Unterrichtsentwurf Tanzen: Unterrichtsreihe, UB-Stunde und Material

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Unterrichtsentwurf Tanzen

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Quick Facts: Tanzen in der Grundschule

  • Im Sportlehrplan NRW passt das Thema Tanzen zum Bereich Gestalten, Tanzen, Darstellen – Gymnastik/Tanz, Bewegungskünste. (Lehrplan NRW)

  • Tanzbausteine sind für die Grundschule besonders geeignet, weil Kinder aus einfachen Bewegungen wie Klatschen, Stampfen, Drehen oder Einfrieren eigene kleine Choreografien entwickeln können.

  • Eine UB-Stunde ist: „Vier Bausteine ergeben einen Tanz – Wir gestalten eine kurze Bewegungsfolge zur Musik.“

Allgemeines

Tanzen in der Grundschule ist so ein Thema, bei dem ich direkt ehrlich sagen muss: Ich habe selbst kein Sport studiert. Ich hatte damals aber Sport-LK, weil ich Sport einfach total gerne mochte. Deshalb finde ich es spannend, mich auch in sportliche Unterrichtsreihen hineinzudenken — gleichzeitig aber mit dem Bewusstsein: Ich plane hier nicht aus Profi-Sportdidaktik-Sicht, sondern aus Grundschul-, Ref- und Praxisperspektive.

Die Reihe zum Tanzen wurde sich von einer Followerin auf Instagram gewünscht. Also habe ich recherchiert, mich eingelesen und mein Bestes gegeben, um daraus eine sinnvolle, kindgerechte und gut umsetzbare Unterrichtsreihe zu planen. 

Gerade beim Tanzen haben viele Kinder unterschiedliche Voraussetzungen. Manche tanzen super gerne, bewegen sich sofort zur Musik und haben kaum Hemmungen. Andere sind eher unsicher, möchten nicht beobachtet werden oder sagen direkt: „Ich kann nicht tanzen.“

Deshalb finde ich die Idee mit Tanzbausteinen so passend. Die Kinder müssen nicht sofort eine fertige Choreografie lernen. Sie starten mit einfachen Bewegungen: klatschen, stampfen, drehen, springen, schleichen, winken, einfrieren, groß werden, klein werden, Posen oder Roboterbewegung. Aus diesen kleinen Bewegungen entsteht nach und nach ein eigener Tanz.

Für mich ist dabei der Gedanke: Tanzen in der Grundschule muss nicht perfekt aussehen. Es soll Kindern ermöglichen, Bewegung, Musik, Ausdruck und Gemeinschaft zu erleben.

Im Lehrplan NRW gehört das Thema zum Bereich Gestalten, Tanzen, Darstellen. Dort geht auch darum, Bewegungen zu gestalten, Rhythmen umzusetzen, Ausdrucksformen zu entwickeln und einfache Bewegungsformen zu präsentieren. (Lehrplan NRW)

Wenn du dich allgemein für Unterrichtsbesuche und Reihenideen interessierst, passt dazu auch meine Themensammlung für Unterrichtsbesuche im Fach Sport von Klasse 1 bis 4.

Unterrichtsentwurf Tanzen

Reihenplanung

Thema der Reihe

Tanzbausteine – Wir erfinden, verbinden und präsentieren eigene Bewegungen zur Musik.

Kindgerechte Themenformulierung

Wir bauen einen Tanz – Aus kleinen Bewegungen wird unsere Choreografie.

