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Quick Facts: Wortarten
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Ein Unterrichtsentwurf zu Wortarten eignet sich gut für Deutsch in Klasse 1/2. Die Kinder entdecken Nomen, Verben und Adjektive zunächst handelnd, bildlich und mündlich, bevor sie die Fachbegriffe zunehmend sicher verwenden.
Für einen Unterrichtsbesuch ist eine Wortdetektiv-Stunde sehr passend. Die Kinder untersuchen Wörter, nutzen einfache Proben und begründen, ob ein Wort ein Nomen, Verb oder Adjektiv ist.
Im Lehrplan Deutsch NRW passt das Thema zum Bereich Sprache und Sprachgebrauch untersuchen. Die Kinder gewinnen Einsicht in Sprache, unterscheiden Wörter und nutzen erste grammatische Fachbegriffe. (Lehrplan NRW)
Allgemeines zu Wortarten
Wortarten klingen im ersten Moment vielleicht trocken. Nomen, Verben, Adjektive – das hört sich schnell nach Grammatik, Arbeitsblatt und Auswendiglernen an.
Dabei kann das Thema in Klasse 1/2 richtig lebendig werden. Kinder sammeln Wörter, bewegen sich zu Verben, fühlen Gegenstände und beschreiben sie mit Adjektiven, suchen Nomen im Klassenraum und bauen aus Wortkarten eigene Sätze. So wird Grammatik nicht nur erklärt, sondern erlebt.
Ich habe das Thema selbst unterrichtet, begleitet und im Praxissemester mehrfach gesehen. Im Referendariat habe ich außerdem einen Unterrichtsbesuch einer Freundin dazu in Klasse 2 gesehen. An diese Reihe lehnt sich auch meine Planung an.
Besonders wichtig finde ich: Kinder sollen Wortarten nicht nur nach Farben sortieren. Sie sollen verstehen, warum ein Wort zu einer Wortart gehört. Dafür helfen einfache Proben:
Kann ich der, die oder das davor setzen?
Kann ich es tun?
Beschreibt es, wie etwas ist?
Genau dadurch wird Sprachbewusstheit aufgebaut. Cornelsen beschreibt Nomen, Verben und Adjektive als die ersten zentralen Wortarten, die Kinder in der Grundschule kennenlernen. (Cornelsen)
Wenn du weitere Artikel zum Deutschunterricht suchst, passen auch meine Entwürfe zu Satzarten, Vorlesetheater, kreativem Schreiben mit der Erzählkiste und die Themensammlung Unterrichtsbesuche Deutsch Klasse 2 gut dazu.

Lehrplanbezug NRW
Die Reihe ist im Lehrplan Deutsch NRW dem Bereich Sprache und Sprachgebrauch untersuchen zuzuordnen. Kinder setzen sich mit Sprache als Untersuchungsgegenstand auseinander, unterscheiden sprachliche Einheiten und nutzen Fachbegriffe als gemeinsame Verständigungsgrundlage. (Lehrplan NRW)
| Bereich | Bedeutung für die Reihe |
|---|---|
| Sprache und Sprachgebrauch untersuchen | Wörter untersuchen, ordnen und Wortarten erkennen |
| Sprechen und Zuhören | Sortierungen erklären und Entscheidungen begründen |
| Schreiben | Wörter aus verschiedenen Wortarten in eigenen Sätzen verwenden |
| Lesen – mit Texten und Medien umgehen | Wortarten in kurzen Sätzen, Texten oder Bilderbüchern entdecken |
| Rechtschreiben | Nomen und Großschreibung anbahnen |
| Sprachbildung | Fachbegriffe zunehmend sicher verwenden |
Die Reihe unterstützt besonders die Entwicklung von Sprachbewusstheit. Kinder lernen, Sprache nicht nur zu benutzen, sondern über Sprache nachzudenken.

