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Quick Facts: Gottesvorstellungen
Das Thema Gottesvorstellungen und Gottesbilder passt im Reliunterricht zum Bereich „Die Frage nach Gott“. Kinder entwickeln eigene Fragen nach und an Gott und setzen sich mit verschiedenen Gottesbildern auseinander. (Lehrplan NRW Evangelisch; Lehrplan NRW Katholisch)
Für Klasse 2 eignet sich ein offener, behutsamer und symbolischer Zugang, weil Gottesvorstellungen sehr persönlich und unterschiedlich sein können.
Eine UB-Stunde ist: „Gott ist für mich wie … – Wir entdecken Symbole für Gott.“
Allgemeines
Das Thema Gottesvorstellungen finde ich total spannend, aber auch sensibel. Ich habe selbst kein Reli studiert, deshalb gehe ich an solche Reihen immer mit Vorsicht heran. Eine Followerin hat sich das Thema gewünscht, und ich habe daraufhin recherchiert und versucht, etwas kindgerechtes zu planen. Gerade bei Religion ist mir wichtig: Ich möchte Kindern keine fertigen Antworten überstülpen. Ich möchte eher Räume öffnen, in denen sie fragen, staunen, nachdenken und eigene Vorstellungen ausdrücken können.
Kinder bringen ganz unterschiedliche Bilder von Gott mit. Manche Kinder stellen sich Gott wie eine Person vor. Andere denken an Licht, Liebe, Schutz, Himmel, Kraft, Nähe, ein Herz, eine Hand oder einen Weg. Manche Kinder haben gar keine Vorstellung. Und andere sagen vielleicht: „Ich glaube nicht an Gott.“ All das muss respektvoll Platz haben.
Für mich ist der wichtigste Gedanke: In Religion geht es nicht darum, Kindern ein fertiges Bild vorzugeben. Es geht darum, ihre Fragen ernst zu nehmen und religiöse Sprache behutsam anzubahnen.
Gott lässt sich im christlichen Glauben nicht einfach vollständig abbilden oder erklären. Menschen sprechen deshalb oft in Bildern, Symbolen und Vergleichen von Gott. In der Bibel gibt es viele Gottesbilder: Gott ist wie ein Hirte, wie Licht, wie eine Burg, wie eine schützende Hand, wie ein Wegbegleiter. Diese Bilder sagen nicht: Gott sieht genau so aus. Sie helfen Menschen, Erfahrungen mit Gott auszudrücken.
Das RPI Loccum betont dazu, dass Kinder Gottesvorstellungen nicht einfach fertig besitzen, sondern dass diese Vorstellungen vielfältig, prozesshaft und veränderbar sind. (RPI Loccum)
Wenn du dich für Religionsunterricht interessierst, passt dazu meine Themensammlung für Unterrichtsbesuche in Religion, mein Unterrichtsentwurf zu Abraham und Sara, zu Jona und der Wal oder zur Schöpfungsgeschichte.

Reihenplanung
Thema der Reihe
Wer und wie bist du, Gott? – Wir entdecken Gottesbilder und Gottesvorstellungen.
Kindgerechte Themenformulierung
Gott ist für mich wie … – Wir fragen, staunen und malen Bilder von Gott.