Kernanliegen der Reihe

Die Lernenden erweitern ihre rhythmische, gestalterische und kooperative Bewegungskompetenz, indem sie einfache Tanzbausteine zu Musik erproben, Bewegungen variieren, mit Partnerkindern und in Gruppen kombinieren, eine kurze Bewegungsfolge entwickeln und diese präsentieren, um Musik, Körper, Raum und Ausdruck bewusst miteinander zu verbinden. (Lehrplan NRW; Friedrich Verlag; vlamingo)

Aufbau der Reihe

Thema der EinheitZiel/Kernanliegen der Einheit
1. Musik an – Körper wach! Wir entdecken Bewegungen zur Musik.Die Lernenden entwickeln einen ersten Zugang zum Tanzen, indem sie sich frei und angeleitet zu Musik bewegen, Stopp-Signale beachten und unterschiedliche Bewegungsqualitäten wie schnell, langsam, groß, klein, eckig oder rund erproben, um Hemmungen abzubauen und den Körper als Ausdrucksmittel wahrzunehmen.
2. Tanzbausteine sammeln – Was kann unser Körper alles tanzen?Die Lernenden sammeln einfache Tanzbausteine, indem sie Bewegungen wie Klatschen, Stampfen, Drehen, Springen, Schleichen, Einfrieren, Winken oder Gleiten ausprobieren und mit Bildkarten sichern, um ein gemeinsames Bewegungsrepertoire aufzubauen.
3. Bewegungen verändern – Wir tanzen hoch, tief, schnell und langsam.Die Lernenden variieren bekannte Tanzbausteine, indem sie Bewegungen in Raumhöhe, Tempo, Richtung und Ausdruck verändern, um zu erfahren, dass dieselbe Bewegung unterschiedlich wirken kann.
4. Spiegel, Schatten, Partnerkind – Wir tanzen zusammen.Die Lernenden erweitern ihre kooperative Bewegungskompetenz, indem sie Bewegungen im Spiegel-Tanz, Schatten-Tanz oder Partner-Tanz nachahmen, weitergeben und gemeinsam ausführen, um aufeinander zu achten und einfache Synchronität zu erleben.
5. Vier Bausteine ergeben einen Tanz – Wir legen eine Bewegungsfolge.Die Lernenden entwickeln eine kurze Bewegungsfolge, indem sie vier Tanzbausteine auswählen, in eine Reihenfolge bringen, wiederholen und passend zur Musik üben, um aus Einzelbewegungen eine kleine Choreografie zu gestalten.
6. Unser Gruppentanz – Wir verbinden Tanzbausteine mit Raumwegen.Die Lernenden gestalten einen Gruppentanz, indem sie ihre Bewegungsfolge mit einfachen Raumwegen wie Kreis, Reihe, Linie, vorwärts, rückwärts oder Platzwechsel verbinden, um Raum und Formation bewusst in ihre Choreografie einzubeziehen.
7. Tanzprobe mit Kriterien – Wir machen unseren Tanz klarer.Die Lernenden überarbeiten ihre Bewegungsfolge, indem sie auf einfache Kriterien wie Anfang, Ende, gemeinsame Reihenfolge, deutliche Bewegungen und passende Musik achten und Rückmeldung erhalten, um ihre Präsentation zu verbessern.
8. Unsere Tanzbühne – Wir präsentieren unsere Tanzbausteine.Die Lernenden präsentieren ihren Gruppentanz, indem sie ihre Bewegungsfolge vor anderen zeigen, wertschätzende Rückmeldungen geben und reflektieren, was gelungen ist, um Bewegung als Ausdrucks- und Präsentationsform zu erleben.

Der Aufbau der Reihe geht bewusst von einfachen Bewegungen zu einer kleinen Choreografie. Die Kinder sollen nicht direkt „fertig tanzen“, sondern erst Bewegungen sammeln, verändern, ordnen, wiederholen und gemeinsam präsentieren.

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Vertiefung der einzelnen Einheiten

Einheit 1: Musik an – Körper wach!

In der ersten Einheit geht es darum, Hemmungen abzubauen und den Körper als Bewegungs- und Ausdrucksmittel wahrzunehmen. Gerade beim Tanzen ist ein niedrigschwelliger Einstieg wichtig. Nicht jedes Kind möchte sofort „vortanzen“. Deshalb eignen sich Bewegungsspiele, bei denen alle gleichzeitig aktiv sind.

