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Quick Facts: Das kleine WIR
„Das kleine WIR“ eignet sich für Klasse 1/2, um Klassengemeinschaft, Freundschaft, Streit, Versöhnung und Zusammenhalt zu thematisieren.
Im Sachunterricht passt die Reihe zum Bereich Demokratie und Gesellschaft, weil Kinder sich mit Regeln, Formen und Merkmalen des Zusammenlebens in Schule auseinandersetzen. (Lehrplan NRW)
Eine passende UB-Stunde ist: „Wann wächst unser kleines WIR? – Wir finden gute Taten für unsere Klasse.“
Allgemeines
Das Bilderbuch „Das kleine WIR“ liebe ich wirklich sehr. Ich habe selbst kein Sachunterricht studiert, aber das Buch wurde uns im Referendariat ans Herz gelegt und ich finde es für den Anfangsunterricht einfach total wertvoll.
Mein persönliches Highlight ist ehrlich gesagt das große Plüschtier vom kleinen WIR. Ich finde, gerade bei so einem Thema macht es total viel aus, wenn Kinder nicht nur über Gemeinschaft sprechen, sondern eine Figur haben, die sie anschauen, anfassen und in den Klassenalltag mitnehmen können.
Die Reihe wurde sich von einer Followerin gewünscht. Deshalb habe ich recherchiert, eine Planung geschrieben und versucht, daraus eine kindgerechte, fachlich sinnvolle und wirklich praxistaugliche Reihe zu entwickeln. Denn das Thema Klassengemeinschaft ist gerade in Klasse 1/2 riesig.
Kinder kommen in eine neue Gruppe. Sie müssen lernen:
Wie gehen wir miteinander um?
Was tut mir gut?
Was tut anderen gut?
Wie fühlt es sich an, dazuzugehören?
Was passiert, wenn jemand ausgeschlossen wird?
Wie können wir Streit klären?
Was macht unsere Klasse stark?
Was kann ich selbst beitragen?
Das Bilderbuch macht diese Fragen wunderbar sichtbar. Das kleine WIR wächst, wenn Menschen freundlich, hilfsbereit, rücksichtsvoll und wertschätzend miteinander umgehen. Es wird kleiner oder verschwindet, wenn gestritten, ausgegrenzt oder verletzt wird. Für Kinder ist das eine starke Metapher.
Denn Klassengemeinschaft ist eigentlich unsichtbar. Man kann sie nicht einfach anfassen. Aber durch das kleine WIR wird sie greifbar. Für mich ist der wichtigste Gedanke: Das kleine WIR zeigt Kindern: Mein Verhalten wirkt nicht nur auf mich. Es wirkt auf unsere ganze Klasse.
Die Stiftung Lesen stellt „Das kleine WIR“ als Material zum sozialen Lernen vor und betont, dass Geschichten mit Identifikationspotenzial Reflexions- und Gesprächsanlässe bieten und Empathie sowie soziale Kompetenz stärken können. (Stiftung Lesen)

Reihenplanung
Thema der Reihe
Das kleine WIR – Wir stärken unsere Klassengemeinschaft.
Kindgerechte Themenformulierung
Unser kleines WIR soll wachsen – Wir finden heraus, was unserer Klasse guttut.
