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Quick Facts: Licht und Schatten
Ein Unterrichtsentwurf zum Thema Licht und Schatten eignet sich besonders gut für den Sachunterricht in Klasse 1/2, kann aber auch in Klasse 3/4 vertieft werden. Die Kinder beobachten Schatten, experimentieren mit Lichtquellen, Gegenständen und Projektionsflächen und entdecken, wann und wie Schatten entstehen.
Für einen Unterrichtsbesuch ist das Thema sehr dankbar, weil naturwissenschaftliches Lernen sichtbar wird. Die Kinder vermuten, beobachten, experimentieren, beschreiben und erklären ihre Ergebnisse. Dadurch wird der Erkenntnisweg im Sachunterricht sehr gut deutlich.
Im Lehrplan passt das Thema besonders gut zur naturwissenschaftlichen Perspektive. Kinder sollen Naturphänomene wahrnehmen, beobachten, untersuchen, deuten und einfache Experimente durchführen. Licht und Schatten bieten dafür einen sehr anschaulichen und handlungsorientierten Zugang. (Lehrplan NRW)

Was bedeutet Licht und Schatten?
Licht und Schatten gehören zu den Themen, bei denen Kinder sofort neugierig werden. Schatten kennen sie aus ihrem Alltag: auf dem Schulhof, im Kinderzimmer, beim Spielen mit Taschenlampen, bei Sonnenschein oder beim Schattentheater. Gleichzeitig steckt hinter diesem alltäglichen Phänomen sehr viel naturwissenschaftliches Lernen.
Kinder fragen sich zum Beispiel:
Warum habe ich manchmal einen Schatten?
Wann entsteht ein Schatten?
Warum ist mein Schatten manchmal groß und manchmal klein?
Warum wandert ein Schatten?
Welche Gegenstände werfen einen Schatten?
Kann Licht durch alles hindurch?
Was braucht man für ein Schattenspiel?
Ich habe das Thema nicht selbst als eigene Reihe unterrichtet, aber im Unterrichtsbesuch gesehen und im Kunstunterricht im Seminar am ZfsL Bochum praktisch erprobt. Besonders spannend finde ich die Verbindung aus Sachunterricht und Gestaltung: Die Kinder können erst naturwissenschaftlich experimentieren und später ihr Wissen in einem kleinen Schattenspiel anwenden.
Gerade für den Sachunterricht ist das Thema so wertvoll, weil Kinder hier nicht nur zuhören, sondern wirklich forschen. Sie nehmen eine Taschenlampe, einen Gegenstand und eine weiße Fläche und probieren aus: Wann sehe ich einen Schatten? Was verändert sich? Was passiert, wenn ich den Abstand verändere?
Das Thema eignet sich gut, um naturwissenschaftliche Arbeitsweisen anzubahnen: beobachten, vermuten, ausprobieren, vergleichen, dokumentieren, erklären, präsentieren. Wenn du weitere Unterrichtsentwürfe suchst, passen auch die Artikel zu Kinderrechten, oder zum Radfahren / Verkehrserziehung oder die Themensammlung Sachunterricht gut dazu.

Lehrplanbezug NRW
Die Unterrichtsreihe ist im Sachunterricht vor allem der naturwissenschaftlichen Perspektive zuzuordnen. Der Sachunterricht in NRW ist mehrperspektivisch angelegt. Kinder sollen Phänomene ihrer Lebenswelt wahrnehmen, Fragen entwickeln, Vermutungen äußern, Untersuchungen durchführen, Ergebnisse dokumentieren und Deutungen anbahnen. Genau das lässt sich am Thema Licht und Schatten sehr gut umsetzen. (Lehrplan NRW)
| Bereich | Bedeutung für die Reihe |
|---|---|
| Natur und Umwelt / naturwissenschaftliche Perspektive | Licht und Schatten als Naturphänomen untersuchen |
| Beobachten und Untersuchen | Schatten wahrnehmen, vergleichen und beschreiben |
| Experimentieren | mit Lichtquelle, Gegenstand und Projektionsfläche arbeiten |
| Dokumentieren | Beobachtungen in Forscherblättern, Skizzen oder Tabellen festhalten |
| Kommunizieren | Vermutungen, Beobachtungen und Erklärungen austauschen |
| Deuten | einfache Zusammenhänge zwischen Licht, Gegenstand und Schatten erklären |
| Gestalten und Anwenden | Schattenspiele oder Schattenbilder entwickeln |
Das Thema passt besonders gut, weil die Kinder den Erkenntnisweg im Sachunterricht sehr konkret erleben: Sie stellen eine Frage, probieren etwas aus und können das Ergebnis direkt sehen.