Mögliche Aufgaben:

  • Bewege dich frei zur Musik.

  • Wenn die Musik stoppt, frierst du ein.

  • Bewege dich wie ein Roboter.

  • Bewege dich wie ein Luftballon.

  • Tanze ganz groß.

  • Tanze ganz klein.

  • Bewege dich langsam.

  • Bewege dich schnell.

  • Laufe durch den Raum, ohne jemanden zu berühren.

Ein Stopp-Tanz ist hier ein perfekter Einstieg. Die Kinder müssen noch nichts erfinden oder präsentieren, sondern erleben erstmal: Musik und Bewegung gehören zusammen.

Einheit 2: Tanzbausteine sammeln

In dieser Einheit wird ein Bewegungsrepertoire aufgebaut. Die Kinder sammeln Bewegungen, die später als Tanzbausteine genutzt werden können. Tanzbausteine: klatschen, stampfen, drehen, springen, schleichen, winken, einfrieren, groß werden, klein werden, gehen, tippen, Roboter, Welle, Pose, Sternsprung.

Die Bewegungen können auf Karten festgehalten werden. Das ist hilfreich, weil die Kinder die Karten später nutzen können, um eigene Bewegungsfolgen zu legen. Wichtig ist hier: Es gibt nicht nur „richtige“ Tanzschritte. Auch Alltagsbewegungen können Tanzbausteine werden.

Einheit 3: Bewegungen verändern

Jetzt wird die Gestaltungsidee vertieft. Die Kinder merken: Eine Bewegung kann unterschiedlich wirken. 

Stampfen

  • leise / laut stampfen

  • langsam / schnell stampfen

  • auf der Stelle / durch den Raum stampfen

  • wütend / fröhlich stampfen

Hier lernen sie Gestaltungskriterien kennen: Raum, Zeit, Kraft, Richtung, Höhe, Ausdruck.

Einheit 4: Spiegel, Schatten, Partnerkind

In dieser Einheit steht das gemeinsame Tanzen im Mittelpunkt. Formen:

  • Spiegel-Tanz: Ein Kind macht vor, das andere spiegelt.

  • Schatten-Tanz: Ein Kind bewegt sich vorne, das andere folgt.

  • Partner-Baustein: Zwei Kinder entwickeln eine gemeinsame Bewegung.

  • Bewegungsweitergabe: Ein Kind zeigt einen Baustein, das nächste ergänzt einen.

Diese Stunde fördert Kooperation und Aufmerksamkeit. Kinder müssen nicht nur an ihre eigene Bewegung denken, sondern auf andere achten. Wichtig ist eine klare Regel: Wir lachen niemanden aus. Wir probieren gemeinsam. Gerade beim Tanzen ist eine wertschätzende Atmosphäre entscheidend.

Einheit 5: Vier Bausteine ergeben einen Tanz

Diese Einheit eignet sich besonders gut für einen Unterrichtsbesuch. Die Kinder haben bereits Tanzbausteine kennengelernt und sollen nun aus vier Bewegungen eine Tanzfolge legen.

Beispiel: klatschen - drehen - stampfen - einfrieren

Daraus entsteht eine einfache Bewegungsfolge. Die Kinder wiederholen die Reihenfolge mehrfach zur Musik. Der Lernzuwachs wird sichtbar: Vorher gibt es einzelne Bewegungen. Nachher gibt es eine geordnete Folge mit Anfang und Ende.

Einheit 6: Unser Gruppentanz

In dieser Einheit wird die Bewegungsfolge erweitert. Die Kinder ergänzen Raumwege: im Kreis, in einer Reihe, in einer Linie, vorwärts, rückwärts, zur Seite, Platzwechsel, Zickzack , zusammenkommen, auseinandergehen. 