Kernanliegen der Reihe
Die Lernenden setzen sich mit eigenen und fremden Gottesvorstellungen auseinander, indem sie Fragen nach und an Gott formulieren, Symbole und Bilder für Gott betrachten, eigene Vorstellungen gestalterisch ausdrücken, biblische Gottesbilder kennenlernen und respektvoll miteinander vergleichen, um zu erkennen, dass Menschen auf unterschiedliche Weise von Gott sprechen und Gott als Geheimnis nicht auf ein einziges Bild festgelegt werden kann. (Lehrplan NRW Evangelisch; Lehrplan NRW Katholisch; Lehrer-Online)
Aufbau der Reihe
| Thema der Einheit | Ziel/Kernanliegen der Einheit |
|---|---|
| 1. Was frage ich Gott? – Wir sammeln Fragen nach und an Gott. | Die Lernenden entwickeln eine Fragehaltung, indem sie eigene Fragen nach und an Gott sammeln, auf Fragekarten gestalten und im Gespräch wahrnehmen, dass Kinder unterschiedliche Gedanken und Erfahrungen mitbringen, um die Offenheit des Themas zu erleben. |
| 2. Gott ist für mich wie … – Wir finden Symbole und Vergleiche. | Die Lernenden nähern sich Gottesvorstellungen symbolisch, indem sie Gegenstände, Naturbilder oder Bildkarten betrachten und Sätze wie „Gott ist für mich wie Licht / eine Hand / ein Weg / ein Zuhause“ ergänzen, um metaphorisches Sprechen über Gott anzubahnen. |
| 3. Mein Gottesbild – Wir gestalten eigene Vorstellungen. | Die Lernenden stellen eigene Gottesvorstellungen dar, indem sie malen, collagieren oder mit Farben, Formen und Symbolen arbeiten und anschließend freiwillig etwas zu ihrer Gestaltung sagen, um eigene religiöse Vorstellungen behutsam auszudrücken. |
| 4. Viele Bilder von Gott – Wir betrachten und vergleichen Gottesbilder. | Die Lernenden nehmen die Vielfalt von Gottesvorstellungen wahr, indem sie Kinderbilder, Kunstbilder oder Symbolkarten betrachten, Gemeinsamkeiten und Unterschiede beschreiben und Gesprächsregeln nutzen, um respektvoll mit Vorstellungen umzugehen. |
| 5. Gott in der Bibel – Wir entdecken biblische Gottesbilder. | Die Lernenden lernen biblische Sprachbilder für Gott kennen, indem sie Psalmworte oder biblische Bilder wie Hirte, Licht, Burg, Schutz oder Wegbegleiter hören, gestalten und deuten, um eigene Vorstellungen mit biblischen Gottesbildern in Beziehung zu setzen. |
| 6. Unsere Gottesbilder-Galerie – Wir fragen, staunen und lassen Vielfalt stehen. | Die Lernenden sichern ihren Lernzuwachs, indem sie eine Galerie aus Fragen, Symbolen, eigenen Bildern und biblischen Gottesbildern gestalten und wertschätzend betrachten, um zu erkennen, dass Gott unterschiedlich gedacht, gesucht und beschrieben wird. |
Die Reihe ist bewusst offen angelegt. Sie soll nicht auf ein „richtiges“ Gottesbild hinauslaufen, sondern Kindern zeigen: Menschen sprechen auf unterschiedliche Weise von Gott.

Vertiefung der einzelnen Einheiten
Einheit 1: Was frage ich Gott?
In der ersten Einheit geht es um Fragen. Kinder haben direkte und gleichzeitig tiefe Fragen: Wo ist Gott? Wie sieht Gott aus? Kann Gott mich hören? Warum kann man Gott nicht sehen? Ist Gott überall? Hat Gott die Welt gemacht? Warum gibt es Leid? Kann Gott auch traurig sein? Warum glauben manche Menschen nicht an Gott?
Ich finde es wichtig, diese Fragen nicht sofort zu beantworten. Manchmal ist es wertvoller, sie erst einmal zu sammeln und sichtbar zu machen. Die Kinder erhalten Fragekarten und dürfen eine Frage nach oder an Gott aufschreiben, malen oder diktieren. Diese Karten werden in der Mitte gesammelt.
Wichtig ist die Haltung: Jede ehrliche Frage darf da sein. Gerade in Reli ist das für mich zentral. Kinder sollen merken: Religion bedeutet nicht nur Antworten lernen, sondern fragen dürfen.
Einheit 2: Gott ist für mich wie …
Diese Einheit eignet sich besonders gut für einen Unterrichtsbesuch. Der Zugang über Symbole schützt die persönliche Ebene. Die Kinder müssen nicht sagen: „So sieht Gott aus.“ Stattdessen überlegen sie: Welcher Gegenstand / welches Bild könnte etwas von Gott erzählen? Symbole: Licht, Hand, Herz, Weg, Haus, Schirm, Stern, Stein, Feder, Wasser, Baum.
Ein Licht kann für Hoffnung stehen.
Eine Hand kann Schutz bedeuten.
Ein Weg kann Begleitung zeigen.
Ein Stein kann Halt ausdrücken.
Ein Haus kann Geborgenheit zeigen.
