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Quick Facts: Kandinsky Jahreszeitenbaum
Der Jahreszeitenbaum nach Kandinsky verbindet Künstlerbezug, Farbenlehre, Kreisformen, Collage/Malerei und das Motiv der vier Jahreszeiten.
Im Kunstunterricht der Grundschule passt die Reihe besonders zu Bilder betrachten und verstehen sowie Bilder herstellen und gestalten. (Lehrplan NRW)
Eine passende UB-Stunde ist: „Welche Farben passen zu welcher Jahreszeit? – Wir gestalten Kandinsky-Kreise für unseren Jahreszeitenbaum.“
Allgemeines
Kandinsky ist ein richtig schönes Thema für den Kunstunterricht. Ich habe Kunst studiert und bin wirklich ein Fan von Kandinsky, auch wenn ich diese Reihe selbst nicht unterrichtet habe.
Die Idee zum Jahreszeitenbaum nach Kandinsky wurde sich von einer Followerin auf Instagram gewünscht. Deshalb habe ich recherchiert, meine kunstfachliche Brille aufgesetzt und versucht, daraus eine kindgerechte, kreative und fachlich sinnvolle Reihe zu planen.
Was ich an dem Thema schön finde: Es verbindet ganz viele Dinge, die im Kunstunterricht gut funktionieren. Die Kinder arbeiten mit: Farben, Formen, Kreisen, Jahreszeiten, Komposition, Collage oder Malerei, Künstlerbezug, Bildbetrachtung und eigener Gestaltung.
Gleichzeitig entsteht ein richtig schönes Produkt. Eine Freundin von mir hat dazu mal einen tollen Baum für die Klassenraumwand gestaltet. Das fand ich richtig gut, weil der Baum und die konzentrischen Kreise als gemeinschaftliches Kunstwerk funktionieren.
Die Kinder setzen sich mit Kandinskys konzentrischen Kreisen auseinander und übertragen die Kreisidee auf einen Baum. Die Kreise können dann Blätter, Blüten, Früchte oder einfach jahreszeitliche Farbfelder darstellen.
Wenn du dich allgemein für Kund und Besuche interessierst, passen dazu meine Themensammlung für Kunst Klasse 1 bis 4, der Unterrichtsentwurf Farben mischen oder meine Lehrprobenstunde Kunst: Gefühlsfische.

Reihenplanung
Thema der Reihe
Jahreszeitenbaum nach Kandinsky – Wir gestalten mit konzentrischen Kreisen.
Kindgerechte Themenformulierung
Vier Jahreszeiten in einem Baum – Wir malen Kreise wie Kandinsky.
Kernanliegen der Reihe
Die Lernenden erweitern ihre Wahrnehmungs- und Gestaltungskompetenz, indem sie Kandinskys konzentrische Kreise betrachten, Farbwirkungen und Kreisformen erproben, Jahreszeitenfarben sammeln, Kreise malen oder schneiden und diese zu einem Jahreszeitenbaum anordnen, um mit Farbe, Form und Komposition eine eigene jahreszeitliche Bildidee auszudrücken. (Lehrplan NRW; Wassily Kandinsky; Friedrich Verlag)
Aufbau der Reihe
| Thema der Einheit | Ziel/Kernanliegen der Einheit |
|---|---|
| 1. Wer war Wassily Kandinsky? – Wir entdecken Kreise, Farben und Formen. | Die Lernenden lernen Wassily Kandinsky und seine konzentrischen Kreise kennen, indem sie ausgewählte Bildbeispiele betrachten, Farben, Formen und Anordnungen beschreiben und erste Vermutungen zur Wirkung äußern, um einen künstlerischen Impuls für die eigene Gestaltung zu erhalten. |
| 2. Kreise im Kreis – Wir erproben konzentrische Kreise. | Die Lernenden untersuchen die Kreisform, indem sie Kreise mit gemeinsamem Mittelpunkt malen, zeichnen oder aus Papier schneiden und unterschiedliche Größen kombinieren, um das Prinzip konzentrischer Kreise gestalterisch zu verstehen. |
| 3. Welche Farben passen zu welcher Jahreszeit? – Wir sammeln Farbklänge. | Die Lernenden entwickeln ein Bewusstsein für Farbwirkung, indem sie Farben den Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter zuordnen und warme, kalte, helle, dunkle und kontrastreiche Farbkombinationen erproben, um Stimmungen bildnerisch ausdrücken zu können. |
| 4. Kandinsky-Blätter – Wir gestalten Kreisformen für einen Baum. | Die Lernenden gestalten einzelne Kreisblätter nach Kandinsky-Art, indem sie konzentrische Kreise passend zu einer Jahreszeit malen oder als Collage zusammensetzen, um Farb- und Formwirkungen für das spätere Gesamtbild zu erproben. |
| 5. Unser Baum entsteht – Wir ordnen Kreise zu einer Baumkrone. | Die Lernenden entwickeln eine eigene Komposition, indem sie Stamm, Äste und Kreisblätter auf einem Bildträger anordnen, verschieben und vergleichen, bevor sie diese befestigen oder ausmalen, um die Wirkung von Platzierung, Ballung, Streuung und Jahreszeitenbereichen zu untersuchen. |
| 6. Vier Jahreszeiten in einem Baum – Wir gestalten unser Hauptbild. | Die Lernenden realisieren ihr eigenes Jahreszeitenbaum-Bild, indem sie den Baum in vier Jahreszeitenbereiche gliedern, passende Kandinsky-Kreise gestalten und diese farblich sowie kompositorisch bewusst anordnen, um eine individuelle Bildidee zum Jahreskreis umzusetzen. |
| 7. Künstler-Galerie – Wir betrachten und beschreiben unsere Jahreszeitenbäume. | Die Lernenden reflektieren eigene und fremde Gestaltungen, indem sie in einem Galeriegang Farbwahl, Kreisformen, Jahreszeitenwirkung und Bildaufbau beschreiben und wertschätzende Rückmeldungen geben, um gestalterische Entscheidungen bewusst wahrzunehmen. |
Die Reihe führt vom Betrachten über das Erproben hin zum eigenen Hauptbild. So entsteht der Jahreszeitenbaum nicht als Bastelprodukt, sondern als bewusst gestaltetes Kunstwerk.