UB-Reihenplanung
Thema der Reihe
Licht an, Schatten los! – Wir erforschen, wie Licht und Schatten entstehen und sich verändern.
Kindgerechte Themenformulierung
Wo Licht ist, ist auch Schatten – Wir werden Schattenforscherinnen und Schattenforscher.
Kernanliegen der Reihe
Die Lernenden setzen sich mit dem Naturphänomen Licht und Schatten auseinander, indem sie Beobachtungen anstellen, Vermutungen formulieren, einfache Experimente durchführen und ihre Ergebnisse beschreiben, um grundlegende Zusammenhänge zwischen Lichtquelle, beleuchtetem Gegenstand und Schattenbildung zu verstehen.
Aufbau der Reihe
| 1. Wo begegnen uns Licht und Schatten? | Die Lernenden aktivieren ihr Vorwissen, indem sie Lichtquellen und Schatten aus ihrer Lebenswelt sammeln und beschreiben, um erste Vorstellungen zum Thema bewusst zu machen. Viele Grundschulmaterialien setzen genau hier an: bei Alltagserfahrungen mit Sonne, Lampe, Taschenlampe und Schatten im Klassenraum oder auf dem Schulhof. |
| 2. Wie entsteht ein Schatten? | Die Lernenden untersuchen die Grundbedingungen der Schattenbildung, indem sie mit Lichtquelle, Gegenstand und Hintergrund experimentieren, um zu erkennen, dass ein Schatten nur entsteht, wenn Licht auf einen Gegenstand trifft und dieser das Licht teilweise oder ganz abhält. Die SUPRA-Lernplattform und weitere Unterrichtsmaterialien setzen genau diese Grundfrage als zentrale erste Unterrichtseinheit ein. |
| 3. Welche Materialien lassen Licht durch? | Die Lernenden vergleichen Materialien, indem sie untersuchen, ob diese lichtdurchlässig, teilweise lichtdurchlässig oder lichtundurchlässig sind, um zu verstehen, warum manche Gegenstände deutliche Schatten werfen und andere kaum. |
| 4. Was verändert den Schatten? | Die Lernenden erforschen Einflussfaktoren auf Schatten, indem sie Abstand, Größe oder Stellung von Lichtquelle und Gegenstand verändern, um zu erkennen, dass Schatten ihre Form und Größe verändern können. |
| 5. Schatten auf Wanderschaft. | Die Lernenden beobachten veränderliche Schatten, indem sie Sonnen- oder Taschenlampenschatten über einen Zeitraum verfolgen, um Bewegungen und Veränderungen von Schatten zu dokumentieren und zu erklären. Besonders das Experiment „Wie wandert ein Schatten?“ ist dafür ein erprobter Zugang. |
| 6. Wir bauen ein Schattenspiel. | Die Lernenden wenden ihre Erkenntnisse an, indem sie mit Lichtquelle, Figuren und Hintergrund ein einfaches Schattenspiel oder eine kleine Schattenszene gestalten, um naturwissenschaftliche Erkenntnisse produktiv zu nutzen. |
| 7. Wir werden Schattenexpertinnen und Schattenexperten. | Die Lernenden sichern ihr Wissen, indem sie Versuchsergebnisse vorstellen, Erklärungen formulieren und ihre Schattenprodukte präsentieren, um ihre Erkenntnisse zu ordnen und sprachlich zu reflektieren. Das entspricht dem Lehrplangedanken, dass Beobachtungen, Untersuchungen und Ergebnisse nicht nur durchgeführt, sondern auch beschrieben und gedeutet werden. |

Vertiefung der einzelnen Einheiten
1. Wo begegnen uns Licht und Schatten?
In der ersten Einheit aktivieren die Kinder ihr Vorwissen. Sie sammeln Beispiele aus ihrer Lebenswelt und überlegen, wo sie Licht und Schatten bereits erlebt haben.