Kernanliegen der Reihe
Die Lernenden stärken ihre soziale und emotionale Kompetenz, indem sie das Bilderbuch „Das kleine WIR“ erschließen, Gefühle und Verhalten der Figuren beschreiben, eigenes Verhalten im Klassenleben reflektieren, stärkende und schwächende Handlungen für die Gemeinschaft unterscheiden und gemeinsame WIR-Regeln sowie WIR-Aktionen entwickeln, um ein wertschätzendes, hilfsbereites und verantwortungsvolles Miteinander in der Klasse aufzubauen. (Lehrplan NRW; Stiftung Lesen)
Aufbau der Reihe
| Thema der Einheit | Ziel/Kernanliegen der Einheit |
|---|---|
| 1. Wer ist das kleine WIR? – Wir lernen das Bilderbuch kennen. | Die Lernenden lernen die Figur des kleinen WIR kennen, indem sie das Bilderbuch betrachten, Vermutungen zur Figur äußern und erste Erfahrungen mit Gemeinschaft sammeln, um das WIR als Symbol für Zusammenhalt und Miteinander zu verstehen. |
| 2. Wann wächst unser WIR? – Wir sammeln WIR-stärkende Handlungen. | Die Lernenden erkennen gemeinschaftsstärkendes Verhalten, indem sie Situationen aus dem Buch und aus dem Alltag betrachten, freundliche und rücksichtsvolle Handlungen sammeln und als WIR-Sonne / WIR-Plakat darstellen, um zu verstehen, was einer Klassengemeinschaft guttut. |
| 3. Wann wird unser WIR kleiner? – Wir sprechen über Streit, Ausgrenzung und gemeine Worte. | Die Lernenden erkennen belastende Situationen für die Gemeinschaft, indem sie Streit-, Ausschluss- oder Ärgersituationen aus dem Bilderbuch und aus Bildkarten beschreiben, Gefühle der Beteiligten benennen und überlegen, wie das WIR dadurch kleiner wird, um die Wirkung verletzenden Verhaltens wahrzunehmen. |
| 4. Wie fühlt sich das an? – Wir üben Perspektivwechsel. | Die Lernenden erweitern ihre Empathiefähigkeit, indem sie sich in Figuren aus dem Buch hineinversetzen, Gefühle mithilfe von Gefühlskarten ausdrücken und Satzanfänge wie „Ich fühle mich …, weil …“ nutzen, um unterschiedliche Sichtweisen im Klassenleben wahrzunehmen. |
| 5. Was hilft dem kleinen WIR? – Wir finden Lösungen für Konflikte. | Die Lernenden entwickeln Handlungsstrategien für das Miteinander, indem sie zu kleinen Konfliktsituationen passende Lösungsideen sammeln, Rollenspiele erproben und WIR-Helfersätze formulieren, um bei Streit, Ausschluss oder Traurigkeit angemessen handeln zu können. |
| 6. Unsere WIR-Regeln – Wir vereinbaren, wie wir miteinander umgehen. | Die Lernenden gestalten gemeinsame Klassenregeln, indem sie aus den gesammelten WIR-stärkenden Handlungen zentrale Absprachen für die Klasse formulieren, bebildern und vereinbaren, um das Zusammenleben in der Klasse aktiv mitzugestalten. |
| 7. Unser WIR wächst – Wir planen eine WIR-Aktion für die Klasse. | Die Lernenden übernehmen Verantwortung für die Gemeinschaft, indem sie eine konkrete WIR-Aktion planen und durchführen, zum Beispiel Komplimentekreis, Helferauftrag, Mutmachkarte, Partneraufgabe oder WIR-Tagebuch, um Gemeinschaft im Alltag praktisch zu stärken. |
| 8. Unsere WIR-Galerie – Wir zeigen, was unser WIR stark macht. | Die Lernenden sichern ihren Lernzuwachs, indem sie ihre WIR-Regeln, WIR-Sätze, Bilder oder Tagebuchseiten präsentieren, Rückmeldungen geben und reflektieren, was sich für die Klassengemeinschaft verändert hat, um das Thema nachhaltig im Klassenleben zu verankern. |
Die Reihe ist besonders für Klasse 1/2 geeignet, weil die Kinder in der Schuleingangsphase erst lernen, sich als Klasse zu verstehen.

Vertiefung der einzelnen Einheiten
Einheit 1: Wer ist das kleine WIR?
In der ersten Einheit lernen die Kinder das Bilderbuch und die Figur des kleinen WIR kennen. Zusätzlich finde ich das Plüschtier für den Unterricht total schön, weil das WIR dann nicht nur eine Figur aus dem Buch bleibt, sondern als Klassensymbol im Raum sichtbar wird.