Die Kinder lernen: Symbole sagen nicht alles. Aber sie können etwas ausdrücken. Das ist theologisch sehr passend, weil Gott nicht auf ein einziges Bild festgelegt wird.
Einheit 3: Mein Gottesbild
In dieser Einheit gestalten die Kinder eigene Vorstellungen. Wichtig ist hier: Es soll nicht heißen „Male Gott“ im Sinne von „So sieht Gott aus“. Besser wäre: Gestalte ein Bild, das zeigt, woran du denkst, wenn du an Gott denkst. Oder: Gestalte Farben, Formen oder Symbole, die für dich zu Gott passen. So bleibt die Aufgabe offen und nicht zu festlegend.
Zugänge: malen, collagieren, mit Farben arbeiten, Symbole auswählen, Bildkarten kombinieren, ein Gottesbild aus Formen gestalten, ein Symbolbild gestalten. Die Vorstellung kann freiwillig erklärt werden. Freiwilligkeit ist hier wirklich wichtig, weil Gottesvorstellungen sehr persönlich sein können.
Einheit 4: Viele Bilder von Gott
In dieser Einheit betrachten die Kinder verschiedene Gottesbilder. Das können sein: Kinderbilder, Symbolkarten, Naturbilder, Kunstbilder, biblische Bilder oder Wortkarten. Die Kinder vergleichen: Was ist ähnlich / unterschiedlich? Welche Bilder zeigen Schutz / Nähe / Kraft / Geheimnis? Welches Bild überrascht mich?
Dabei sollte eine wichtige Gesprächsregel gelten: Wir müssen nicht alle dasselbe denken. Gerade das macht die Reihe stark. Die Kinder erleben, dass Gottesvorstellungen unterschiedlich sein können und trotzdem respektvoll nebeneinander stehen dürfen.
Einheit 5: Gott in der Bibel
Jetzt werden biblische Gottesbilder eingebracht. In der Bibel finden sich viele Bilder und Sprachformen für Gott. Für Klasse 2 eignen sich besonders konkrete Bilder. Beispiele:
Gott ist wie ein Hirte.
Gott ist wie Licht.
Gott ist wie eine Burg.
Gott ist wie eine schützende Hand.
Gott begleitet wie ein Weg.
Gott ist wie ein Vater oder eine Mutter.
Gott ist wie ein Schutzraum.
Dabei ist wichtig zu erklären: Die Bibel sagt nicht: Gott ist genau ein Hirte oder genau eine Burg. Die Bilder helfen Menschen, von Gott zu erzählen. Die Kinder können ein biblisches Bild auswählen und gestalten. Fragen: Was sagt dieses Bild über Gott? Wann brauche ich Schutz? Wann brauche ich Licht? Wann brauche ich Begleitung? Welches Bild gefällt mir? Welches Bild verstehe ich noch nicht?
Einheit 6: Unsere Gottesbilder-Galerie
Zum Abschluss entsteht eine Galerie. Die Galerie kann enthalten: Fragen an Gott, eigene Symbolbilder, biblische Gottesbilder, Satzkarten, Kinderzeichnungen, Wortkarten, Gebetssätze oder Reflexionskarten. Reflexionsfragen:
Was habe ich über Gottesbilder gelernt?
Welches Symbol passt für mich zu Gott?
Welche Frage habe ich noch?
Was hat mich überrascht?
Warum gibt es verschiedene Bilder von Gott?
Eine mögliche Erkenntnis am Ende der Reihe: Menschen sprechen unterschiedlich von Gott. Kein Bild zeigt alles. Aber jedes Bild kann etwas erzählen.

UB-Stunde
Thema der Stunde
Gott ist für mich wie … – Wir entdecken Symbole für Gott.
Kindgerechte Forscherfrage
Welche Symbole können etwas von Gott erzählen?