Impulse:
Wo hast du schon einmal einen Schatten gesehen?
Welche Lichtquellen kennst du?
Wann ist ein Schatten besonders gut zu sehen?
Kann man auch drinnen Schatten sehen?
Was passiert auf dem Schulhof bei Sonnenschein?
Aktivitäten:
Schatten im Klassenraum suchen und Lichtquellen sammeln
Schattenbilder betrachten
eigene Erfahrungen erzählen
Schatten auf dem Schulhof beobachten
Lichtquellen sortieren: Sonne, Lampe, Taschenlampe, Kerze
Diese Einheit ist wichtig, weil Kinder bereits viele Alltagserfahrungen mitbringen. Diese Vorstellungen können aufgegriffen und später durch Experimente überprüft werden. Viele Materialien setzen beim Thema Licht und Schatten genau bei Alltagserfahrungen mit Sonne, Lampe, Taschenlampe und Schatten an. (Deutscher Bildungsserver)
2. Wie entsteht ein Schatten?
Diese Einheit eignet sich besonders gut als UB-Stunde. Die Kinder untersuchen, was nötig ist, damit ein Schatten entsteht.
Forscherfrage: Was braucht man, damit ein Schatten entsteht?
Material: Taschenlampe, Gegenstand und weißer Fläche / Hintergrund
Aktivitäten:
Lichtquelle einschalten
Gegenstand in den Lichtstrahl halten
Schatten auf einer Fläche beobachten
Gegenstand wegnehmen
Lichtquelle verändern
Hintergrund verändern
Beobachtungen auf Forscherblatt festhalten
Ziel ist, dass die Kinder erkennen: Ein Schatten entsteht, wenn Licht auf einen Gegenstand trifft und dieser das Licht ganz oder teilweise aufhält. Hinter dem Gegenstand entsteht auf einer Fläche ein dunkler Bereich. SUPRA nutzt genau diese Grundfrage „Wie entsteht ein Schatten?“ als zentrale Einheit im Lernfeld Licht und Schatten. (SUPRA Lernplattform)
3. Welche Materialien lassen Licht durch?
In der dritten Einheit untersuchen die Kinder verschiedene Materialien. Dabei erkennen sie, dass nicht alle Gegenstände gleich mit Licht umgehen. Materialien: Glas, Transparentpapier, Butterbrotpapier, Pappe, Stoff, Folie, Holz, Plastik, Papier, Metall
Kategorien:
lichtdurchlässig
teilweise lichtdurchlässig
lichtundurchlässig
Aktivitäten:
Materialien vor eine Taschenlampe halten
beobachten, ob Licht hindurchkommt
Schatten vergleichen
Ergebnisse sortieren
Vermutungen überprüfen
Materialtabelle ausfüllen
Diese Einheit hilft den Kindern zu verstehen, warum manche Gegenstände deutliche Schatten werfen und andere kaum oder nur schwach. Materialvergleiche gehören zum Thema Licht und Schatten zu den typischen Experimenten für die Grundschule. (Deutscher Bildungsserver)
4. Was verändert den Schatten?
In dieser Einheit erforschen die Kinder, wie sich Schatten verändern können.
Forscherfragen:
Was passiert, wenn die Taschenlampe näher an den Gegenstand kommt?
Was passiert, wenn die Taschenlampe weiter weg ist?
Was passiert, wenn der Gegenstand näher an die Wand kommt?
Wann wird der Schatten größer?
Wann wird der Schatten kleiner?
Verändert sich auch die Form?