UB-Reihenplanung
Thema der Reihe
Wörter unter der Lupe – Wir entdecken Nomen, Verben und Adjektive.
Kindgerechte Themenformulierung
Wortdetektive gesucht! – Wir finden Namenwörter, Tunwörter und Wiewörter.
Kernanliegen der Reihe
Die Lernenden entwickeln ein erstes Verständnis für die Wortarten Nomen, Verben und Adjektive, indem sie Wörter in lebensnahen Sprachsituationen sammeln, nach Merkmalen untersuchen, ordnen, mit passenden Proben überprüfen und in eigenen Sätzen anwenden, um Sprache bewusster wahrzunehmen und grundlegende grammatische Fachbegriffe zunehmend sicher zu nutzen.
Aufbau der Reihe
| 1. Wörter sammeln, Wörter sortieren – Was können Wörter alles sein? | Die Lernenden entwickeln ein erstes Bewusstsein für Wörter als sprachliche Einheiten, indem sie Wörter zu Bildern, Gegenständen und Handlungen sammeln und nach eigenen Kriterien sortieren, um Sprache als untersuchbaren Gegenstand wahrzunehmen. |
| 2. Namenwörter entdecken – Wer oder was ist das? | Die Lernenden erkennen Nomen als Wörter für Menschen, Tiere, Pflanzen und Dinge, indem sie Bild- und Wortkarten zuordnen, passende Artikel erproben und Nomen in ihrer Umgebung sammeln, um erste Merkmale von Nomen zu verstehen. |
| 3. Nomen schreiben wir groß – Wir prüfen Namenwörter mit der Artikelprobe. | Die Lernenden festigen Nomen, indem sie die Artikelprobe mit der, die, das anwenden und Nomen in Wortlisten oder kurzen Sätzen erkennen, um die Großschreibung von Nomen anzubahnen. |
| 4. Tunwörter entdecken – Was tun wir? | Die Lernenden erkennen Verben als Wörter für Tätigkeiten und Vorgänge, indem sie Bewegungen ausführen, passende Verben benennen und Bildkarten mit Tunwörtern verbinden, um Verben als handlungsbezogene Wortart zu verstehen. |
| 5. Verben verändern sich – Ich gehe, du gehst, wir gehen. | Die Lernenden entdecken erste Veränderungen von Verben, indem sie Verben zu Personen einsetzen und einfache Sätze sprechen oder legen, um zu erkennen, dass Verben im Satz angepasst werden können. |
| 6. Wiewörter entdecken – Wie ist etwas? | Die Lernenden erkennen Adjektive als Wörter, die Eigenschaften beschreiben, indem sie Gegenstände, Bilder oder Figuren mit passenden Wiewörtern beschreiben und Gegensätze finden, um ihre Ausdrucksmöglichkeiten zu erweitern. |
| 7. Drei Wortarten im Einsatz – Wir sortieren Nomen, Verben und Adjektive. | Die Lernenden unterscheiden Nomen, Verben und Adjektive, indem sie Wörter mithilfe von Proben untersuchen, sortieren und ihre Zuordnung begründen, um die drei Wortarten sicherer voneinander abzugrenzen. |
| 8. Wörter machen Sätze bunt – Wir schreiben kleine Wortarten-Sätze. | Die Lernenden wenden ihr Wissen produktiv an, indem sie aus Nomen, Verben und Adjektiven eigene einfache Sätze bilden, überarbeiten und präsentieren, um Wortarten als Bausteine sinnvoller Sätze zu nutzen. |

Vertiefung der einzelnen Einheiten
1. Wörter sammeln, Wörter sortieren – Was können Wörter alles sein?
In der ersten Einheit geht es noch nicht direkt um Fachbegriffe. Die Kinder entwickeln zunächst ein Bewusstsein dafür, dass Wörter untersucht und sortiert werden können.
Aktivitäten:
Wörter zu einem Bild, Gegenständen im Klassenraum oder zu Bewegungen sammeln
Wörter nach eigenen Kriterien sortieren und kurze Wortkarten lesen
mündlich begründen: Warum passen diese Wörter zusammen?
Mögliche Sortierideen der Kinder:
kurze und lange Wörter
Wörter mit gleichem Anfangsbuchstaben
Wörter für Dinge
Wörter für Tiere
Wörter, die man tun kann
Wörter, die etwas beschreiben
Diese Einheit ist wichtig, weil die Kinder merken: Sprache kann man untersuchen. Wörter sind nicht einfach nur da, sondern sie haben unterschiedliche Aufgaben.
2. Namenwörter entdecken – Wer oder was ist das?
In der zweiten Einheit lernen die Kinder Nomen kennen. Kindgerecht kann zunächst mit dem Begriff Namenwort gearbeitet werden. Parallel kann der Fachbegriff Nomen eingeführt werden.
Inhalte:
Nomen benennen Menschen, Tiere, Pflanzen und Dinge.
Nomen können oft mit der, die oder das verbunden werden
Aktivitäten:
Nomen im Klassenraum suchen
Bildkarten und Wortkarten zuordnen und Artikelprobe ausprobieren
Nomen nach Menschen, Tieren, Pflanzen und Dingen sortieren
Nomen in kurzen Sätzen finden und mit Artikeln aufschreiben
Cornelsen beschreibt Nomen als Wörter, die Dingen oder Lebewesen Namen geben; in der Grundschule wird dafür häufig der Begriff Namenwort genutzt. (Cornelsen)
3. Nomen schreiben wir groß – Wir prüfen Namenwörter mit der Artikelprobe
In der dritten Einheit wird die Nomenarbeit mit der Rechtschreibung verbunden. Die Kinder wenden die Artikelprobe an und erkennen: Nomen schreiben wir groß.
Aktivitäten:
der, die, das zuordnen, Nomen in Wortlisten finden und Nomen in Sätzen markieren
Nomen großschreiben, Nomen mit Artikel aufschreiben
Nomen-Suchspiel im Klassenraum oder ein Nomen-Memory
Satzstarter:
„Ich erkenne ein Nomen, weil …“
„Ich kann der/die/das davor setzen.“
„Das Wort benennt …“
„Nomen schreiben wir groß.“
Wichtig ist, die Artikelprobe nicht als einzige absolute Regel zu behandeln, aber sie ist für Klasse 1/2 ein guter Anfang.
4. Tunwörter entdecken – Was tun wir?
In der vierten Einheit lernen die Kinder Verben kennen. Der kindgerechte Begriff Tunwort ist hier sehr hilfreich, weil Verben über Bewegung und Handlung erfahrbar werden.
Aktivitäten:
Bewegungen vormachen und dazu passende Verben nennen
Verbkarten ziehen, pantomimisch darstellen und „Ich kann …“-Probe nutzen
Bildkarten und Verben zuordnen oder Verben in Sätzen finden
So merken Kinder: Verben beschreiben, was jemand tut oder was geschieht.