Beispiel:

  • Start in einer Reihe

  • zwei Schritte nach vorne

  • klatschen

  • drehen

  • zurückgehen

  • einfrieren

Die Kinder erleben: Ein Tanz besteht nicht nur aus einzelnen Bewegungen, sondern auch aus Raumwegen und Formationen.

Einheit 7: Tanzprobe mit Kriterien

In dieser Einheit wird geübt und verbessert. Die Kinder arbeiten an einfachen Kriterien:

  • Haben wir einen klaren Anfang?

  • Kennen alle die Reihenfolge?

  • Starten wir gemeinsam?

  • Bewegen wir uns deutlich?

  • Hören wir auf die Musik?

  • Haben wir ein gemeinsames Ende?

Die Gruppen bekommen Rückmeldung. Wichtig ist, dass die Rückmeldung wertschätzend und konkret bleibt. Mögliche Rückmeldesätze:

  • „Ich habe erkannt, dass …“

  • „Besonders klar war …“

  • „Beim nächsten Mal könntet ihr …“

  • „Euer Anfang war gut, weil …“

Einheit 8: Unsere Tanzbühne

Zum Abschluss präsentieren die Kinder ihre Bewegungsfolgen. Das muss keine große Aufführung sein. Für viele Kinder reicht eine kleine Präsentation im geschützten Rahmen. Mögliche Präsentationsformen: vor einer Partnergruppe, im Halbkreis, als Galerie der Bewegungsfolgen, mit freiwilliger Präsentation, als Klassentanz, als kleine Abschlussrunde.

Wichtig ist, dass nicht bewertet wird, wer am besten tanzt, sondern dass die Kriterien sichtbar bleiben: Reihenfolge, Anfang, Ende, deutliche Bewegungen, Zusammenspiel, Ausdruck.

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UB-Stunde

Thema der Stunde

Vier Bausteine ergeben einen Tanz – Wir gestalten eine kurze Bewegungsfolge zur Musik.

Kindgerechte Forscherfrage

Wie wird aus einzelnen Bewegungen ein kleiner Tanz?

Ziel der Stunde

Die Lernenden gestalten eine kurze Tanzfolge aus vier Tanzbausteinen, indem sie einfache Bewegungen auswählen, in eine Reihenfolge bringen, wiederholen, zur Musik üben und in der Gruppe präsentieren, um erste Bewegungsgestaltungen bewusst zu strukturieren und gemeinsam rhythmisch umzusetzen. (Lehrplan NRW; Friedrich Verlag)

Warum diese Stunde gut passt

Diese Stunde passt gut für einen Besuch, weil der Lernzuwachs sichtbar und gleichzeitig kindgerecht ist. Die Kinder bewegen sich nicht nur frei zur Musik, sondern gestalten bewusst:

  • Sie wählen Bewegungen aus.

  • Sie legen eine Reihenfolge.

  • Sie wiederholen die Bewegungsfolge.

  • Sie üben zur Musik.

  • Sie achten auf Anfang und Ende.

  • Sie präsentieren eine kurze Choreografie.

Das ist fachlich klarer als eine reine Tanzspielstunde, aber nicht zu anspruchsvoll für Klasse 2. Die Aufgabe ist gut differenzierbar. Unsichere Kinder können vorgegebene Karten nutzen. Stärkere Kinder können eigene Bewegungen erfinden, Raumwege einbauen oder mit Tempo variieren. Für den UB finde ich schön, dass die Kinder ein echtes Produkt entwickeln: eine kleine Tanzfolge. Gleichzeitig steht nicht Perfektion im Mittelpunkt, sondern Gestaltung, Bewegung, Kooperation und Ausdruck.