Aktivitäten:
Abstände verändern
Schattenumrisse vergleichen
Schatten größer und kleiner machen
Vermutungen aufstellen
Ergebnisse mit Kreide oder Papier festhalten
Schattenbilder vergleichen
Hier wird deutlich, dass Schatten nicht immer gleich bleiben. Sie verändern sich je nachdem, wie Lichtquelle, Gegenstand und Hintergrund zueinander stehen. Planet Schule greift genau diese Veränderlichkeit von Schatten im Experiment auf. (Planet Schule)
5. Schatten auf Wanderschaft
In dieser Einheit beobachten die Kinder veränderliche Schatten über einen längeren Zeitraum. Das kann mit Sonnenlicht auf dem Schulhof oder mit einer künstlichen Lichtquelle geschehen.
Aktivitäten:
Schatten eines Stabes oder Kindes auf dem Schulhof markieren
Schatten zu verschiedenen Uhrzeiten vergleichen
Schattenumrisse mit Kreide festhalten
Schattenlänge messen oder vergleichen
Beobachtungen dokumentieren
Veränderungen besprechen
Fragen:
Ist der Schatten immer an derselben Stelle?
Wird er länger oder kürzer?
Warum verändert sich der Schatten?
Was hat die Sonne damit zu tun?
Diese Einheit eignet sich besonders gut, um die Alltagserfahrung „Schatten wandern“ bewusst zu beobachten. Das Experiment „Wie wandert ein Schatten?“ zeigt kindgerecht, dass sich Schatten verändern, je nachdem, wie die Lichtquelle zu einem Objekt steht. (Planet Schule)
6. Wir bauen ein Schattenspiel
Nun wenden die Kinder ihr Wissen kreativ an. Sie gestalten Figuren und nutzen Lichtquelle, Figuren und Hintergrund für ein kleines Schattenspiel.
Aktivitäten:
Schattenfiguren ausschneiden
Figuren an Stäben befestigen
Hintergrund aufbauen
Taschenlampe oder Lampe positionieren
Schattenwirkung ausprobieren
Szene planen
kurze Aufführung vorbereiten
Fragen:
Welche Figuren werfen deutliche Schatten?
Wo muss die Lampe stehen?
Wie wird die Figur größer oder kleiner?
Wie kann man die Szene gut sichtbar machen?
Diese Einheit verbindet Sachunterricht, Kunst und Deutsch. Die Kinder nutzen ihre Erkenntnisse über Schattenbildung und setzen sie in einem kleinen Produkt um. Unterrichtsmaterialien zum Thema Licht und Schatten verbinden häufig experimentelle Zugänge mit gestalterischen Anwendungen wie Schattenbildern oder Schattenspiel. (Deutscher Bildungsserver)
7. Wir werden Schattenexpertinnen und Schattenexperten
Zum Abschluss sichern die Kinder ihr Wissen. Sie erklären, was sie herausgefunden haben, stellen Versuchsergebnisse vor oder präsentieren ihr Schattenspiel.
Reflexionsfragen:
Was braucht man für einen Schatten?
Was verändert einen Schatten?
Welche Materialien werfen besonders deutliche Schatten?
Was hat mich überrascht?
Was kann ich jetzt erklären?
Wie hat unser Schattenspiel funktioniert?
Produkte:
Forscherheft
Schattenplakat
Experimentierkarte
Schattenspiel
Galeriegang
Expertinnen- und Expertenrunde
Diese Abschlussphase ist wichtig, damit die Kinder ihre Beobachtungen auch sprachlich gesichert haben. Der Lehrplan betont, dass Kinder Beobachtungen und Untersuchungsergebnisse beschreiben und deuten sollen. (Lehrplan NRW)

UB-Stunde
Thema der Stunde (Einheit 2)
Wie entsteht ein Schatten? – Wir experimentieren mit Lichtquelle, Gegenstand und Hintergrund.
Kindgerechte Stundenfrage/Forscherfrage
Was braucht man, damit ein Schatten entsteht?
Ziel der Stunde
Die Lernenden erklären die Entstehung eines Schattens auf einfache Weise, indem sie experimentell untersuchen, wie Lichtquelle, Gegenstand und Hintergrund zusammenwirken, um grundlegende Bedingungen der Schattenbildung zu verstehen.