5. Verben verändern sich – Ich gehe, du gehst, wir gehen
In der fünften Einheit entdecken die Kinder, dass Verben sich im Satz verändern können.
Aktivitäten:
Verb zu Personen setzen und ich/du/wir-Sätze legen
Satzstreifen vervollständigen und die passende Verbform auswählen
Bewegungen mit Sätzen verbinden und kleine Sprechspiele durchführen
Zum Beispiel: ich gehe / du gehst / wir gehen
Diese Einheit sollte in Klasse 1/2 noch sehr einfach bleiben. Ziel ist nicht, Konjugation vollständig systematisch zu behandeln, sondern erste Sprachbeobachtungen anzubahnen.
6. Wiewörter entdecken – Wie ist etwas?
In der sechsten Einheit lernen die Kinder Adjektive kennen. Der kindgerechte Begriff Wiewort passt gut, weil Adjektive auf die Frage „Wie ist etwas?“ antworten.
Aktivitäten:
Gegenstände fühlen und beschreiben oder Bilder mit Adjektiven beschreiben
Gegensätze finden, Adjektivkarten sortieren oder passende Adjektive zu Nomen finden
Beispiele: weich - hart, groß - klein, schnell - langsam, hell - dunkel, nass - trocken
Probe: Wie ist es? Der Ball ist rund. Das Kissen ist weich. Die Schnecke ist langsam.
Cornelsen beschreibt Adjektive als Wörter, die Eigenschaften angeben und beantworten, wie etwas ist. (Cornelsen)
7. Drei Wortarten im Einsatz – Wir sortieren Nomen, Verben und Adjektive
Diese Einheit eignet sich gut als UB-Stunde. Die Kinder wenden ihr Wissen zu allen drei Wortarten an und unterscheiden Nomen, Verben und Adjektive mithilfe einfacher Proben.
Detektivfragen:
Nomen: Kann ich der, die oder das davor setzen? Ist es ein Mensch, Tier, eine Pflanze oder ein Ding?
Verb: Kann ich es tun? Passt „ich kann …“?
Adjektiv: Wie ist etwas? Beschreibt das Wort eine Eigenschaft?
Aktivitäten:
Wortdetektiv-Kiste öffnen und Beispielwörter gemeinsam untersuchen
Wortkarten sortieren, Wortarten-Plakate nutzen
Entscheidungen begründen und eigene Wörter ergänzen
Diese Einheit macht den Lernzuwachs gut sichtbar, weil Kinder nicht nur sortieren, sondern erklären.
8. Wörter machen Sätze bunt – Wir schreiben kleine Wortarten-Sätze
In der letzten Einheit wenden die Kinder ihr Wissen produktiv an. Sie bauen eigene Sätze aus Nomen, Verben und Adjektiven.
Satzmuster:
Der Hund rennt schnell. Die Blume ist bunt.
Das Kind malt leise. Die Katze schläft müde.
Aktivitäten:
Sätze aus Wortkarten legen oder würfeln, Nomen, Verb und Adjektiv farbig markieren
Sätze erweitern, eigene Sätze schreiben und Sätze vorlesen
Wortarten in eigenen Sätzen bestimmen
Hier wird deutlich: Wortarten sind nicht nur Sortierkategorien. Sie helfen Kindern, Sätze bewusster zu bauen und sprachlich genauer zu werden.