Einstiegsfragen:
Wer könnte das kleine WIR sein?
Wann fühlen wir uns als Klasse gut?
Wie fühlt es sich an, wenn man dazugehört?
Wann ist unsere Klasse stark?
Was könnte unser WIR größer machen?
Wichtig ist, dass die Kinder die Grundidee verstehen: Das kleine WIR steht für unser Miteinander. Es ist also kein normales Fantasiewesen, sondern ein Bild für Zusammenhalt, Freundschaft und Gemeinschaft.
Einheit 2: Wann wächst unser WIR?
Diese Einheit ist meine Empfehlung für einen Unterrichtsbesuch. Die Kinder überlegen, welche Handlungen das WIR stärken. Das ist positiv, konkret und für Klasse 1/2 gut zugänglich.
WIR-stärkende Handlungen:
helfen, teilen, zuhören
trösten, freundlich sprechen
jemanden mitspielen lassen
sich entschuldigen, warten
Rücksicht nehmen, Mut machen
gemeinsam aufräumen, Komplimente machen
Das Ziel ist, dass die Kinder verstehen: Unser WIR wächst nicht von allein. Wir können etwas dafür tun. Die Ergebnisse können auf einer WIR-Sonne, einem WIR-Plakat oder rund um das Plüschtier gesammelt werden.
Einheit 3: Wann wird unser WIR kleiner?
In dieser Einheit geht es um Streit, Ausgrenzung und verletzende Worte. Das ist wichtig, sollte aber behutsam passieren. Gerade mit Klasse 1/2 würde ich nicht zu stark personalisieren, sondern mit Bildkarten oder Buchsituationen arbeiten.
Situationen:
Ein Kind wird ausgelacht.
Zwei Kinder lassen ein Kind nicht mitspielen.
Jemand nimmt Material weg.
Jemand sagt ein gemeines Wort.
Ein Kind wird nicht gehört.
Zwei Kinder streiten und hören nicht zu.
Die Kinder überlegen: Wie fühlt sich das Kind? Was passiert mit unserem WIR?Was hätte anders laufen können? Hier wird deutlich: Das WIR wird nicht kleiner, weil Kinder „schlecht“ sind, sondern weil Verhalten verletzen kann. Und Verhalten kann man verändern.
Einheit 4: Wie fühlt sich das an?
In dieser Einheit steht Perspektivübernahme im Mittelpunkt. Die Kinder lernen, Gefühle zu benennen und sich in andere hineinzuversetzen. Das ist für Klassengemeinschaft unglaublich wichtig. Gefühlskarten: fröhlich, traurig, wütend, einsam, verletzt, mutig, stolz, ängstlich, erleichtert und getröstet.
Satzstarter können helfen:
„Ich fühle mich …, weil …“
„Das Kind fühlt sich …, weil …“
„Ich wünsche mir …“
„Mir hilft, wenn …“
„Ich kann helfen, indem …“
Diese Stunde kann gut mit Rollenspiel, Standbildern oder kleinen Szenenkarten verbunden werden.
Einheit 5: Was hilft dem kleinen WIR?
Jetzt geht es um Lösungen. Die Kinder überlegen nicht nur, was schwierig ist, sondern was helfen kann. Lösungsideen: Entschuldigung sagen, zuhören, Stopp sagen, Hilfe holen, nachfragen, teilen, abwechseln, gemeinsam eine Lösung suchen, jemanden trösten, Wiedergutmachung überlegen, freundlich neu starten.
Hier können WIR-Helfersätze entstehen:
„Möchtest du mitspielen?“
„Es tut mir leid.“
„Ich höre dir zu.“
„Wir können uns abwechseln.“
„Komm, wir finden eine Lösung.“
„Ich helfe dir.“
„Das war nicht nett. Lass uns neu anfangen.“
Diese Sätze können später im Klassenraum hängen bleiben.