Verlauf der Stunde

PhaseInhaltSozialform / MethodeZiel
EinstiegBewegungswarm-up mit Musik-Stopp. Die Kinder bewegen sich frei zur Musik und frieren beim Stopp ein.Gesamtgruppe / TanzspielDie Kinder kommen in Bewegung und bauen Hemmungen ab.
AktivierungBekannte Tanzbausteine werden mit Karten wiederholt: Klatschen, Stampfen, Drehen, Springen, Einfrieren.Plenum / BewegungskartenDie Kinder erinnern bekannte Bewegungen.
ZieltransparenzDie Forscherfrage wird eingeführt: „Wie wird aus einzelnen Bewegungen ein kleiner Tanz?“PlenumDie Kinder kennen den Schwerpunkt der Stunde.
ErarbeitungDie Lehrkraft legt vier Beispielkarten und zeigt, wie daraus eine Reihenfolge entsteht.Demonstration / MitmachenDie Kinder verstehen das Prinzip der Tanzbausteine.
Kriterien klärenGemeinsam werden einfache Kriterien gesammelt: vier Bausteine, gleiche Reihenfolge, gemeinsamer Anfang, gemeinsames Ende.Plenum / KriterienplakatDie Kinder wissen, worauf sie achten sollen.
ArbeitsphaseGruppen wählen oder erhalten vier Tanzbausteine, legen die Reihenfolge und üben zur Musik.KleingruppenarbeitDie Kinder gestalten eine eigene kurze Bewegungsfolge.
ZwischenimpulsLehrkraft unterstützt mit Impulsen/Fragen: „Was kommt zuerst?“, „Wie startet ihr gemeinsam?“, „Wie endet euer Tanz?“Beratung / ImpulsDie Gruppen strukturieren ihre Folge.
SicherungZwei bis drei Gruppen präsentieren ihre Bewegungsfolge. Die Zuschauerkinder achten auf ein Kriterium.Präsentation / BeobachtungsauftragDie Kinder zeigen und reflektieren Bewegungsgestaltungen.
VerdichtungGemeinsamer Merksatz: „Aus Tanzbausteinen wird ein Tanz, wenn wir sie ordnen, wiederholen und gemeinsam zur Musik bewegen.“PlenumDer Lernzuwachs wird gesichert.
AbschlussAlle tanzen eine gemeinsame Vier-Bausteine-Folge.GesamtgruppeDie Stunde endet bewegungsfreudig und gemeinschaftlich.

In der Stunde ist wichtig, dass die Kinder möglichst viel Bewegungszeit haben. Die Erklärphasen sollten kurz bleiben. Karten, Symbole und Musik helfen, die Aufgabe schnell verständlich zu machen.

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Anforderungsbereiche

AB I – Reproduzieren: Die Lernenden benennen und zeigen bekannte Tanzbausteine wie Klatschen, Stampfen, Drehen, Springen oder Einfrieren.

AB II – Zusammenhänge herstellen: Die Lernenden wählen vier Tanzbausteine aus, bringen sie in eine Reihenfolge und wiederholen sie passend zur Musik.

AB III – Verallgemeinern und Reflektieren: Die Lernenden gestalten ihre Bewegungsfolge weiter, achten auf Anfang, Ende und gemeinsame Ausführung und geben kriteriengeleitete Rückmeldungen zu anderen Tanzfolgen.

Einstiegsidee

Eine einfache Einstiegsidee ist der Stopptanz (mit Impulsen). Die Musik läuft. Die Kinder bewegen sich frei durch die Halle. Wenn die Musik stoppt, frieren sie ein. In der ersten Runde dürfen sie einfach stehen bleiben. Danach gibt die Lehrkraft kleine Impulse:

  • Friere wie ein Roboter ein.

  • Friere ganz groß ein.

  • Friere ganz klein ein.

  • Friere mit einer Partnerpose ein.

  • Friere wie eine Statue ein.

Danach fragt die Lehrkraft: Welche Bewegungen haben wir gerade schon getanzt? Die Kinder nennen Bewegungen, die anschließend als Tanzbausteine sichtbar gemacht werden.

So entsteht der Übergang zur Stundenfrage: Wie wird aus einzelnen Bewegungen ein kleiner Tanz?