Vertiefung der einzelnen Einheiten
Einheit 1: Wer war Wassily Kandinsky?
In der ersten Einheit lernen die Kinder Kandinsky kennen. Dabei muss es gar nicht um eine lange Künstlerbiografie gehen. Für die Grundschule reicht ein kurzer, kindgerechter Zugang.
Wichtig ist :
Kandinsky war ein Künstler.
Er hat nicht immer Dinge realistisch gemalt.
Er arbeitete viel mit Farben, Formen und Linien.
Seine Bilder können Gefühle und Stimmungen ausdrücken.
Besonders bekannt sind seine konzentrischen Kreise.
Die Kinder betrachten ein Bildbeispiel mit Kreisen und beschreiben:
Welche Formen siehst du?
Welche Farben fallen dir auf?
Welche Kreise wirken ruhig?
Welche Kreise wirken laut oder lebendig?
Welche Farben passen gut zusammen?
Welche Farben wirken gegensätzlich?
So entsteht ein erster künstlerischer Impuls.
Einheit 2: Kreise im Kreis
In dieser Einheit wird das Prinzip der konzentrischen Kreise erprobt. Konzentrische Kreise sind Kreise mit demselben Mittelpunkt. Für Kinder: Die Kreise liegen wie Ringe ineinander.
Die Kinder können verschiedene Varianten ausprobieren:
Kreise mit Schablonen zeichnen
Kreise frei malen
Kreise aus Papier schneiden
Kreise übereinander kleben
Kreise mit Ölkreide gestalten
Kreise mit Wasserfarbe malen
Kreise mit Mustern ergänzen
Wichtig ist, dass die Kinder merken: Schon eine einfache Kreisform kann ganz unterschiedlich wirken. Ein Kreis mit Gelb, Orange und Rot wirkt anders als ein Kreis mit Blau, Grau und Weiß.
Einheit 3: Welche Farben passen zu welcher Jahreszeit?
Diese Einheit eignet sich besonders gut für einen Unterrichtsbesuch. Hier geht es nicht nur darum, schöne Kreise zu malen. Die Kinder treffen eine bewusste Farbentscheidung.
Sie überlegen:
Welche Farben passen zum Frühling?
Welche Farben erinnern an Sommer?
Welche Farben wirken herbstlich?
Welche Farben fühlen sich winterlich an?
Farbzuordnungen:
Frühling: hellgrün, rosa, gelb, zartes Blau
Sommer: kräftiges Gelb, Rot, Orange, sattes Grün
Herbst: Braun, Orange, Rot, Gold, Dunkelgrün
Winter: Blau, Weiß, Grau, Silber, Violett
Natürlich sind die Zuordnungen nicht fest. Gerade im Kunstunterricht darf es individuelle Entscheidungen geben. Ein Kind kann den Winter auch dunkelviolett oder den Sommer türkis darstellen, wenn es die Wirkung begründen kann. Das ist für mich kunstfachlich wertvoll: Nicht die „richtige“ Farbe zählt, sondern die bewusste Entscheidung und ihre Wirkung.

