner veränderter Buchstabe sowohl Schreibweise als auch Bedeutung eines Wortes verändern kann.

Rechtschreibspiele

Rechtschreibspiele mit Karten, Bewegung und kleinen Challenges

31. Rechtschreib-Domino

  • So funktioniert’s: Jede Dominokarte enthält auf einer Seite ein Wort und auf der anderen ein Rechtschreibmerkmal. Die Kinder müssen Karten aneinanderlegen.

  • Beispiel: Sonne | ck → Jacke | ie → Wiese | …

  • Ziel: Die Kinder ordnen Wörter passenden Rechtschreibphänomenen zu und wiederholen deren Merkmale.

32. Wörter-Angelspiel

  • So funktioniert’s: Wortkarten werden mit Büroklammern versehen und mit einer Magnetangel gezogen. Anschließend bearbeitet das Kind eine Aufgabe zu seinem gezogenen Wort.

  • Beispiel: Das Kind angelt Schlüssel und soll danach die schwierige Stelle markieren.

  • Ziel: Lernwörter werden wiederholt und Besonderheiten innerhalb der Schreibweise gezielt untersucht.

33. Rechtschreib-Fliegenklatsche

  • So funktioniert’s: Mehrere Wörter hängen an der Tafel. Zwei Kinder erhalten jeweils eine Fliegenklatsche. Die Lehrkraft nennt ein Rechtschreibmerkmal und die Kinder suchen möglichst schnell ein passendes Wort.

  • Beispiel: „Schlage auf ein Wort mit ie!“ → Wiese. Danach würde ich das Wort noch schreiben oder erklären lassen – sonst trainieren wir am Ende hauptsächlich die Reaktionsgeschwindigkeit.

  • Ziel: Die Kinder erkennen Rechtschreibmerkmale in Wörtern schnell und sicher.

34. Wörter-Schatzsuche

  • So funktioniert’s: Lernwortkarten werden im Klassenraum versteckt. Die Kinder suchen die Wörter, lesen sie aufmerksam und tragen sie anschließend richtig in eine Liste ein.

  • Beispiel: Zehn Lernwörter zum Thema Frühling sind im Klassenraum versteckt.

  • Ziel: Lernwörter werden mit Bewegung und Entdecken verbunden und mehrfach gelesen sowie geschrieben.

35. Rechtschreib-Schnitzeljagd

  • So funktioniert’s: Die Kinder lösen nacheinander Rechtschreibaufgaben. Jede richtige Lösung führt zum nächsten Hinweis oder ergibt einen Teil eines Lösungswortes.

  • Beispiel: „Finde das verwandte Wort zu Häuser.“ → Haus

  • Ziel: Unterschiedliche Rechtschreibstrategien werden in einer zusammenhängenden und motivierenden Aufgabenfolge angewendet.

36. Galgenmännchen ohne Galgen

  • So funktioniert’s: Ein unbekanntes Wort wird mit Strichen dargestellt. Die Kinder nennen Buchstaben und versuchen herauszufinden, welches Wort gesucht wird. Statt eines Galgens kann eine Blume, ein Tier oder ein Puzzle Stück für Stück entstehen.

  • Ziel: Die Kinder beschäftigen sich intensiv mit möglichen Buchstabenpositionen und der Struktur bekannter Wörter.

37. Welches Wort bin ich?

  • So funktioniert’s: Ein Kind bekommt eine Wortkarte an die Stirn, ohne das Wort selbst sehen zu können. Durch Ja-Nein-Fragen versucht es herauszufinden, welches Wort gesucht wird. Anschließend wird das Wort richtig aufgeschrieben.

  • Beispiel: „Bin ich ein Tier?“ „Habe ich vier Beine?“ → Katze

  • Ziel: Wortschatzarbeit und Rechtschreibung werden miteinander verbunden.

38. Buchstaben-K.O.

  • So funktioniert’s: Zwei Kinder bekommen dasselbe Wort. Wer es zuerst korrekt buchstabiert oder auf einem Mini-Whiteboard notiert, erhält einen Punkt. Ich würde das Spiel aber in der Grundschule eher ohne Ausscheiden spielen.

  • Beispiel: Schokolade

  • Ziel: Bekannte Wortbilder und Buchstabenfolgen werden schnell aus dem Gedächtnis abgerufen.

39. Rechtschreib-Rennen

  • So funktioniert’s: Mehrere Teams erhalten denselben Lernwortschatz. Nacheinander schreiben die Kinder ein Wort an die Tafel. Das Spiel kann als Wettkampf oder besser noch als gemeinsame Challenge gegen die Zeit durchgeführt werden.