Warum diese Stunde gut passt
Diese Stunde eignet sich sehr gut für einen Unterrichtsbesuch, weil sie einen klaren naturwissenschaftlichen Erkenntnisweg sichtbar macht: vermuten, beobachten, experimentieren, vergleichen, dokumentieren, erklären.
Die Kinder arbeiten handlungsorientiert und können ihre Entdeckung unmittelbar überprüfen. Gleichzeitig ist die fachliche Struktur sehr klar: Ein Schatten entsteht nicht zufällig, sondern durch das Zusammenspiel von Lichtquelle, Gegenstand und Projektionsfläche. SUPRA beschreibt die Frage „Wie entsteht ein Schatten?“ als zentrale Einstiegseinheit im Themenfeld Licht und Schatten. (SUPRA Lernplattform)
Verlauf der Stunde
| Phase | Inhalt | Methode / Sozialform | Material |
|---|---|---|---|
| Einstieg | Schattenbild oder Taschenlampenimpuls; Kinder äußern erste Vermutungen | Plenum | Taschenlampe, Gegenstand, weiße Fläche |
| Forscherfrage | Gemeinsames Klären: Was braucht man, damit ein Schatten entsteht? | Unterrichtsgespräch | Bildkarten / Wortkarten |
| Erarbeitung | Versuchsanordnung wird gemeinsam besprochen | Plenum | Lichtquelle, Gegenstand, Hintergrund |
| Arbeitsphase | Kinder experimentieren in Gruppen und halten Beobachtungen fest | Gruppenarbeit | Taschenlampen, Gegenstände, weiße Pappen, Forscherblatt |
| Sicherung | Ergebnisse werden gesammelt: Was braucht ein Schatten? | Plenum | Tafelbild, Symbolkarten |
| Reflexion | Satzstarter: „Ein Schatten entsteht, wenn …“ | Plenum / Exit Ticket | Reflexionskarte |

Einstiegsidee: Schattenrätsel
Eine einfache und wirksame Einstiegsidee ist ein Schattenrätsel. Die Lehrkraft erzeugt hinter einer weißen Fläche oder an der Tafel einen Schatten. Die Kinder sehen nur den Schatten und überlegen:
Was könnte das sein?
Wie ist dieser Schatten entstanden?
Was brauche ich, damit ich so einen Schatten sehe?
Ist der Gegenstand selbst schwarz?
Wo ist die Lichtquelle?
Alternativ kann die Lehrkraft eine Taschenlampe einschalten und verschiedene Gegenstände davorhalten. Die Kinder beobachten, wann ein Schatten entsteht und wann nicht. Daraus entsteht die Forscherfrage: Was braucht man, damit ein Schatten entsteht? Dieser Einstieg ist motivierend, anschaulich und führt direkt in das Experimentieren.

Differenzierungsmöglichkeiten
Unterstützend
reduzierte Versuchsanordnung
Bildkarten für Lichtquelle, Gegenstand und Hintergrund
Forscherblatt mit Symbolen
Satzstarter: „Ein Schatten entsteht, wenn …“
Partnerarbeit mit klaren Rollen
feste Materialauswahl
vorstrukturierte Beobachtungsaufträge
mündliche statt schriftliche Dokumentation
gemeinsam durchgeführtes Beispiel vor der Gruppenarbeit
Diese Hilfen sind sinnvoll, weil das Phänomen zwar sehr anschaulich ist, die sprachliche Erklärung aber für viele Kinder anspruchsvoll sein kann.
Erweiternd
Abstand zwischen Lichtquelle und Gegenstand gezielt verändern
Schatten größer und kleiner machen
verschiedene Materialien vergleichen
Vermutungen vor dem Experiment aufschreiben
Ergebnisse in Tabellen oder Skizzen dokumentieren
eigene Forscherfrage entwickeln
Übertragung auf Sonnenschatten
Erklärung mit Fachwörtern formulieren
Schattenspiel gezielt planen und begründen

Ideen für Klasse 1 bis 4
Klasse 1: Schatten entdecken und erleben
In Klasse 1 würde ich den Schwerpunkt auf Wahrnehmung, Staunen und erstes Beschreiben legen. Ideen: Schatten im Klassenraum suchen, Schatten auf dem Schulhof beobachten, mit Taschenlampen experimentieren, Schatten von Gegenständen erraten, eigene Körperschatten entdecken, einfache Sätze bilden: „Ich sehe einen Schatten.“, Schattenbilder mit Kreide nachzeichnen.