Einheit 6: Unsere WIR-Regeln
Aus den bisherigen Stunden entstehen gemeinsame WIR-Regeln. Wichtig ist, dass die Regeln positiv formuliert werden.
Statt: Wir schlagen nicht.
Besser: Wir gehen freundlich miteinander um.
Statt: Wir schreien nicht.
Besser: Wir sprechen so, dass andere sich wohlfühlen.
WIR-Regeln:
Wir hören einander zu.
Wir helfen uns.
Wir sprechen freundlich.
Wir lassen niemanden allein.
Wir achten aufeinander.
Wir entschuldigen uns.
Wir suchen gemeinsam Lösungen.
Wir lassen andere mitspielen.
Einheit 7: Unser WIR wächst
In dieser Einheit wird eine konkrete WIR-Aktion geplant. Aktionen:
Komplimentekreis
Mutmachkarten
Helferwoche
WIR-Tagebuch
WIR-Briefkasten
Partneraufgaben
WIR-Armband
WIR-Sticker
Wochenziel: „Wir lassen niemanden allein.“
gemeinsames WIR-Plakat
Klassendienst „WIR-Wächter“
kleines WIR wandert durch die Klasse
Hier wird die Reihe nachhaltig, weil sie nicht beim Gespräch endet. Die Kinder setzen eine Handlung um.
Einheit 8: Unsere WIR-Galerie
Zum Schluss werden Ergebnisse gesammelt und reflektiert. Inhalte der Galerie:
WIR-Wachstumskarten
WIR-Regeln
Gefühlskarten
WIR-Helfersätze
Mutmachkarten
Bilder zum kleinen WIR
Fotos von WIR-Aktionen
WIR-Tagebuchseiten
Reflexionsfragen:
Was macht unsere Klasse stark?
Was kann ich für unser WIR tun?
Welche WIR-Regel ist mir wichtig?
Wann habe ich gemerkt, dass unser WIR gewachsen ist?
Was wollen wir weiter üben?
Eine schöne Abschlussidee: Das kleine WIR bekommt einen festen Platz im Klassenraum. So bleibt es als Symbol für Klassengemeinschaft präsent.

UB-Stunde
Thema der Stunde
Wann wächst unser kleines WIR? – Wir finden gute Taten für unsere Klasse.
Kindgerechte Forscherfrage
Was können wir tun, damit unser kleines WIR wächst?
Ziel der Stunde
Die Lernenden erkennen gemeinschaftsstärkendes Verhalten, indem sie Szenen aus dem Bilderbuch und aus dem Klassenalltag betrachten, WIR-stärkende Handlungen benennen, deren Wirkung auf die Klassengemeinschaft beschreiben und eine eigene WIR-Wachstumskarte gestalten, um Verantwortung für ein freundliches und hilfsbereites Miteinander in der Klasse anzubahnen. (Lehrplan NRW; Stiftung Lesen; Friedrich Verlag)
Warum diese Stunde gut passt
Diese Stunde passt für einen Unterrichtsbesuch, weil sie positiv, klar und handlungsorientiert ist. Die Kinder bleiben nicht nur beim Inhalt des Buchs stehen, sondern übertragen die Geschichte auf ihre eigene Klasse.
Der Lernzuwachs ist gut sichtbar: Vorher wissen die Kinder: Das kleine WIR wird groß, wenn man nett ist. Nachher können sie konkrete Handlungen benennen: helfen, teilen, trösten, mitspielen lassen, freundlich sprechen. Das ist für Klasse 1/2 sehr passend, weil die Kinder konkrete Beispiele brauchen.
Sie sollen nicht nur abstrakt über Gemeinschaft reden, sondern verstehen: Ich kann durch mein Verhalten unser WIR stärken. Außerdem entsteht ein sichtbares Produkt für den Klassenraum.