  • Beispiel: Wörter mit Doppelkonsonant: Sonne – Mutter – Klasse – kommen

  • Ziel: Lernwörter werden wiederholt und korrekt geschrieben. Gleichzeitig wird kooperatives Arbeiten gefördert.

40. Partnerdiktat

  • So funktioniert’s: Die Kinder arbeiten zu zweit. Kind A diktiert Wörter oder Sätze, Kind B schreibt. Anschließend kontrollieren beide gemeinsam mithilfe einer Lösungskarte und tauschen die Rollen.

  • Beispiel: „Im Sommer schwimmen wir im See.“

  • Ziel: Genaues Sprechen, Zuhören, Schreiben und selbstständiges Kontrollieren werden miteinander verbunden.

Rechtschreibspiele

Spielerische Diktatformen

41. Dosendiktat

  • So funktioniert’s: Ein Satz steht zunächst vollständig auf einem Papierstreifen. Das Kind liest ihn aufmerksam, anschließend werden die einzelnen Wörter in eine Dose gelegt. Nun wird der Satz aus dem Gedächtnis aufgeschrieben und danach kontrolliert.

  • Beispiel: „Der kleine Hund rennt schnell.“

  • Ziel: Die Kinder prägen sich Wort- und Satzbilder bewusst ein und schreiben sie anschließend aus dem Gedächtnis.

42. Faltdiktat

  • So funktioniert’s: Das Kind liest ein Wort oder einen Satz, knickt die Vorlage um und schreibt das Gelesene aus dem Gedächtnis auf. Danach wird wieder aufgeklappt und kontrolliert.

  • Beispiel: „Die Kinder spielen auf dem Schulhof.“

  • Ziel: Die Vorgehensweise Lesen – Merken – Schreiben – Kontrollieren wird eingeübt.

43. Würfeldiktat

  • So funktioniert’s: Sechs Wörter oder Sätze werden mit den Zahlen 1 bis 6 versehen. Die Kinder würfeln und schreiben den Eintrag auf, der zur gewürfelten Zahl gehört.

  • Beispiel: Würfelzahl 4 → Schmetterling

  • Ziel: Wiederholendes Schreiben wird durch ein einfaches Zufallselement abwechslungsreicher.

44. Geheimschrift

  • So funktioniert’s: Jedem Buchstaben wird ein Symbol zugeordnet. Die Kinder entschlüsseln Wörter oder Sätze und schreiben sie anschließend richtig auf. Später können sie auch selbst Geheimschriften für ihre Lernwörter entwickeln.

  • Beispiel: ★ = S, ● = O, ▲ = N. Eine Symbolfolge ergibt anschließend das gesuchte Wort.

  • Ziel: Die Kinder achten besonders genau auf die Reihenfolge und Vollständigkeit der einzelnen Buchstaben.

45. Wörter rückwärts

  • So funktioniert’s: Ein Wort wird rückwärts geschrieben oder vorgelesen. Die Kinder versuchen, das ursprüngliche Wort herauszufinden und korrekt aufzuschreiben.

  • Beispiel: suaM → Maus

  • Ziel: Wortbilder und Buchstabenfolgen werden besonders genau analysiert.

Rechtschreibspiele

Rechtschreibspiele zu Rechtschreibstrategien

46. Rechtschreib-Staffel mit Strategie

  • So funktioniert’s: Mehrere Kinder bearbeiten nacheinander unterschiedliche Schritte zu demselben Wort. Dabei geht es nicht nur ums Schreiben, sondern auch ums Erklären der passenden Rechtschreibstrategie.

  • Beispiel: Kind 1 schreibt: Häuser, Kind 2 markiert: äu, Kind 3 nennt: Haus, Kind 4 erklärt: „Ich leite von Haus ab.“

  • Ziel: Die Kinder wenden Rechtschreibstrategien an und lernen gleichzeitig, ihre Vorgehensweise sprachlich zu begründen.

47. Verlängern-Duell

  • So funktioniert’s: Die Lehrkraft nennt ein Wort, dessen Endlaut beim Sprechen nicht eindeutig zu hören ist. Die Kinder suchen eine passende Verlängerung und erklären damit die Schreibweise.

  • Beispiel: Hund → Hunde → deshalb d

  • Ziel: Die Strategie Verlängern wird wiederholt, verstanden und zunehmend automatisiert.

48. Ableiten-Duell

  • So funktioniert’s: Die Lehrkraft nennt ein Wort mit ä oder äu. Die Kinder suchen ein verwandtes Wort mit a beziehungsweise au, das ihnen bei der Schreibweise hilft.

  • Beispiel: Häuser → Haus

  • Ziel: Die Kinder nutzen die Strategie Ableiten, um Schreibweisen selbstständig zu erklären.