Einheit 4: Kandinsky-Blätter
Jetzt gestalten die Kinder einzelne Kreisformen, die später als Blätter des Baumes genutzt werden. Diese Kreise können passend zu einer Jahreszeit gestaltet werden.
Beispiel:
Frühlingskreis: Grün, Rosa, Gelb
Sommerkreis: Gelb, Orange, Rot
Herbstkreis: Orange, Braun, Dunkelrot
Winterkreis: Blau, Weiß, Grau
Die Kinder können malen oder collagieren. Collage ist besonders schön, weil die Ringe dann wirklich sichtbar geschichtet werden.
Arbeitsaufträge:
Gestalte drei Kreise für den Frühling.
Gestalte einen Kreis, der warm wirkt.
Gestalte einen Kreis, der kalt wirkt.
Gestalte einen Kreis, der zum Herbst passt.
Gestalte einen Kreis, der wie ein Winterblatt wirkt.
Einheit 5: Unser Baum entsteht
In dieser Einheit geht es um Komposition. Das finde ich wichtig, weil Kinder häufig direkt kleben wollen. Aber im Kunstunterricht lohnt es sich, vorher zu legen, zu verschieben und zu vergleichen.
Die Kinder überlegen:
Wo steht der Stamm?
Wie groß wird die Baumkrone?
Wo ist Frühling?
Wo ist Sommer?
Wo ist Herbst?
Wo ist Winter?
Werden die Kreise dicht gelegt?
Gibt es freie Stellen?
Sind die Kreise gleichmäßig verteilt?
Überschneiden sich Kreise?
Welche Wirkung entsteht?
Hier kann der Baum entweder als Einzelarbeit oder Gemeinschaftsarbeit entstehen. Für eine Klassenraumwand wäre ein großer Gemeinschaftsbaum wunderschön. Jedes Kind gestaltet mehrere Kreise, und gemeinsam entsteht ein Baum, der die vier Jahreszeiten zeigt.
Einheit 6: Vier Jahreszeiten in einem Baum
In dieser Einheit wird das Hauptbild fertiggestellt. Die Kinder gestalten: Stamm, Äste, Baumkrone, Kreise, Hintergrund, Jahreszeitenbereiche.
Der Baum kann in vier Bereiche gegliedert werden:
Frühling oben links
Sommer oben rechts
Herbst unten rechts
Winter unten links
Oder freier:
Jahreszeiten gehen ineinander über.
Der Baum zeigt einen Jahreskreis.
Die Farben verlaufen von warm zu kalt.
Jede Seite des Baumes steht für eine andere Stimmung.
Wichtig ist, dass die Kinder ihre gestalterische Entscheidung erklären können.
Einheit 7: Künstler-Galerie
Zum Abschluss werden die Ergebnisse betrachtet. Ein Galeriegang eignet sich hier sehr gut. Die Kinder gehen durch den Raum, betrachten die Jahreszeitenbäume und achten auf bestimmte Kriterien.
Beobachtungsaufträge:
Welche Jahreszeit erkennst du sofort?
Welche Farben wirken besonders passend?
Wo sieht man Kandinsky-Kreise?
Welche Kreise wirken besonders lebendig?
Wie wurde der Baum aufgebaut?
Welche Gestaltungsidee gefällt dir?
Wichtig ist eine wertschätzende Rückmeldung.
Mögliche Satzstarter:
„Ich erkenne den Frühling, weil …“
„Besonders auffällig finde ich …“
„Die Farben wirken …“
„Mich erinnert das Bild an …“
„Eine starke Idee ist …“