Wichtig ist hier, die Fachsprache sehr einfach zu halten. Die Kinder sollen zunächst erleben: Licht und Gegenstand gehören zusammen, damit ein Schatten sichtbar wird.
Klasse 2: Schatten gezielt untersuchen
In Klasse 2 kann die vollständige Reihe sehr gut umgesetzt werden. Ideen: Bedingungen der Schattenbildung erforschen, Lichtquelle, Gegenstand und Hintergrund unterscheiden, Materialien auf Lichtdurchlässigkeit prüfen, Schatten größer und kleiner machen, Forscherblätter nutzen, erste Erklärsätze formulieren, ein kleines Schattenspiel gestalten.
Hier können Kinder bereits einfache Experimente durchführen und ihre Beobachtungen dokumentieren.
Klasse 3: Schatten systematisch erforschen
In Klasse 3 kann das Thema stärker systematisiert werden. Ideen: Versuche planen und durchführen, Variablen gezielt verändern, Schattenlängen vergleichen, Sonnenstand und Schatten beobachten, Ergebnisse in Tabellen festhalten, Lichtdurchlässigkeit verschiedener Materialien untersuchen, Vermutungen begründen.
In Klasse 3 kann stärker darauf geachtet werden, immer nur eine Bedingung im Versuch zu verändern.
Klasse 4: Licht, Schatten und Erklärmodelle vertiefen
In Klasse 4 kann das Thema anspruchsvoller bearbeitet werden. Ideen: Schattenwanderung über den Tag dokumentieren, Zusammenhang von Sonnenstand und Schattenlänge untersuchen, Experimente selbst planen, Ergebnisse mit Skizzen erklären, Schattentheater bewusst inszenieren,Tag und Nacht als Erweiterung anbahnen, Lichtquellen und Lichtausbreitung besprechen.
In Klasse 4 können Kinder stärker erklären, warum Schatten sich verändern, und ihre Ergebnisse mit Skizzen oder Modellen darstellen.

Materialideen
| Material | Einsatz |
|---|---|
| Taschenlampen | Lichtquelle für Experimente |
| weiße Pappe / Wand / Papier | Hintergrund / Projektionsfläche |
| verschiedene Gegenstände | Schattenbildung untersuchen |
| transparente, halbtransparente und undurchsichtige Materialien | Lichtdurchlässigkeit vergleichen |
| Bildkarten | Lichtquelle, Gegenstand, Schatten, Hintergrund visualisieren |
| Forscherblatt | Vermutungen und Beobachtungen festhalten |
| Satzstarterkarten | Erklärungen sprachlich unterstützen |
| Kreide | Schatten auf dem Schulhof nachzeichnen |
| Holzstäbe / Schaschlikspieße | Schattenfiguren befestigen |
| schwarzes Tonpapier | Figuren für Schattenspiel gestalten |
| Schattentheater | Wissen kreativ anwenden |
| Beobachtungstabelle | Versuchsergebnisse dokumentieren |
Eduki-Material habe ich zu diesem Thema noch nicht online. Sobald es verfügbar ist, werde ich den Link hier ergänzen. Empfehlen kann ich das Material Schattentheater für Kinder (Das ist ein Amazon Affiliate-Link. Wenn du darüber kaufst, unterstützt du meine Arbeit, ohne dass es für dich teurer wird.)

Typische Schwierigkeiten
Kinder denken, ein Schatten sei ein eigener Gegenstand.
Lichtquelle, Gegenstand und Hintergrund werden nicht klar unterschieden.
Kinder probieren viel aus, aber dokumentieren wenig.
Schattenveränderungen werden beobachtet, aber nicht erklärt.
Die Versuchsanordnung wird zu unruhig.
Taschenlampen lenken schnell ab.
Sprachliche Erklärungen fallen schwer.