Verlauf der Stunde
| Phase | Inhalt | Sozialform / Methode | Ziel |
|---|---|---|---|
| Einstieg | Bildimpuls mit dem kleinen WIR oder dem Plüschtier. Kurze Erinnerung an die Geschichte. | Sitzkreis / Gespräch | Die Kinder aktivieren ihr Vorwissen zur Figur. |
| Hinführung | Forscherfrage: „Was können wir tun, damit unser WIR wächst?“ | Plenum | Die Kinder kennen den Schwerpunkt der Stunde. |
| Erarbeitung | Bildkarten mit Klassensituationen werden betrachtet, z.B. helfen, teilen, trösten, zuhören, ... | Plenum / Bildkarten | Die Kinder erkennen WIR-stärkende Handlungen. |
| Sortierung | Die Kinder ordnen Handlungen: „Das stärkt unser WIR“ / „Das schwächt unser WIR“. | Plenum / Sortiermatte | Die Kinder unterscheiden stärkendes und schwächendes Verhalten. |
| Sprachliche Sicherung | WIR-stärkende Wörter werden gesammelt: helfen, teilen, zuhören, trösten, entschuldigen, ... | Wortspeicher | Die Kinder erweitern ihren Wortschatz zum Miteinander. |
| Arbeitsphase | Kinder gestalten eine WIR-Wachstumskarte: „Unser WIR wächst, wenn …“ | Einzelarbeit / ggf. Partnerhilfe | Die Kinder übertragen die Erkenntnis auf eine eigene Handlung. |
| Sicherung | Die Karten werden zu einer WIR-Sonne gelegt. Einzelne Kinder stellen freiwillig vor. | Sitzkreis / Präsentation | Die Ergebnisse werden sichtbar gemacht und gewürdigt. |
| Verdichtung | Gemeinsamer Satz: „Wir können unser WIR jeden Tag größer machen.“ | Plenum | Der Lernzuwachs wird gesichert. |
| Abschluss | Die Klasse wählt eine WIR-Aktion für den Tag. | Abstimmung / Ritual | Die Kinder übertragen die Stunde in den Alltag. |

Anforderungsbereiche
AB I – Reproduzieren: Die Lernenden benennen einfache Handlungen aus dem Bilderbuch oder Klassenalltag, zum Beispiel helfen, teilen, trösten oder zuhören.
AB II – Zusammenhänge herstellen: Die Lernenden erklären, warum bestimmte Handlungen das kleine WIR stärken oder schwächen.
AB III – Verallgemeinern und Reflektieren: Die Lernenden übertragen die Idee des kleinen WIR auf den eigenen Klassenalltag und entwickeln eigene Handlungsideen für ein gutes Miteinander.
Einstiegsidee
Eine Einstiegsidee ist das kleine WIR als Plüschtier in der Mitte. Du setzt das kleine WIR in den Sitzkreis und fragst: Wie sieht unser kleines WIR heute aus? Groß und stark oder eher klein und müde? Die Kinder vermuten. Dann zeigst du zwei Bildkarten: Ein Kind wird getröstet. Ein Kind wird ausgeschlossen. Die Kinder überlegen: Bei welcher Situation wächst unser WIR? Bei welcher Situation wird es kleiner? So entsteht der Übergang zur Forscherfrage: Was können wir tun, damit unser kleines WIR wächst?