UB-Stunde
Thema der Stunde
Welche Farben passen zu welcher Jahreszeit? – Wir gestalten Kandinsky-Kreise für unseren Jahreszeitenbaum.
Kindgerechte Forscherfrage
Wie können Farben eine Jahreszeit zeigen?
Ziel der Stunde
Die Lernenden gestalten konzentrische Kreise mit jahreszeitlicher Farbwirkung, indem sie Kandinskys Kreisformen betrachten, Farben den Jahreszeiten zuordnen, passende Farbkombinationen auswählen und eigene Kreisblätter malen oder collagieren, um Farbe als Ausdrucksmittel für Stimmung und Jahreszeit bewusst einzusetzen. (Lehrplan NRW; Wassily Kandinsky; RAABE)
Warum diese Stunde gut passt
Diese Stunde passt besonders gut für einen Besuch, weil sie kunstfachlich klar ist. Die Kinder basteln nicht einfach einen schönen Baum. Sie untersuchen und erproben, wie Farben wirken. Der Lernzuwachs wird sichtbar: Vorher beschreiben die Kinder Farben vielleicht nur als schön oder bunt. Nachher können sie sagen: Diese Farben wirken warm, kalt, frühlingshaft, herbstlich, leuchtend oder ruhig.
Die Stunde verbindet Bildbetrachtung und eigene Gestaltung. Die Kinder schauen erst auf Kandinskys Kreise, erkennen das Prinzip und übertragen es auf die Jahreszeiten. Außerdem ist die Stunde gut differenzierbar. Manche Kinder arbeiten mit Schablonen und Farbkarten. Andere entscheiden freier, nutzen Kontraste, Muster oder ungewöhnliche Farbklänge.
Verlauf der Stunde
| Phase | Inhalt | Sozialform / Methode | Ziel |
|---|---|---|---|
| Einstieg | Bildimpuls mit Kandinskys konzentrischen Kreisen. Die Kinder beschreiben Farben, Formen und Wirkung. | Plenum / Bildbetrachtung | Die Kinder nehmen den künstlerischen Impuls wahr. |
| Hinführung | Stundenfrage: „Wie können Farben eine Jahreszeit zeigen?“ | Plenum | Der Fokus wird auf Farbwirkung gelenkt. |
| Erarbeitung | Jahreszeitenfarben werden gesammelt: Frühling, Sommer, Herbst, Winter. | Gespräch / Farbkarten | Die Kinder ordnen Farben bewusst Jahreszeiten zu. |
| Fachliche Klärung | Begriff „konzentrische Kreise“ wird kindgerecht geklärt: Kreise liegen wie Ringe ineinander. | Kurzimpuls | Die Kinder verstehen das Gestaltungsprinzip. |
| Kriterien | Gestaltungskriterien werden gesammelt: mehrere Ringe, bewusste Farbauswahl, passende Jahreszeitenwirkung. | Plenum / Kriterienkarte | Die Kinder kennen die Anforderungen. |
| Arbeitsphase | Kinder wählen eine Jahreszeit oder erhalten eine Jahreszeit und gestalten mehrere Kreisblätter. | Einzelarbeit / ggf. Partnerblick | Die Kinder setzen Farbe und Kreisform gestalterisch um. |
| Zwischenreflexion | Partnerblick: „Welche Jahreszeit erkennst du? Woran?“ | Partnerarbeit | Die Kinder überprüfen die Wirkung ihrer Farbauswahl. |
| Sicherung | Ausgewählte Kreise werden betrachtet und begründet. | Museumsmoment / Gespräch | Die Kinder verbalisieren Farbwirkung und Jahreszeitenbezug. |
| Verdichtung | Gemeinsame Erkenntnis: „Farben können Jahreszeiten und Stimmungen zeigen.“ | Plenum | Der Lernzuwachs wird gesichert. |
| Abschluss | Ausblick: Aus den Kandinsky-Kreisen entsteht ein Jahreszeitenbaum. | Plenum | Die Stunde wird in die Reihe eingeordnet. |
Die Stunde sollte nicht zu viel Materialchaos haben. Für einen UB würde ich eher mit klaren Farbkarten, Schablonen und einem überschaubaren Materialangebot arbeiten.

Anforderungsbereiche
AB I – Reproduzieren: Die Lernenden benennen Farben, Kreisformen und Jahreszeiten und beschreiben, was sie in Kandinskys Kreisen erkennen.
AB II – Zusammenhänge herstellen: Die Lernenden ordnen Farben Jahreszeiten zu und gestalten konzentrische Kreise so, dass eine jahreszeitliche Wirkung entsteht.
AB III – Verallgemeinern und Reflektieren: Die Lernenden begründen ihre Farbauswahl, vergleichen Farbwirkungen und erklären, wie Farben Stimmungen oder Jahreszeiten ausdrücken können.