Ziel der Stunde
Die Lernenden erschließen symbolische Gottesvorstellungen, indem sie Gegenstände und Bildkarten betrachten, mögliche Bedeutungen deuten, ein Symbol für eine eigene Gottesvorstellung auswählen oder gestalten und ihren Gedanken mithilfe eines Satzstarters ausdrücken, um zu verstehen, dass Menschen von Gott in Bildern, Symbolen und Vergleichen sprechen. (Lehrplan NRW Evangelisch; Lehrplan NRW Katholisch; Bildungsserver RLP)
Warum diese Stunde gut passt
Diese Stunde passt gut für einen Besuch, weil sie das Thema kindgerecht und theologisch vorsichtig öffnet. Die Kinder müssen nicht festlegen, wie Gott aussieht. Stattdessen arbeiten sie mit Symbolen. Das ist für Klasse 2 sehr passend, weil Symbole konkret und zugänglich sind. Ein Stein, eine Kerze oder ein Herz können Kinder anschauen, anfassen und deuten.
Gleichzeitig öffnet die Stunde religiöses Nachdenken. Der Lernzuwachs wird gut sichtbar: Vorher denken Kinder vielleicht: „Gott muss irgendwie aussehen.“ Nachher können sie verstehen: „Menschen nutzen Bilder und Symbole, um etwas von Gott zu erzählen.“
Die Stunde schützt außerdem persönliche Vorstellungen. Niemand muss etwas sagen, was ihm oder ihr unangenehm ist. Die Kinder dürfen auswählen, gestalten und freiwillig teilen.
Verlauf der Stunde
| Phase | Inhalt | Sozialform / Methode | Ziel |
|---|---|---|---|
| Einstieg | In der Mitte liegen Symbolgegenstände und Bildkarten: Kerze, Stein, Herz, Hand, Weg, Haus, Schirm, Stern. | Sitzkreis / stille Betrachtung | Die Kinder nehmen Symbole wahr und kommen in eine ruhige Fragehaltung. |
| Hinführung | Impulsfrage: „Welcher Gegenstand könnte etwas über Gott erzählen?“ | Plenum | Die Kinder aktivieren erste Deutungen. |
| Erarbeitung | Zwei bis drei Symbole gemeinsam deuten: Licht als Hoffnung, Hand als Schutz, Weg als Begleitung. | Gespräch / Symbolarbeit | Die Kinder verstehen, dass Symbole Bedeutungen tragen können. |
| Sprachliche Sicherung | Satzmuster eingeführen: „Gott ist für mich wie …, weil …“ / „Das Symbol passt zu Gott, weil …“ | Plenum / Satzstarter | Die Kinder erhalten sprachliche Unterstützung. |
| Gesprächsregel | Regeln sichern: Jede Vorstellung darf da sein. Wir lachen niemanden aus. Wir müssen nicht alle dasselbe denken. | Plenum | Die persönliche Ebene wird geschützt. |
| Arbeitsphase | Kinder wählen ein Symbol oder gestalten ein eigenes Symbolbild und ergänzen je nach Möglichkeit einen Satz. | Einzelarbeit / kreative Gestaltung | Die Kinder drücken eine eigene oder gewählte Gottesvorstellung aus. |
| Sicherung | Symbole werden im Symbolkreis gesammelt. Einzelne Kinder stellen vor. | Sitzkreis / Galerie | Die Vielfalt der Vorstellungen wird sichtbar. |
| Verdichtung | Gemeinsame Erkenntnis: „Menschen sprechen unterschiedlich von Gott. Symbole können etwas erzählen.“ | Plenum | Der Lernzuwachs wird gesichert. |
| Abschluss | Leiser Abschlussimpuls: „Gott bleibt ein Geheimnis. Unsere Bilder können etwas von Gott erzählen.“ | Ritual / Ausblick | Die Stunde wird ruhig abgeschlossen und in die Reihe eingeordnet. |
Die Stunde sollte sehr behutsam geführt werden. Gerade bei Gottesvorstellungen geht es nicht um richtig oder falsch, sondern um Wahrnehmen, Deuten und respektvolles Sprechen.

Anforderungsbereiche
AB I – Reproduzieren: Die Lernenden benennen ausgewählte Symbole wie Licht, Hand, Herz, Weg oder Stein und beschreiben, was sie sehen.
AB II – Zusammenhänge herstellen: Die Lernenden verbinden ein Symbol mit einer möglichen Gottesvorstellung, zum Beispiel Licht mit Hoffnung oder Hand mit Schutz.
AB III – Verallgemeinern und Reflektieren: Die Lernenden erklären, dass Symbole Gott nicht vollständig zeigen, aber etwas über Vorstellungen, Erfahrungen oder Fragen von Menschen ausdrücken können.