Kinder verändern mehrere Bedingungen gleichzeitig.
Materialien werden nicht sauber sortiert.
Die Sicherung bleibt bei „Das war cool“ stehen.
Es wird zu schnell zum Schattenspiel gewechselt, bevor das Phänomen verstanden wurde.
Sachanalyse
Licht und Schatten gehören zu den grundlegenden Naturphänomenen des Sachunterrichts. Ein Schatten entsteht, wenn Licht auf einen Gegenstand trifft und dieser das Licht ganz oder teilweise aufhält. Hinter dem Gegenstand entsteht auf einer Fläche ein dunkler Bereich. (SUPRA Lernplattform)
Für die Schattenbildung sind drei Elemente besonders wichtig: Lichtquelle, Gegenstand und Hintergrund oder Projektionsfläche. Nicht jedes Material verhält sich gleich. Manche Materialien lassen Licht gut durch, andere nur teilweise und manche gar nicht. Dadurch entstehen unterschiedlich deutliche Schatten. (Deutscher Bildungsserver)
Schatten können sich verändern. Ihre Größe, Form und Position hängen davon ab, wie Lichtquelle, Gegenstand und Projektionsfläche zueinander stehen. Wird zum Beispiel die Lichtquelle näher an den Gegenstand gebracht, kann sich der Schatten vergrößern. Wird der Winkel verändert, verändert sich auch die Form oder Position des Schattens. (Planet Schule)
Für die Grundschule steht keine physikalisch-formale Optik im Vordergrund. Wichtig ist ein anschauliches und handelndes Verständnis: Kinder sollen beobachten, ausprobieren und einfache Zusammenhänge sprachlich erklären können.

Didaktische Begründung
Das Thema Licht und Schatten ist didaktisch sehr wertvoll, weil es einen hohen Lebensweltbezug besitzt. Kinder begegnen Schatten jeden Tag und bringen viele eigene Erfahrungen mit. Diese Erfahrungen können im Unterricht aufgegriffen, überprüft und fachlich geordnet werden. (Deutscher Bildungsserver)
Gleichzeitig eignet sich das Thema besonders gut, um naturwissenschaftliche Arbeitsweisen anzubahnen. Die Kinder beobachten ein Phänomen, äußern Vermutungen, führen Experimente durch und beschreiben ihre Ergebnisse. Genau solche Arbeitsweisen sind im Sachunterricht zentral. (Lehrplan NRW)
Das Thema ist außerdem sehr motivierend. Taschenlampen, Schattenbilder und Schattenspiele sprechen Kinder direkt an. Dabei darf der Unterricht aber nicht beim freien Ausprobieren stehen bleiben. Entscheidend ist, dass aus dem Staunen ein gezieltes Forschen wird.
Die Reihe verbindet Sachlernen, Sprache und Gestaltung. Kinder experimentieren, erklären ihre Beobachtungen und wenden ihre Erkenntnisse kreativ im Schattenspiel an. Dadurch wird das Thema nachhaltig und vielseitig.
Methodische Begründung
Methodisch bietet sich ein forschend-entdeckender Aufbau an. Die Kinder sollten nicht zuerst eine fertige Erklärung hören, sondern das Phänomen selbst untersuchen.
Ein sinnvoller methodischer Ablauf ist:
Alltagserfahrung aktivieren
Forscherfrage entwickeln
Vermutungen sammeln
Versuchsanordnung klären
experimentieren
Beobachtungen dokumentieren
Ergebnisse vergleichen
Erklärung formulieren
Erkenntnis anwenden
Der Einsatz von Taschenlampen, Gegenständen und weißer Fläche ist besonders geeignet, weil die Versuchsanordnung einfach und gut kontrollierbar ist. (SUPRA Lernplattform)
Forscherblätter helfen, das Experimentieren zu strukturieren. Gerade bei jüngeren Kindern ist es wichtig, zwischen freiem Ausprobieren und gezieltem Untersuchen zu unterscheiden.