Einstiegsidee
Meine Einstiegsidee ist ein stiller Bildimpuls. Du zeigst Kandinskys konzentrische Kreise und lässt die Kinder erstmal schauen. Dann fragst du: Was fällt dir auf? Welche Farben springen dir ins Auge? Welcher Kreis wirkt warm / kalt? Welcher Kreis passt zu einer Jahreszeit? Danach legst du die Jahreszeiten in die Mitte: Frühling, Sommer, Herbst, Winter. Die Kinder ordnen Farbkarten zu. Daraus entsteht die Stundenfrage: Wie können Farben eine Jahreszeit zeigen?

Differenzierung
Unterstützend
vorgezeichnete Kreisformen
Kreisschablonen
runde Gegenstände zum Umfahren
begrenzte Farbauswahl pro Jahreszeit
Beispielkarten mit Jahreszeitenfarben
Partnerarbeit beim Farbentscheiden
größere Kreisformate
Satzstarter:
- „Meine Farben passen zum …“
- „Der Kreis wirkt …“
- „Ich habe … gewählt, weil …“
Collage statt freiem Zeichnen
nur zwei bis drei Ringe pro Kreis
Jahreszeit wird vorgegeben
Erweiternd
freie Kreisformen ohne Schablone
bewusst mit Komplementärfarben arbeiten
Farbkontraste einsetzen
mehrere Jahreszeiten in einem Kreis darstellen
Kreisform mit Mustern ergänzen
Bildtitel formulieren
Farbwirkung schriftlich begründen
Kreise in unterschiedlicher Größe gestalten
Hintergrundwirkung mitdenken
eigene Kandinsky-Regel entwickeln: „Meine Kreise sollen … wirken.“
Übergänge zwischen zwei Jahreszeiten gestalten

Ideen für Klasse 1 bis 4
| Klassenstufe | Mögliche Umsetzung |
|---|---|
| Klasse 1 | Große Kreise mit Schablonen gestalten, Farben den Jahreszeiten zuordnen und einen gemeinsamen Klassenbaum legen. |
| Klasse 2 | Konzentrische Kreise malen oder kleben, einfache Jahreszeitenfarben sammeln und die Kreise als Baumkrone anordnen. |
| Klasse 3 | Farbwirkungen gezielt untersuchen, Kandinsky als Künstler kennenlernen und einen eigenen Jahreszeitenbaum gestalten. |
| Klasse 4 | Komposition, Kontrast, warme/kalte Farben und abstrakte Darstellung vertiefen; eigene Bildidee stärker begründen. |
Die Reihe passt besonders gut in Klasse 3, weil die Kinder schon differenzierter über Farbwirkung sprechen und trotzdem noch sehr gerne handelnd gestalten.

Materialideen
| Material | Einsatzmöglichkeit |
|---|---|
| Bildimpuls Kandinsky „Farbstudie: Quadrate mit konzentrischen Ringen“ | Einstieg und Künstlerbezug |
| Künstlerkarte zu Wassily Kandinsky | kindgerechte Sachinformation |
| Jahreszeiten-Bildkarten | Aktivierung von Vorwissen |
| Farbkarten | Farben den Jahreszeiten zuordnen |
| weißes Zeichenpapier / Tonpapier | Kreisblätter gestalten |
| schwarzer oder brauner Karton | Stamm und Äste gestalten |
| farbiges Papier | Kreisringe collagieren |
| Wasserfarben / Ölkreiden / Wachsmalstifte | malerische Kreise gestalten |
| Schwarzer Filzstift | Muster und Konturen ergänzen |
| Scheren | Collagematerial vorbereiten |
| Klebestifte | Kreisringe und Baum befestigen |
| Kreisschablonen / runde Gegenstände | motorische Unterstützung |
| Satzstarterkarten / Wortspeicher | Reflexion unterstützen und Fachsprache aufbauen |
| Reflexionsbogen / Galeriegang-Karten | Farbwahl und Wirkung sichern |
Eduki-Material ergänze ich an dieser Stelle nachträglich, sobald ich es fertiggestellt habe.