Einstiegsidee
Eine schöne Einstiegsidee ist eine stille Symbolmitte. Du legst ein Tuch in die Mitte und darauf verschiedene Gegenstände: Kerze, Feder, Herz, Hand, Schirm, Stern, kleines Haus, Bild von einem Weg, Pflanze. Die Kinder schauen zunächst still.
Dann fragst du: Welcher Gegenstand könnte etwas von Gott erzählen?
Wichtig ist, dass es nicht sofort eine richtige Antwort geben muss. Vielleicht sagt ein Kind: „Die Kerze, weil Gott hell macht.“ Ein anderes Kind sagt: „Der Stein, weil Gott stark ist.“ Und ein anderes vielleicht: „Ich weiß nicht, ob etwas passt.“ Auch das ist in Ordnung.

Differenzierung
Unterstützend
konkrete Gegenstände statt abstrakter Bilder
begrenzte Symbolauswahl
Satzstarter:
- „Gott ist für mich wie …“
- „Das passt, weil …“
- „Ich denke an …“
mündliche Erklärung statt Schreiben
Partnerkind formuliert mit
Lehrkraft schreibt Kinderaussage auf
Symbole nur auswählen und legen
Bild statt Text
fertige Symbolkarten anbieten
Emotions- oder Wortkarten als Hilfe nutzen
Erweiternd
eigene Symbole erfinden
Symbol mit eigener Erfahrung verbinden
mehrere Symbole vergleichen
erklären, warum ein Symbol Gott nur teilweise beschreibt
biblisches Bild zuordnen, zum Beispiel Licht, Hirte, Burg
eigenen Gebetssatz formulieren
Frage an Gott ergänzen
kurze Reflexion: „Mein Bild von Gott hat sich verändert, weil …“
„Mein Bild von Gott hat sich verändert, weil …“
Unterschied zwischen Bild, Symbol und Wirklichkeit beschreiben
Die Differenzierung funktioniert besonders gut über Ausdrucksform und Tiefe der Begründung. Kinder können legen, malen, sprechen, diktieren oder schreiben.

Ideen für Klasse 1 bis 4
| Klassenstufe | Mögliche Umsetzung |
|---|---|
| Klasse 1 | Stark über Gegenstände, Bilder, Farben und einfache Satzmuster arbeiten. Keine langen Reflexionen, eher staunen und benennen. |
| Klasse 2 | Symbole deuten, eigene Gottesbilder gestalten und einfache Begründungen formulieren. |
| Klasse 3 | Gottesbilder vergleichen, biblische Sprachbilder einbeziehen und eigene Fragen stärker reflektieren. |
| Klasse 4 | Gottesbilder, Zweifel, Nichtglauben, biblische Metaphern und die Frage „Warum gibt es verschiedene Gottesbilder?“ vertiefen. |
Die Reihe passt besonders gut in Klasse 2, weil Kinder in diesem Alter konkrete Symbole gut deuten können und gleichzeitig viele eigene Fragen mitbringen.
Materialideen
| Material | Einsatzmöglichkeit |
|---|---|
| Tuch für die Mitte | ruhiger Einstieg und Symbolkreis |
| Symbole: Stein, Feder, Herz, Hand, Schirm, Weg-Bild, haus, Stern, Kerze, Wasser, Pflanze, Hirtenstab, Muschel | Symbole für Licht, Hoffnung, Nähe, Stärke, Schutz, ... |
| Papier in Kreis-, Stern- oder Kartenform | Gestaltung eigener Symbolbilder |
| Buntstifte, Wachsmalstifte, Wasserfarben | kreative Umsetzung |
| Collagematerial | Symbolbilder gestalten |
| Goldpapier oder Transparentpapier | besondere Wirkung erzielen |
| Satzstarterkarten | religiöse Sprache unterstützen |
| Fragekarten | Fragen nach und an Gott sammeln |
| biblische Bildwortkarten | Gottesbilder der Bibel kennenlernen |
| Galerie-Karten | Abschlussgalerie strukturieren |
| Reflexionskarte | Lernzuwachs sichern |
Eduki-Material ergänze ich an dieser Stelle nachträglich, sobald ich es fertiggestellt habe.