Differenzierung
Unterstützend
Bildkarten statt Schrift
mündliche Beiträge statt Schreibauftrag
Satzstarter:
- „Ich helfe …“
- „Ich teile …“
- „Ich höre zu …“
- „Ich tröste …“
- „Unser WIR wächst, wenn …“
Partnerkind als Formulierungshilfe
vorbereitete WIR-Karten zum Ausmalen
Auswahl aus Handlungskarten
Lehrkraft schreibt Kinderaussage auf
weniger Auswahlmöglichkeiten
Symbole für Handlungen nutzen
Erweiternd
Begründung ergänzen: „Das stärkt unser WIR, weil …“
eigene Klassensituation formulieren
Lösungsidee für eine schwierige Situation entwickeln
WIR-Regel schreiben
WIR-Aktion für die Woche planen
Partnerkind interviewen: „Was tut dir in unserer Klasse gut?“
kleine Rollenspielszene entwickeln
WIR-Tagebuch-Eintrag schreiben
Handlung und Wirkung verbinden: „Wenn ich …, dann fühlt sich …“
Die Differenzierung funktioniert gut über Sprache, Bildunterstützung und Reflexionstiefe. Einige Kinder malen eine WIR-Handlung, andere schreiben eine Regel oder begründen ihre Idee.

Ideen für Klasse 1 bis 4
| Klassenstufe | Mögliche Umsetzung |
|---|---|
| Klasse 1 | Das Bilderbuch stark erzählend einsetzen, mit Plüschtier, Bildkarten, Gefühlskarten und einfachen WIR-Sätzen arbeiten. |
| Klasse 2 | WIR-stärkende und WIR-schwächende Handlungen unterscheiden, WIR-Regeln entwickeln und eigene WIR-Aktionen planen. |
| Klasse 3 | Konfliktsituationen stärker reflektieren, Perspektivwechsel vertiefen und Klassenregeln gemeinsam begründen. |
| Klasse 4 | Klassengemeinschaft mit demokratischer Beteiligung, Klassenrat, Verantwortung und Konfliktlösestrategien verbinden. |
Die Reihe passt in Klasse 1/2, kann aber auch in höheren Klassen genutzt werden, wenn der Fokus stärker auf Konfliktlösung, Klassenrat und Verantwortung liegt.
Materialideen
| Material | Einsatzmöglichkeit |
|---|---|
| Bilderbuch „Das kleine WIR“ | gemeinsamer Einstieg und Erzählgrundlage |
| Plüschtier „Das kleine WIR“ | Symbol für Klassengemeinschaft |
| WIR-Sonne | Sammlung stärkender Handlungen |
| WIR-Wachstumskarten | individuelle Ideen der Kinder sichern |
| Gefühlskarten | Gefühle benennen und Perspektivwechsel unterstützen |
| Handlungskarten | WIR-stärkende Handlungen sammeln |
| Sortiermatte | „Unser WIR wächst“ / „Unser WIR wird kleiner“ |
| Satzstarterkarten | sprachliche Unterstützung |
| WIR-Regelplakat | gemeinsame Absprachen sichtbar machen |
| Komplimentekarten | positive Rückmeldungen üben |
| Mutmachkarten | WIR-Aktionen umsetzen |
| Rollenspielkarten | Konfliktlösungen erproben |
| Klassenbriefkasten | WIR-Momente sammeln |
| Reflexionssteine oder Muggelsteine | kurze Abschlussreflexion |
| WIR-Armband oder WIR-Sticker | Erinnerung an die WIR-Aktion |
| Exit-Ticket | Lernzuwachs am Stundenende sichern |
Amazon-Ideen:
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Eduki-Material ergänze ich an dieser Stelle, sobald ich es fertiggestellt habe.

Typische Schwierigkeiten
Beim kleinen WIR können Schwierigkeiten auftreten. Typische Stolperstellen sind:
Die Reihe bleibt beim Vorlesen stehen und wird nicht auf die Klasse übertragen.
Das kleine WIR wird nur als süße Figur behandelt, nicht als Symbol für Gemeinschaft.
Konflikte werden zu persönlich oder zu direkt besprochen.
Kinder fühlen sich bloßgestellt.
Regeln werden von der Lehrkraft vorgegeben, ohne dass Kinder sie mitentwickeln.
Es wird nur über Streit gesprochen, aber nicht über Lösungen.
Gefühle werden benannt, aber nicht mit Handlungen verbunden.
Die WIR-Regeln hängen später im Raum, werden aber nicht weiter genutzt.