49. Wortfamilien-Rennen

  • So funktioniert’s: Die Lehrkraft gibt ein Ausgangswort vor. Die Kinder sammeln alleine, zu zweit oder im Team möglichst viele Wörter derselben Wortfamilie.

  • Beispiel: fahren → Fahrer – Fahrrad – Fahrt – abfahren – losfahren

  • Ziel: Die Kinder erkennen Wortstämme und verwandte Wörter und können diese zunehmend für Rechtschreibentscheidungen nutzen.

50. Strategie-Detektive

  • So funktioniert’s: Die Kinder bekommen verschiedene Wörter und entscheiden selbst, welche Rechtschreibstrategie beim richtigen Schreiben helfen kann. Anschließend begründen sie ihre Auswahl.

  • Beispiel: Häuser → Ableiten, Hund → Verlängern, Sonne → Silben sprechen / schwingen, Vater → Merkwort

  • Ziel: Die Kinder lernen, Rechtschreibstrategien nicht nur isoliert zu kennen, sondern passend auszuwählen und auf neue Wörter zu übertragen.

Rechtschreibspiele

20 weitere schnelle Rechtschreibspiele

Und weil 50 noch nicht genug sind, hier noch 20 schnelle Varianten, die man aus denselben Grundideen entwickeln kann:

  • Rechtschreib-Jenga: Jeder Stein ist mit einer Aufgabe verbunden.

  • Lernwort-Bowling: Die umgeworfene Zahl bestimmt das Lernwort.

  • Wörter-Hüpfkästchen: In jedem Feld wartet eine Rechtschreibaufgabe.

  • Post-it-Diktat: Lernwörter hängen auf Post-its im Klassenraum.

  • Ball-Buchstabieren: Bei jedem Wurf wird der nächste Buchstabe genannt.

  • Rechtschreib-Pantomime: Wort darstellen, erraten und aufschreiben.

  • Buchstaben-Bingo: Gehörte Buchstaben oder Laute auf dem Bingofeld finden.

  • Wörter-Lotto: Bild- und Wortkarten richtig zuordnen.

  • Rechtschreib-Quiz: Teams beantworten Fragen zu Wörtern und Strategien.

  • Wörter-Puzzle: Wörter aus Buchstaben oder Wortbausteinen zusammensetzen.

  • Der heiße Stuhl: Ein Kind errät ein Lernwort durch Hinweise der Klasse.

  • Vier gewinnt: Ein Feld gibt es erst nach einer richtig gelösten Aufgabe.

  • Tic-Tac-Toe Rechtschreibung: Vor jedem Zug muss eine Aufgabe gelöst werden.

  • Rechtschreib-Würfelspiel: Würfeln, ziehen und eine Rechtschreibaufgabe lösen.

  • Lernwort-Fußball: Richtige Lösungen bewegen den Ball in Richtung Tor.

  • Basketball: Nach einer richtigen Lösung darf auf den Papierkorb geworfen werden.

  • ABC-Challenge: Zu möglichst vielen Buchstaben ein richtig geschriebenes Wort finden.

  • Blitzlicht: Ein Wort wird nur wenige Sekunden gezeigt und anschließend geschrieben.

  • Kim-Spiel mit Wörtern: Mehrere Wörter ansehen – eines verschwindet. Welches?

  • Was hat sich verändert?: In einer Wortreihe wurde eine Schreibweise verändert. Die Kinder müssen die Veränderung finden.

Rechtschreibspiele nach Klassenstufen

KlassePassende Spiele
1Wörter-Memory, Rückenmaler, Buchstabenpost, Buchstabensalat, Silbenklatschen, Silbenhüpfen, Silbenpuzzle, Wörter-Angelspiel
2Laufdiktat, Schleichdiktat, Rechtschreib-Bingo, Wörter würfeln, Fehlerdetektive, Wortketten, Wörter-Schatzsuche, Knickdiktat
3Rechtschreib-Ecken, Wörter sortieren, Stadt-Land-Rechtschreibung, Rechtschreib-Domino, Schnitzeljagd, Partnerdiktat, Verlängern-Duell, Ableiten-Duell
4Fehlerkönig, Buchstabenraster, Wortleiter, Rechtschreib-Staffel mit Strategie, Wortfamilien-Rennen, Strategie-Detektive, Rechtschreib-Quiz