Typische Schwierigkeiten
Beim Thema Gottesvorstellungen können Schwierigkeiten auftreten. Stolperstellen sind:
Kinder denken, es gebe nur ein richtiges Gottesbild.
Die Aufgabe „Male Gott“ wird zu festlegend gestellt.
Kinder fühlen sich gedrängt, persönliche Vorstellungen zu teilen.
Nichtglauben oder Zweifel werden nicht ernst genommen.
Gottesbilder werden bewertet oder belächelt.
Der Unterricht bleibt zu abstrakt.
Symbole werden nicht gedeutet, sondern nur benannt.
Biblische Bilder werden wörtlich verstanden.
Die Lehrkraft gibt zu schnell fertige Antworten.
Kinder vergleichen ihre Bilder nach schön oder falsch.
Die Gesprächsregeln sind nicht klar genug.
Die Stunde wird zu stark auf ein bestimmtes Gottesbild gelenkt.
Hilfreich ist deshalb: offen fragen, konkrete Symbole nutzen, Freiwilligkeit sichern und Vielfalt stehen lassen. Ein Satz, der die Reihe gut tragen kann: Gott bleibt ein Geheimnis. Unsere Bilder können etwas von Gott erzählen, aber sie zeigen nie alles.
Sachanalyse
Gottesvorstellungen sind individuelle Gedanken, Bilder und Deutungen von Gott. Kinder entwickeln solche Vorstellungen aus Familie, Religion, Geschichten, Bildern, Gebeten, Erlebnissen und eigenen Fragen.
Gottesbilder sind Ausdrucksformen dieser Vorstellungen. Sie können sprachlich, bildlich, symbolisch oder metaphorisch sein.
Im christlichen Glauben wird Gott nicht auf ein einziges Bild festgelegt. Die Bibel spricht vielfältig von Gott. Die Bilder sind keine Beschreibungen. Sie drücken Erfahrungen und Deutungen aus. Wenn Menschen sagen „Gott ist wie Licht“, meinen sie nicht, dass Gott eine Lampe ist. Sie drücken aus: Gott kann hell machen, Hoffnung geben, Orientierung schenken oder Dunkelheit durchbrechen.
Für Kinder ist symbolisches Sprechen besonders wichtig, weil abstrakte Gottesbegriffe schwer zugänglich sind. Konkrete Gegenstände wie Licht, Hand, Herz oder Weg helfen, über Unsichtbares zu sprechen.
Gleichzeitig muss im Unterricht deutlich bleiben: Kein Symbol erklärt Gott vollständig. Jedes Symbol zeigt nur einen Ausschnitt.

Didaktische Begründung
Das Thema ist didaktisch wertvoll, weil es an die Fragen der Kinder anknüpft. Gerade Grundschulkinder stellen oft große Fragen: Wo ist Gott? Kann man Gott sehen? Hört Gott mich? Warum glauben Menschen Unterschiedliches? Die Reihe nimmt diese Fragen ernst und schafft einen geschützten Raum für religiöses Nachdenken.
Für Klasse 2 eignet sich ein symbolischer Zugang besonders gut. Kinder können Gegenstände betrachten, Bedeutungen vermuten, Symbole auswählen und eigene Gedanken ausdrücken. So wird ein abstraktes Thema konkret.
Die Reihe vermeidet eine vorschnelle Festlegung Gottes. Das ist theologisch wichtig, weil Gott im christlichen Glauben nicht vollständig darstellbar ist. Bilder und Symbole sind Annäherungen.
Didaktisch bedeutsam ist außerdem die Vielfalt. Kinder lernen, dass verschiedene Menschen unterschiedliche Vorstellungen von Gott haben können. Sie üben, diese Unterschiede wahrzunehmen, zu respektieren und darüber zu sprechen.

Methodische Begründung
Methodisch eignet sich eine gestaltete Mitte mit Symbolgegenständen besonders gut. Sie schafft Ruhe und Aufmerksamkeit.
Die Gegenstände bieten einen konkreten Zugang zu einer abstrakten Frage. Kinder können mit dem beginnen, was sie sehen: Stein, Licht, Herz, Hand, Weg.