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Differenzierung

Unterstützend

  • vorgegebene vier Bewegungskarten

  • nur drei Bausteine statt vier

  • Bewegungen am Platz statt mit Raumwegen

  • Partnerarbeit statt Kleingruppe

  • Bildkarten mit Symbolen

  • Musik mit klarem Grundschlag

  • Lehrkraft oder Kind macht Bewegungen vor

  • feste Reihenfolge vorgeben

  • einfache Bewegungen wählen: klatschen, stampfen, drehen, einfrieren

  • Präsentation freiwillig oder in kleiner Gruppe

  • Gruppenbereich mit Reifen oder Hütchen markieren

Erweiternd

  • eigene Tanzbausteine erfinden

  • Raumweg ergänzen

  • Bewegungen in hoch/tief oder schnell/langsam variieren

  • Wiederholung einbauen, zum Beispiel A-B-A-B

  • Partnerbewegung integrieren

  • Anfangspose und Endpose gestalten

  • auf Synchronität achten

  • Bewegungsfolge für eine andere Gruppe lesbar mit Symbolen legen

  • ein anderes Musikstück ausprobieren

  • kurze Rückmeldung mit Begründung geben

  • Bewegungen passend zur Stimmung der Musik verändern

Die Differenzierung funktioniert gut über die Anzahl der Bausteine, den Grad der Offenheit, die Gruppengröße und die Präsentationsform.

Ideen für Klasse 1 bis 4

KlassenstufeMögliche Umsetzung
Klasse 1Freie Bewegungen zur Musik, Musik-Stopp, einfache Tanzbausteine nachahmen und kurze Bewegungsfolgen mit 2–3 Bausteinen legen.
Klasse 2Tanzbausteine sammeln, vier Bewegungen ordnen, wiederholen und als kurze Choreografie präsentieren.
Klasse 3Bewegungen variieren, Raumwege ergänzen, Partner- und Gruppenformen entwickeln und erste Rückmeldungen geben.
Klasse 4Choreografien stärker gestalten, mit Formationen, Dynamik, Ausdruck, Wiederholung und Musikanalyse arbeiten.

Diese Reihe würde ich in Klasse 2 verorten. Sie lässt sich aber vereinfachen oder erweitern.

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Materialideen

MaterialEinsatzmöglichkeit
MusikanlageMusik abspielen und Bewegungsphasen strukturieren
Musikstücke mit klarem Grundschlagerleichtern rhythmisches Bewegen
Tanzbaustein-KartenBewegungen auswählen, legen und ordnen
SymbolkartenAnfang, Wiederholung, Ende, schnell, langsam, hoch, tief sichtbar machen
Reifen oder MarkierungshütchenGruppenbereiche in der Halle markieren
Tücher oder ChiffontücherBewegungen erweitern und Ausdruck unterstützen
kleine BälleTanzspiele oder Partnerübungen
Raumweg-KartenKreis, Linie, Reihe, Zickzack oder Platzwechsel einbauen
KriterienplakatAnfang, Ende, Reihenfolge und deutliche Bewegungen sichern
Feedbackkartenwertschätzende Rückmeldung strukturieren
Gruppenkarte „Unser Tanz“Bewegungsfolge dokumentieren
Beobachtungskarte für die LehrkraftLernzuwachs und Kooperation beobachten
Exit-RitualLieblingsbaustein am Ende zeigen

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Eduki-Material ergänze ich an dieser Stelle nachträglich, sobald ich es fertiggestellt habe.

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Typische Schwierigkeiten

Beim Tanzen können verschiedene Schwierigkeiten auftreten. Typische Stolperstellen sind:

  • Kinder haben Hemmungen, sich zur Musik zu bewegen.

  • Einige Kinder tanzen sehr frei, andere trauen sich kaum.

  • Die Stunde wird zu unstrukturiert, wenn nur frei getanzt wird.

  • Gruppen einigen sich schwer auf Bewegungen.