Rechtschreibspiele differenzieren

Unterstützend

  • weniger Lernwörter gleichzeitig

  • kurze und bekannte Wörter

  • Bilder ergänzen

  • Silben farbig markieren

  • schwierige Wortstellen hervorheben

  • Wörter zunächst vorlesen

  • Partnerarbeit anbieten

  • Wortlisten beziehungsweise Wortspeicher nutzen

  • eine passende Rechtschreibstrategie vorgeben

  • Auswahl aus zwei Schreibweisen anbieten

  • Lösungskarten zur Selbstkontrolle

  • Audiounterstützung

  • Lernwörter mehrfach wiederholen

  • Spiele ohne Zeitdruck durchführen

Erweiterung

  • unbekanntere Wörter verwenden

  • mehrere Rechtschreibphänomene mischen

  • Kinder ihre Entscheidung begründen lassen

  • passende Strategie selbst auswählen

  • eigene Beispiele finden

  • falsche Schreibweisen selbst erfinden

  • Fehler anderer Kinder erklären und verbessern

  • Wörter nach mehreren Kriterien sortieren

  • eigene Spielkarten erstellen

  • Spiele für eine andere Lerngruppe entwickeln

  • Wörter in Sätzen oder kurzen Texten anwenden

Mein Fazit

Rechtschreibspiele finde ich praktisch, weil sie aus notwendiger Wiederholung etwas abwechslungsreichere Übungsphasen machen können. Kinder müssen Wörter nun einmal mehrfach sehen, schreiben und untersuchen. Aber dieses „mehrfach“ muss nicht jedes Mal gleich aussehen.

Genau deshalb mag ich die Spiele, bei denen Kinder nicht nur ein richtiges Ergebnis nennen, sondern ihre Rechtschreibentscheidung erklären. Denn am Ende soll ja nicht das Kind gewinnen, das „Häuser“ am schnellsten auf die Tafel schreibt. Sondern möglichst jedes Kind soll irgendwann sagen können: „Ich schreibe Häuser mit äu, weil ich von Haus ableiten kann.“

Und wenn das nebenbei mit ein bisschen Bewegung, einer Schatzsuche oder einem Würfel passiert – umso besser. :)

Eure Caro
Instagram – Alles für die Grundschule.

FAQ

  • Was sind Rechtschreibspiele?

    Rechtschreibspiele sind spielerische Übungsformen, mit denen Kinder Wörter lesen, schreiben, untersuchen, kontrollieren oder mithilfe von Rechtschreibstrategien erklären.

  • Welche Rechtschreibspiele eignen sich für Klasse 1?

    Für Klasse 1 finde ich vor allem bildliche und handelnde Spiele passend, zum Beispiel Wörter-Memory, Rückenmaler, Buchstabenpost, Buchstabensalat, Silbenklatschen, Silbenhüpfen oder Silbenpuzzles.

  • Welche Rechtschreibspiele eignen sich für Klasse 2?

    In Klasse 2 können Lauf- und Schleichdiktate, Rechtschreib-Bingo, Lernwortspiele, Wörterangeln, Fehlersuche und einfache Wortsortierungen dazukommen.

  • Welche Rechtschreibspiele eignen sich für Klasse 3 und 4?

    Für ältere Kinder finde ich Spiele besonders spannend, bei denen Rechtschreibstrategien angewendet und begründet werden: Rechtschreib-Ecken, Verlängern-Duell, Ableiten-Duell, Wortfamilien-Rennen oder Strategie-Detektive.

  • Wie kann ich Lernwörter spielerisch üben?

    Fast jedes Spiel aus dieser Sammlung kann mit einem eigenen Lernwortschatz gefüllt werden. Besonders unkompliziert sind Wörter würfeln, Memory, Laufdiktat, Wörter-Schatzsuche, Partnerdiktat, Bingo oder Würfeldiktat.

  • Wie kann ich Rechtschreibstrategien spielerisch üben?

    Dafür eignen sich vor allem Strategie-Detektive, Verlängern-Duell, Ableiten-Duell, Wortfamilien-Rennen und die Rechtschreib-Staffel mit Strategie.

  • Brauche ich für Rechtschreibspiele viel Material?

    Nein. Viele Ideen funktionieren nur mit Lernwortkarten, Papier, Tafel, Würfeln oder kleinen Whiteboards. Einige Materialien wie Wortkarten oder Strategie-Karten können außerdem für viele verschiedene Spiele wiederverwendet werden.

  • Sind Rechtschreibspiele auch für die Freiarbeit geeignet?

    Ja. Besonders Spiele mit Selbstkontrolle wie Memory, Domino, Knickdiktat, Würfeldiktat, Silbenpuzzle oder Wörter würfeln können gut in die Freiarbeit integriert werden.

  • Was ist bei Rechtschreibspielen besonders wichtig?

    Für mich ist das wichtigste Kriterium, dass der fachliche Inhalt nicht hinter dem Spiel verschwindet. Kinder sollten Wörter nicht nur möglichst schnell finden, sondern sie schreiben, kontrollieren, untersuchen oder ihre Rechtschreibentscheidung begründen.

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