Die stille Betrachtung schützt persönliche Gedanken. Nicht jedes Kind muss sprechen.
Satzstarter unterstützen religiöse Sprachbildung. Viele Kinder haben Gedanken, aber brauchen sprachliche Hilfen: „Gott ist für mich wie …“ „Das Symbol passt, weil …“ „Wenn ich an Gott denke, denke ich an …“
Freiwilligkeit ist methodisch wichtig. Gottesvorstellungen sind persönlich. Kinder sollten nicht gezwungen werden, ihr Bild oder ihren Satz vorzulesen.
Kreatives Gestalten ermöglicht Ausdruck jenseits von Sprache. Manche Kinder können leichter malen oder ein Symbol auswählen, als abstrakt zu erklären.
Der Symbolkreis in der Sicherung macht Vielfalt sichtbar. Die Kinder sehen: Es gibt viele Bilder, und jedes kann etwas anderes ausdrücken.
Gesprächsregeln sichern die Atmosphäre: Wir lachen niemanden aus. Jede Vorstellung darf da sein. Wir müssen nicht alle dasselbe denken. Wir sprechen wertschätzend. Niemand muss etwas Persönliches teilen.
Mein Fazit
Ich finde das Thema Gottesvorstellungen anspruchsvoll, aber sehr wertvoll. Ich bin bei solchen Themen immer vorsichtig. Gleichzeitig finde ich es schön, dass sich eine Followerin genau dieses Thema gewünscht hat, weil es im Religionsunterricht so grundlegend ist.
Die Reihe zeigt: Kinder dürfen fragen. Sie dürfen eigene Vorstellungen haben. Sie dürfen unsicher sein. Und sie dürfen erleben, dass Menschen auf unterschiedliche Weise von Gott sprechen.
Mein wichtigster Gedanke zur Reihe ist: Gott passt nicht in ein einziges Bild. Aber Bilder und Symbole können helfen, von Gott zu erzählen.
Eure Caro
Instagram – Alles für dein Referendariat.
FAQ
Für welche Klasse eignet sich das Thema Gottesvorstellungen?
Das Thema eignet sich besonders gut für Klasse 2, kann aber auch in Klasse 1 stark vereinfacht oder in Klasse 3/4 vertieft umgesetzt werden.
Was ist eine gute UB-Stunde zum Thema Gottesvorstellungen?
Eine UB-Stunde ist „Gott ist für mich wie … – Wir entdecken Symbole für Gott“. Die Kinder deuten Gegenstände und Symbole und lernen, dass Menschen unterschiedlich von Gott sprechen.
Sollten Kinder Gott malen?
Vorsichtig. Besser ist eine offene Formulierung wie: „Gestalte ein Bild, das zeigt, woran du denkst, wenn du an Gott denkst.“ So wird Gott nicht auf ein Aussehen festgelegt.
Welche Symbole eignen sich für Gottesvorstellungen?
Geeignet sind Licht, Hand, Herz, Weg, Stein, Schirm, Haus, Stern, Wasser, Pflanze oder Burg. Wichtig ist, dass die Symbole gemeinsam gedeutet werden.
Wie kann man mit unterschiedlichen Gottesbildern umgehen?
Durch klare Gesprächsregeln: Jede Vorstellung darf da sein. Wir lachen niemanden aus. Wir müssen nicht alle dasselbe denken. Auch Zweifel oder Nichtglauben sollten respektiert werden.
Welche biblischen Gottesbilder kann man in der Grundschule nutzen?
Gut geeignet sind Gott als Hirte, Licht, Burg, Schutz, Wegbegleiter, Schöpfer oder Liebe. Wichtig ist, diese Bilder als Sprachbilder zu erklären.
Was ist der Lernzuwachs bei einer Reihe zu Gottesbildern?
Kinder erkennen, dass Menschen von Gott in Bildern, Symbolen und Vergleichen sprechen. Sie lernen, eigene Vorstellungen auszudrücken und andere respektvoll wahrzunehmen.
Wie differenziert man die Symbol-Stunde?
Unterstützend helfen konkrete Gegenstände, Satzstarter und mündliche Formulierungen. Erweiternd können Kinder eigene Symbole erfinden, mehrere Symbole vergleichen oder biblische Gottesbilder einbeziehen.







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