Kinder sagen „nett sein“, wissen aber nicht konkret, was das bedeutet.
Die Stunde bleibt zu abstrakt für Klasse 1/2.
Es fehlt ein Ritual, das die Reihe in den Klassenalltag überführt.
Hilfreich ist deshalb: Das kleine WIR muss in den Alltag wandern. Also nicht nur lesen, malen und besprechen, sondern immer wieder fragen: Was braucht unser WIR heute?

Sachanalyse
Klassengemeinschaft beschreibt das soziale Miteinander einer Lerngruppe. Gerade in der Grundschule ist sie nicht einfach automatisch vorhanden, sondern entsteht durch gemeinsame Erfahrungen, Rituale und positive Handlungen.
Kinder in Klasse 1/2 lernen erst, wie Zusammenleben in Schule funktioniert. Sie müssen Bedürfnisse ausdrücken, Rücksicht nehmen, warten, teilen, zuhören, Konflikte klären und Verantwortung für die Gruppe übernehmen.
Das Bilderbuch „Das kleine WIR“ bietet dafür eine kindgerechte Metapher. Das WIR-Gefühl wird als Wesen dargestellt. Es wächst, wenn Menschen freundlich und verbunden miteinander umgehen. Es wird kleiner oder verschwindet, wenn Menschen streiten, ausgrenzen oder verletzende Worte benutzen.
Diese Figur macht ein unsichtbares soziales Phänomen sichtbar. Kinder können über das kleine WIR sprechen, ohne sofort einzelne Kinder aus der Klasse benennen zu müssen. Das schafft Distanz und schützt die persönliche Ebene.
Fachlich geht es um Gemeinschaft, Gefühle, Bedürfnisse, Regeln, Konflikte, Versöhnung, Empathie, Perspektivübernahme, Verantwortung, demokratisches Zusammenleben und Klassenkultur.
Im Sachunterricht wird das eigene soziale Umfeld zum Lerngegenstand. Die Kinder untersuchen ihre eigene Klasse als Gemeinschaft.
Didaktische Begründung
Das Thema ist für Klasse 1/2 geeignet, weil sich die Klassengemeinschaft in der Schuleingangsphase erst bildet. Kinder müssen lernen, sich als Teil einer Gruppe zu erleben und Verantwortung für das Miteinander zu übernehmen.
Das Bilderbuch bietet einen emotionalen und leicht verständlichen Zugang. Die Figur des kleinen WIR macht Gemeinschaft sichtbar und besprechbar.
Didaktisch wertvoll ist, dass die Reihe nicht nur Streit in den Blick nimmt. Der Fokus liegt stark auf WIR-stärkenden Handlungen. Kinder lernen also nicht nur, was sie vermeiden sollen, sondern was sie aktiv tun können.
Eine gute Klassengemeinschaft entsteht nicht nur dadurch, dass weniger gestritten wird. Sie entsteht dadurch, dass Kinder aktiv freundlich, hilfsbereit und aufmerksam miteinander umgehen.
Außerdem bietet die Reihe viele Zugänge: hören, sehen, sprechen, malen, spielen, sortieren, reflektieren und handeln.

Methodische Begründung
Methodisch eignet sich das Bilderbuch als gemeinsamer Einstieg. Es schafft eine emotionale Grundlage und gibt allen Kindern einen Bezugspunkt.
Das Plüschtier kann die Reihe besonders tragen. Es macht die Metapher sichtbar und kann im Alltag immer wieder aufgegriffen werden.
Bildkarten sind sehr hilfreich. Sie zeigen konkrete Situationen und entlasten sprachlich. Kinder erkennen: Hier hilft jemand. Hier wird jemand ausgeschlossen.
Sortieraufgaben unterstützen das Verstehen. Die Kinder unterscheiden: Das stärkt unser WIR. Das schwächt unser WIR.
Satzstarter helfen beim Formulieren. Gerade im Anfangsunterricht brauchen Kinder sprachliche Muster.