Satzstarter unterstützen die sprachliche Sicherung:
„Ein Schatten entsteht, wenn …“
„Ich habe beobachtet, dass …“
„Der Schatten wird größer, wenn …“
„Das Material lässt Licht durch / nicht durch.“
„Wir brauchen eine Lichtquelle, einen Gegenstand und eine Fläche.“
Die Verbindung mit einem Schattenspiel ist methodisch besonders schön, weil die Kinder ihr Wissen produktiv anwenden. Sie merken: Wenn ich weiß, wie Schatten entstehen, kann ich Figuren und Licht gezielt einsetzen.

Was ich bei Licht und Schatten im UB beachten würde
Wenn ich einen Besuch zu Licht und Schatten planen würde, würde ich besonders auf diese Punkte achten:
Forscherfrage klar formulieren und die Versuchsanordnung einfach halten
Material vorher testen, Raum abdunkeln oder geeignete Lichtverhältnisse prüfen
Taschenlampen-Regeln festlegen und Rollen in Gruppenarbeit verteilen
Beobachtungsauftrag klar formulieren und nicht zu viele Variablen gleichzeitig ändern
Ergebnisse sichtbar sichern und Fachbegriffe mit Bildkarten unterstützen
genug Zeit für Reflexion einplanen und die Sicherung mündlich und visuell festhalten
Mein Fazit
Licht und Schatten ist ein wunderschönes Thema für den Sachunterricht der Grundschule. Es ist lebensnah, motivierend und sehr gut experimentell zugänglich.
Ich habe das Thema im Unterrichtsbesuch gesehen und im Kunstunterricht im Seminar am ZfsL Bochum praktisch erprobt. Besonders schön finde ich die Verbindung aus Forschen und Gestalten: Erst entdecken die Kinder, wie Schatten entstehen, und später nutzen sie dieses Wissen für Schattenbilder oder ein Schattenspiel.
Wenn Kinder am Ende sagen können: „Ein Schatten entsteht, wenn Licht auf einen Gegenstand trifft und dahinter eine Fläche ist“, ist der Lernzuwachs klar erkennbar.
Eure Caro
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FAQ
Für welche Klasse eignet sich Licht und Schatten?
Das Thema eignet sich besonders gut für Klasse 1/2, kann aber auch in Klasse 3/4 vertieft werden. In den unteren Klassen steht das Entdecken im Vordergrund, in höheren Klassen können Schattenveränderungen systematischer untersucht werden.
Was braucht man, damit ein Schatten entsteht?
Für einen Schatten braucht man eine Lichtquelle, einen Gegenstand und eine Fläche, auf der der Schatten sichtbar wird. Der Gegenstand hält das Licht ganz oder teilweise auf.
Welche UB-Stunde passt zum Thema Licht und Schatten?
Eine passende UB-Stunde ist: Wie entsteht ein Schatten? – Wir experimentieren mit Lichtquelle, Gegenstand und Hintergrund. Die Kinder untersuchen, welche Bedingungen nötig sind, damit ein Schatten entsteht.
Welche Materialien braucht man für eine Reihe zu Licht und Schatten?
Hilfreich sind Taschenlampen, weiße Pappen, verschiedene Gegenstände, transparente und undurchsichtige Materialien, Forscherblätter, Bildkarten, Satzstarter und Material für ein Schattenspiel.
Wie kann man Licht und Schatten differenzieren?
Unterstützend helfen einfache Versuchsanordnungen, Bildkarten, Satzstarter und Forscherblätter mit Symbolen. Erweiternd können Kinder Abstände verändern, Materialeigenschaften untersuchen, eigene Forscherfragen entwickeln oder ein Schattenspiel planen.
Warum verändert sich ein Schatten?
Ein Schatten verändert sich, wenn sich die Stellung oder der Abstand von Lichtquelle, Gegenstand und Projektionsfläche verändert. Dadurch kann der Schatten größer, kleiner, länger, kürzer oder anders geformt erscheinen.
Was ist bei einem Unterrichtsbesuch zu Licht und Schatten wichtig?
Wichtig sind eine klare Forscherfrage, eine einfache Versuchsanordnung, gutes Materialmanagement und eine Sicherung, in der die Kinder ihre Beobachtungen sprachlich erklären.








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