  • Einzelne Kinder übernehmen alles, andere machen kaum mit.

  • Die Präsentation erzeugt Unsicherheit.

  • Kinder lachen über Bewegungen anderer.

  • Der Fokus liegt zu sehr auf „schön tanzen“.

  • Die Bewegungsfolge wird nicht wiederholt und bleibt zufällig.

  • Anfang und Ende fehlen.

  • Musik ist zu schnell oder zu komplex.

  • Rückmeldungen bleiben unspezifisch.

Sachanalyse

Tanzen ist eine rhythmische und gestaltende Bewegungsform. Im Sportunterricht verbindet Tanzen Körperwahrnehmung, Rhythmus, Raum, Ausdruck und Kooperation.

Tanz kann frei, angeleitet, allein, mit Partnerkind oder in Gruppen stattfinden. In der Grundschule steht nicht professionelle Tanztechnik im Mittelpunkt, sondern die Erfahrung, dass Bewegungen gestaltet, verändert, geordnet und präsentiert werden können.

Tanzbausteine sind einzelne Bewegungen, die zu einer Bewegungsfolge zusammengesetzt werden. Ein Tanzbaustein kann eine Alltagsbewegung, eine sportliche Bewegung oder eine freie Ausdrucksbewegung sein.

Durch Wiederholung entsteht Wiedererkennbarkeit. Durch Reihenfolge entsteht Struktur. Durch Musik wird Bewegung rhythmisch gebunden. Durch Raumwege und Formationen wird eine Bewegungsfolge gestalterisch erweitert.

Wichtige Gestaltungskriterien sind: Raum, Zeit, Dynamik, Körperform, Beziehung zu anderen, Ausdruck, Anfang und Ende, Wiederholung.

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Didaktische Begründung

Das Thema ist besonders geeignet, weil Kinder ein großes Bewegungsbedürfnis haben und über Musik, Spiel und Nachahmung gut in Bewegung kommen.

Tanzbausteine geben Sicherheit. Kinder müssen nicht direkt einen kompletten Tanz können, sondern arbeiten mit kleinen Bewegungen. Dadurch wird Tanzen niedrigschwelliger.

Die Reihe ermöglicht allen Kindern Teilhabe, auch wenn sie wenig Tanzerfahrung haben. Bewegungen können vereinfacht, wiederholt oder verändert werden. Wer unsicher ist, kann mit Karten arbeiten. Wer stärker ist, kann eigene Variationen entwickeln.

Didaktisch bedeutsam ist, dass die Kinder ihren Körper als Ausdrucksmittel erleben. Sie lernen: Bewegungen können etwas zeigen. Sie können fröhlich, ruhig oder stark wirken.

Außerdem fördert die Reihe Kooperation. Kinder müssen sich in Gruppen abstimmen, Bewegungen auswählen, gemeinsam üben und Rücksicht nehmen.

Methodische Begründung

Methodisch eignet sich ein Wechsel aus spielerischem Einstieg, kurzer Demonstration, Gruppenarbeit und Präsentation.

Bewegungskarten sind hilfreich, weil sie Tanzbausteine sichtbar machen. Kinder können Karten legen, verschieben, ordnen und sich dadurch die Reihenfolge besser merken.

Musik-Stopp-Spiele schaffen einen niedrigschwelligen Einstieg. Alle Kinder bewegen sich gleichzeitig, niemand steht allein im Fokus. Das baut Hemmungen ab.

Das Vormachen und Nachmachen gibt Sicherheit. Gerade in Klasse 2 brauchen Kinder oft ein klares Beispiel, bevor sie selbst kreativ werden.

Gruppenarbeit ermöglicht gemeinsames Gestalten. Damit sie gelingt, sollten Gruppen nicht zu groß sein und die Aufgabe begrenzt bleiben.

Kurze Übungsphasen passen zur Aufmerksamkeitsspanne. Lieber mehrere kurze Durchgänge als eine lange, unstrukturierte Probe.