UB-Stunde
Thema der Stunde
Wortdetektive auf Spurensuche – Wir unterscheiden Nomen, Verben und Adjektive.
Drei Wortarten im Einsatz – Wir sortieren Nomen, Verben und Adjektive
Kindgerechte Forscherfrage
Wie erkennen wir Nomen, Verben und Adjektive?
Ziel der Stunde
Die Lernenden unterscheiden Nomen, Verben und Adjektive, indem sie Wörter mithilfe von Proben untersuchen, sortieren und ihre Zuordnung begründen, um die drei Wortarten sicherer voneinander abzugrenzen.

Warum diese Stunde gut passt
Diese Stunde eignet sich sehr gut für einen UB, weil der Lernzuwachs sichtbar wird. Die Kinder zeigen nicht nur, dass sie Wörter sortieren können. Sie begründen, warum ein Wort zu einer bestimmten Wortart gehört.
Besonders stark ist die Stunde, wenn die Kinder mit klaren Proben arbeiten:
der/die/das-Probe
Ich-kann-Probe
Wie-ist-es-Frage
Dadurch wird Grammatik nicht zum Auswendiglernen, sondern zu einer kleinen sprachlichen Untersuchung. Gerade in Klasse 2 passt der Wortdetektiv-Rahmen gut. Die Kinder haben eine klare Rolle, arbeiten aktiv mit Wortkarten und können ihre Entdeckungen sprachlich sichern.
Verlauf der Stunde
| Phase | Inhalt | Methode / Sozialform | Material |
|---|---|---|---|
| Einstieg | Wortdetektiv-Kiste mit drei Beispielwörtern: Hund, rennen, weich | Plenum | Kiste, Lupe, Wortkarten |
| Problemstellung | Gemeinsames Sortieren der Wörter und Entwicklung der Stundenfrage | Unterrichtsgespräch | drei Wortarten-Plakate |
| Erarbeitung | Wiederholung der Detektivfragen zu Nomen, Verben und Adjektiven | Plenum | Symbolkarten |
| Arbeitsphase | Kinder sortieren Wortkarten in Partnerarbeit und begründen ihre Entscheidung | Partnerarbeit | Wortkarten, Sortiermatte, Forscherbogen |
| Sicherung | ausgewählte Wörter werden vorgestellt und mit Probe begründet | Plenum | Tafel / Plakate |
| Reflexion | Blitzlicht: „Heute habe ich erkannt, dass …“ | Plenum | Satzstarterkarte |

Einstiegsidee
Meine Die ist eine Wortdetektiv-Kiste. In der Kiste liegen drei Wörter: Hund, rennen, weich.
Die Lehrkraft sagt: „Heute haben wir drei Wörter gefunden. Aber sie gehören nicht alle zur gleichen Gruppe. Wir müssen wie Detektive herausfinden, welche Aufgabe die Wörter haben.“
Dann werden die Wörter gemeinsam untersucht:
Hund → der Hund → Nomen
rennen → ich kann rennen → Verb
weich → Wie ist das Kissen? weich → Adjektiv
Daraus entsteht die Stundenfrage: Wie erkennen wir Nomen, Verben und Adjektive?
Differenzierungsmöglichkeiten
Unterstützend
Bildkarten zusätzlich zu Wortkarten
nur zwei Wortarten vergleichen
farbige Wortarten-Plakate
Artikelprobe als Symbolkarte
Bewegungsspiel für Verben und Fühlbeutel für Adjektive
Wörter aus der Lebenswelt der Kinder oder reduzierte Wortanzahl
Satzstarter („Das ist ein Nomen, weil …“ „Ich kann der/die/das davor setzen.“ „Das ist ein Verb, weil ich es tun kann.“ „Das ist ein Adjektiv, weil es beschreibt, wie etwas ist.“).
Erweiternd
eigene Wortkarten schreiben oder Wörter in kurzen Sätzen bestimmen
schwierige Wörter ohne Bildunterstützung
Nomen mit Artikel und Mehrzahl ergänzen
Verben in ich/du/wir-Form einsetzen
Adjektive steigern oder Gegenteile finden
eigene Detektivregel formulieren
kleine Sätze aus Nomen, Verb und Adjektiv bilden
Wörter prüfen, die ohne Satz schwer einzuordnen sind