Typische Schwierigkeiten
Beim Thema Kandinsky können Schwierigkeiten auftreten. Typische Stolperstellen sind:
Die Kinder malen nur bunte Kreise, ohne Jahreszeitenwirkung mitzudenken.
Der Künstlerbezug bleibt zu oberflächlich.
Die Aufgabe wird zu sehr als Bastelarbeit verstanden.
Die Kreise werden sofort geklebt, ohne vorher Komposition zu prüfen.
Die Jahreszeitenbereiche sind nicht erkennbar.
Kinder nutzen Farben zufällig statt bewusst.
Der Begriff „konzentrisch“ bleibt unklar.
Einige Kinder haben Schwierigkeiten, Kreise sauber zu schneiden oder zu zeichnen.
Der Baum wird zu voll oder zu leer.
Die Reflexion bleibt bei „schön“ oder „bunt“ stehen.
Kinder vergleichen ihre Bilder zu stark nach „ordentlich“ oder „perfekt“.
Hilfreich ist deshalb: erst schauen, dann Farben sammeln, dann Kreise erproben, dann legen, dann kleben oder malen. Und ganz wichtig: Nicht der ordentlichste Kreis ist der beste Kreis. Entscheidend ist die Wirkung.

Sachanalyse
Wassily Kandinsky war ein bedeutender Künstler der abstrakten Kunst. Abstrakte Kunst bildet Dinge nicht immer naturgetreu ab, sondern arbeitet mit Farben, Formen, Linien, Flächen und Kompositionen.
Kandinskys bekannte Farbstudie mit Quadraten und konzentrischen Ringen zeigt viele farbige Kreisformen. Konzentrische Kreise sind Kreise mit einem gemeinsamen Mittelpunkt. Sie wirken wie Ringe, die ineinanderliegen.
Die Farbstudie eignet sich für den Grundschulunterricht besonders gut, weil sie formal klar und zugleich offen ist. Kinder erkennen schnell Kreise, Farben und Wiederholungen. Gleichzeitig können sie über Wirkung sprechen: warm - kalt, hell - dunkel, ruhig - lebendig. fröhlich - geheimnisvoll, stark - weich.
Farben haben keine einzige festgelegte Bedeutung. Trotzdem gibt es Farbassoziationen. Warme Farben wie Rot, Orange und Gelb wirken häufig lebendig, sonnig oder kraftvoll. Kalte Farben wie Blau, Türkis oder Violett wirken häufig ruhig, kühl oder entfernt.
Der Jahreszeitenbaum verbindet diese Farbwirkung mit einem Naturmotiv. Frühling, Sommer, Herbst und Winter können über typische Farbstimmungen dargestellt werden.
Der Baum muss dabei nicht realistisch sein. Die Kreisformen können als Blätter, Blüten, Früchte oder abstrakte Zeichen für die Jahreszeiten verstanden werden. Dadurch entsteht eine Verbindung aus Naturbeobachtung und künstlerischer Abstraktion.
Zentrale Bildmittel der Reihe sind: Farbe, Form, Kreis, Wiederholung, Kontrast, Komposition, Anordnung, Material, Fläche und Wirkung.
Didaktische Begründung
Das Thema ist für Klasse 3 besonders geeignet, weil die Kinder sowohl einen einfachen formalen Zugang als auch gestalterische Entscheidungsmöglichkeiten bekommen.
Kreise sind für Kinder vertraut. Gleichzeitig werden sie durch Kandinskys konzentrische Kreise kunstfachlich aufgeladen. Die Kinder erleben: Eine einfache Form kann durch Farbe, Wiederholung und Anordnung eine starke Wirkung bekommen.
Die Verbindung mit den Jahreszeiten schafft einen lebensweltlichen Zugang. Kinder kennen Jahreszeiten, Naturveränderungen und typische Farben aus ihrem Alltag. Dieses Vorwissen können sie nutzen, um eigene Farbkombinationen zu entwickeln.
Didaktisch wertvoll ist außerdem, dass die Aufgabe nicht auf realistisches Zeichnen angewiesen ist. Kinder, die sich beim Zeichnen von Bäumen unsicher fühlen, können trotzdem erfolgreich gestalten. Der Schwerpunkt liegt auf Farbe, Form und Wirkung.
Außerdem fördert die Reihe das Sprechen über Kunst. Die Kinder erweitern ihren Wortschatz, beschreiben Wirkungen und begründen Entscheidungen.