Kriterien helfen bei Präsentation und Rückmeldung. Die Kinder wissen, worauf sie achten sollen: Sind vier Bausteine erkennbar? Gibt es eine Reihenfolge? Startet die Gruppe gemeinsam? Gibt es ein Ende?

Wertschätzende Rückmeldungen sind beim Tanzen besonders wichtig, weil viele Kinder sich mit ihrem Körper zeigen. Die Rückmeldung sollte deshalb niemals bloßstellend sein, sondern konkret und freundlich.

Mein Fazit

Ich finde Tanzen ein richtig schönes, aber auch sensibles Thema. Ich habe selbst kein Sport studiert, deshalb habe ich mich für diese Reihe nochmal bewusst eingelesen und versucht, eine Idee zu entwickeln, die auch ohne Profi-Tanzwissen gut umsetzbar ist.

Für mich ist die Tanzbaustein-Idee deshalb so hilfreich: Sie nimmt Druck raus. Kinder müssen nicht „perfekt tanzen“. Sie dürfen mit einfachen Bewegungen starten, diese ordnen und daraus etwas Eigenes entwickeln.

Mein wichtigster Gedanke zur Reihe ist: Ein Tanz muss nicht perfekt sein. Er muss Kindern ermöglichen, Bewegung, Musik und Ausdruck gemeinsam zu erleben.

Eure Caro
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FAQ

  • Für welche Klasse eignet sich Tanzen mit Tanzbausteinen?

    Die Reihe eignet sich gut für Klasse 2. Sie kann aber für Klasse 1 vereinfacht und für Klasse 3/4 durch Raumwege, Formationen und mehr Gestaltungskriterien erweitert werden.

  • Was ist eine gute UB-Stunde zum Thema Tanzen?

    Eine gute UB-Stunde ist „Vier Bausteine ergeben einen Tanz“. Die Kinder wählen vier Bewegungen aus, bringen sie in eine Reihenfolge, üben zur Musik und präsentieren eine kurze Bewegungsfolge.

  • Was sind Tanzbausteine?

    Tanzbausteine sind einzelne Bewegungen wie Klatschen, Stampfen, Drehen, Springen, Einfrieren oder Winken. Aus mehreren Bausteinen kann eine Bewegungsfolge entstehen.

  • Warum sind Tanzbausteine in der Grundschule sinnvoll?

    Sie geben Kindern Sicherheit, weil sie mit einfachen Bewegungen starten. Gleichzeitig ermöglichen sie Kreativität, weil Kinder Bewegungen auswählen, kombinieren und verändern können.

  • Welche Musik eignet sich zum Tanzen in Klasse 2?

    Geeignet ist Musik mit klarem Grundschlag, nicht zu schnellem Tempo und einer freundlichen Stimmung. Wichtig ist, dass Kinder sich gut daran orientieren können.

  • Wie kann man Tanzen differenzieren?

    Unterstützend helfen vorgegebene Bewegungskarten, weniger Bausteine, Partnerarbeit und einfache Bewegungen. Erweiternd können eigene Bausteine, Raumwege, Variationen und Anfangs- oder Endposen ergänzt werden.

  • Wie verhindert man Bloßstellung beim Tanzen?

    Durch gleichzeitige Bewegungsphasen, freiwillige Präsentationen, kleine Gruppen, klare Regeln und wertschätzende Rückmeldungen. Niemand sollte ausgelacht oder zum Vortanzen gedrängt werden.

  • Welche Materialien helfen beim Tanzen in der Grundschule?

    Hilfreich sind Musik, Tanzbaustein-Karten, Symbolkarten, Raumweg-Karten, Tücher, Reifen, Kriterienplakate, Feedbackkarten und Gruppenkarten.

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Caro from Caro's Class

Hi! Ich bin Caro, Lehrerin und reise mit meinem Partner in unserem T4 Bulli einmal um die Welt.

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