Rollenspiele eignen sich, um Handlungsstrategien zu üben. Dabei sollte aber auf Freiwilligkeit und Schutz geachtet werden. Kein Kind sollte eine reale Konfliktsituation der Klasse nachspielen müssen.
Die WIR-Sonne macht den Lernzuwachs sichtbar. Es kann später immer wieder genutzt werden: Was haben wir schon gesammelt? Welche WIR-Handlung brauchen wir heute? Welche WIR-Regel klappt schon gut? So wird die Reihe nicht nur ein kurzer Unterrichtsinhalt, sondern Teil der Klassenkultur.
Mein Fazit
Ich finde „Das kleine WIR“ wirklich wunderschön. Obwohl ich selbst kein Sachunterricht studiert habe, hat mich das Buch schon im Ref begleitet, weil es uns damals ans Herz gelegt wurde. Und ich verstehe total, warum.
Die Figur ist einfach stark. Sie macht sichtbar, was Kinder oft fühlen, aber noch nicht gut benennen können: Zusammenhalt, Zugehörigkeit, Streit, Versöhnung und Gemeinschaft.
Mein Highlight bleibt das große kleine-WIR-Plüschtier. Ich finde, es kann im Klassenraum wirklich zu einem Symbol werden. Nicht als Deko, sondern als Erinnerung: Unser Miteinander ist etwas, auf das wir achten können.
Eure Caro
Instagram – Alles für dein Referendariat.
FAQ
Für welche Klasse eignet sich „Das kleine WIR“?
Die Reihe eignet sich besonders gut für Klasse 1/2. Das Bilderbuch kann aber auch in höheren Klassen genutzt werden, wenn der Fokus stärker auf Konfliktlösung, Klassenrat oder demokratisches Miteinander gelegt wird.
Was ist eine gute UB-Stunde zu „Das kleine WIR“?
Eine gute UB-Stunde ist „Wann wächst unser kleines WIR?“. Die Kinder sammeln WIR-stärkende Handlungen und übertragen das Bilderbuch auf den eigenen Klassenalltag.
Passt „Das kleine WIR“ in den Sachunterricht?
Ja. Das Thema passt gut zum Bereich Demokratie und Gesellschaft, weil Kinder sich mit Zusammenleben, Regeln, Gemeinschaft, Verantwortung und Miteinander in der Klasse auseinandersetzen.
Was lernen Kinder mit „Das kleine WIR“?
Kinder lernen, dass ihr Verhalten Auswirkungen auf die Klassengemeinschaft hat. Sie erkennen, was Gemeinschaft stärkt oder schwächt, und entwickeln konkrete Handlungsmöglichkeiten.
Welche Materialien eignen sich für die Reihe?
Geeignet sind das Bilderbuch, Kamishibai, das kleine-WIR-Plüschtier, Bildkarten, Gefühlskarten, Handlungskarten, WIR-Wachstumskarten, ein WIR-Plakat, Satzstarter und ein WIR-Tagebuch.
Wie kann man das kleine WIR im Klassenraum verankern?
Das kleine WIR kann einen festen Platz im Klassenraum bekommen. Dazu passen WIR-Regeln, ein WIR-Plakat, ein WIR-Briefkasten, Komplimentekarten oder ein wöchentliches WIR-Ziel.
Wie kann man Streit mit dem kleinen WIR thematisieren?
Am besten über Bildkarten oder Buchsituationen, nicht über direkte Bloßstellung einzelner Kinder. Die Kinder überlegen: Was passiert mit dem WIR? Wie fühlen sich die Beteiligten? Was könnte helfen?
Was ist der Lernzuwachs in der WIR-Wachstumsstunde?
Die Kinder erkennen, dass das WIR durch konkrete Handlungen wächst. Sie benennen stärkendes Verhalten und entwickeln eigene Ideen für ein freundliches Miteinander.







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