Methodische Begründung
Methodisch eignet sich ein Wechsel aus Bildbetrachtung, Farbsammlung, praktischer Erprobung, Gestaltung und Reflexion.
Die Bildbetrachtung schafft den Künstlerbezug und gibt einen ästhetischen Impuls. Kandinskys Kreise sind für Kinder schnell zugänglich, regen aber trotzdem zu Gesprächen über Farbe und Wirkung an.
Das Sammeln von Jahreszeitenfarben aktiviert Vorwissen. Farbkarten helfen, abstrakte Begriffe wie „warm“, „kalt“, „hell“ oder „dunkel“ sichtbar zu machen.
Kreisübungen entlasten die spätere Hauptgestaltung. Kinder können zunächst ausprobieren, bevor sie am endgültigen Bild arbeiten.
Schablonen, Pappteller oder runde Gegenstände ermöglichen motorische Unterstützung. Gleichzeitig können stärkere Kinder freier arbeiten.
Das Probelegen vor dem Kleben ist methodisch sehr wichtig. Es verhindert vorschnelle Entscheidungen und macht Komposition erfahrbar. Kinder sehen: Wenn ich einen Kreis verschiebe, verändert sich das ganze Bild.
Der Partnerblick und der Galeriegang unterstützen die Reflexion. Kinder lernen genauer zu beschreiben: Welche Jahreszeit erkenne ich? Welche Farben erzeugen diese Wirkung? Wo sieht man Kandinsky? Wie ist der Baum aufgebaut?
Mein Fazit
Ich finde den Jahreszeitenbaum nach Kandinsky als Kunstreihe wunderschön. Kandinsky gehört zu den Künstlern, die ich persönlich gerne mag. Und gerade seine konzentrischen Kreise eignen sich für die Grundschule total, weil sie zugänglich und künstlerisch offen sind.
Für einen Unterrichtsbesuch würde ich die Stunde zur Farbwirkung der Jahreszeiten wählen. Sie ist fachlich sauber, kindgerecht und zeigt einen echten Lernzuwachs: Die Kinder verstehen, dass Farben nicht zufällig gewählt werden, sondern eine Stimmung und Jahreszeit ausdrücken können.
Eure Caro
Instagram – Alles für die Grundschule.
FAQ
Für welche Klasse eignet sich der Kandinsky-Jahreszeitenbaum?
Die Reihe eignet sich für Klasse 3. Sie kann für Klasse 1/2 vereinfacht und für Klasse 4 durch stärkere Reflexion zu Komposition, Kontrast und abstrakter Kunst erweitert werden.
Was ist eine gute UB-Stunde zu Kandinsky?
Eine gute UB-Stunde ist „Welche Farben passen zu welcher Jahreszeit?“. Die Kinder gestalten konzentrische Kreise und setzen Farbe bewusst als Ausdrucksmittel für Jahreszeiten ein.
Was sind konzentrische Kreise?
Konzentrische Kreise sind Kreise mit demselben Mittelpunkt. Sie liegen wie Ringe ineinander.
Warum eignet sich Kandinsky für die Grundschule?
Kandinskys Kreise sind formal einfach zugänglich und ermöglichen trotzdem Gespräche über Farbe, Form, Wirkung und abstrakte Kunst.
Welche Materialien brauche ich für einen Jahreszeitenbaum nach Kandinsky?
Geeignet sind Bildimpulse, Farbkarten, Papier, Farben, Scheren, Kleber, Sschablonen, Karton für Stamm und Äste sowie ein großes Plakat für einen Gemeinschaftsbaum.
Kann man den Jahreszeitenbaum als Gemeinschaftsarbeit gestalten?
Ja, das eignet sich sogar sehr gut. Jedes Kind gestaltet mehrere Kandinsky-Kreise, die anschließend gemeinsam zu einer Baumkrone auf einer Klassenraumwand oder einem großen Plakat angeordnet werden.
Was ist der fachliche Schwerpunkt der Reihe?
Der Schwerpunkt liegt auf Farbe, Form, Kreis, Wiederholung, Komposition und Wirkung. Die Kinder lernen, Farben bewusst auszuwählen und Jahreszeiten abstrakt darzustellen.
Wie kann man die Reihe differenzieren?
Unterstützend helfen Schablonen, vorgegebene Farbkarten und größere Kreisformate. Erweiternd können Kinder mit Kontrasten, Mustern, Farbverläufen, ungewöhnlichen Jahreszeitenfarben oder eigener Komposition arbeiten.







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