Ideen für Klasse 1 bis 4
| Klasse 1: Wörter sammeln und erste Nomen entdecken In Klasse 1 würde ich spielerisch und konkret starten. Ideen: Wörter zu Bildern sammeln, Nomen im Klassenraum suchen, Gegenstände benennen, der/die/das ausprobieren, Wörter mit Bildern verbinden, Sortieraufgaben, Verben durch Bewegung kennenlernen, Adjektive über Fühlen und Beschreiben. Der Schwerpunkt liegt auf Sprache erleben, benennen und ordnen. |
| Klasse 2: Nomen, Verben und Adjektive unterscheiden In Klasse 2 passt die vollständige Reihe sehr gut. Ideen: Nomen mit Artikelprobe erkennen, Verben über Bewegung und „ich kann …“ erkennen, Adjektive über „Wie ist es?“ erkennen, Wortkarten sortieren, Wörter in Sätzen bestimmen, eigene Sätze mit allen drei Wortarten bilden oder ein Wortarten-Heft führen. Hier kann bereits stärker begründet werden. |
| Klasse 3: Wortarten vertiefen und im Satz anwenden In Klasse 3 können Wortarten stärker mit Rechtschreibung und Satzbau verbunden werden. Ideen: Nomen mit Artikel, Einzahl und Mehrzahl, Verben in Personalformen, Adjektive steigern, Wortarten in Texten markieren, Sätze erweitern, Wortarten zur Textüberarbeitung nutzen, Fachbegriffe sichern. Hier wird das Wissen systematischer und schriftlicher. |
| Klasse 4: Wortarten differenzierter untersuchen In Klasse 4 können weitere grammatische Aspekte hinzukommen. Ideen: Wortarten in längeren Texten bestimmen, Pronomen oder Präpositionen ergänzen, Verbformen und Zeitformen untersuchen, Adjektive flektieren und steigern, Nomen mit Fällen anbahnen, Wortarten für abwechslungsreiches Schreiben nutzen, eigene Grammatik-Erklärplakate erstellen. Hier kann stärker über Sprache reflektiert und Fachsprache genutzt werden. |
Materialideen
| Material | Einsatz |
|---|---|
| Wortdetektiv-Kiste | motivierender Einstieg |
| Detektivlupe | Ritual und Rahmung |
| Bildkarten | Unterstützung beim Wortverständnis |
| Wortkarten | Sortieren und Untersuchen |
| drei Wortarten-Plakate | Nomen, Verb, Adjektiv visualisieren |
| Symbolkarten | der/die/das, Bewegung, Wie-Frage |
| Sortiermatten | Partnerarbeit strukturieren |
| Satzstarterkarten | Begründungen unterstützen |
| Fühlbeutel | Adjektive handelnd entdecken |
| Bewegungswürfel | Verben spielerisch üben |
| Gegenstände aus dem Klassenraum | Nomen sammeln |
| Wortarten-Fächer | Proben sichern |
| Forscherbogen | Ergebnisse dokumentieren |
| Miniheft | Wortarten wiederholen |
| Tafelbild | Nomen benennen – Verben tun – Adjektive beschreiben |

Typische Schwierigkeiten
Kinder sortieren Wörter nur nach Farben, ohne Kriterien zu nutzen.
Nomen werden nur als „Dinge“ verstanden, Menschen, Tiere oder Pflanzen aber vergessen.
Abstrakte Nomen sind für Klasse 1/2 noch schwierig.
Verben werden nur als sichtbare Bewegungen verstanden.
Zustandsverben wie schlafen oder sein sind schwerer.
Adjektive werden mit Gefühlen, Farben oder Aussehen vermischt, ohne die Funktion zu verstehen.
Kinder bestimmen Wörter ohne Satzkontext falsch.
Die Artikelprobe wird zu schematisch angewendet.
Fachbegriffe und kindgerechte Begriffe werden verwechselt.
Begründungen bleiben oberflächlich.
Kinder schreiben Nomen trotz Erkennen nicht konsequent groß.

Sachanalyse
Wortarten ordnen Wörter nach grammatischen und semantischen Merkmalen. In der Grundschule stehen meist zuerst Nomen, Verben und Adjektive im Mittelpunkt.
Nomen bezeichnen Menschen, Tiere, Pflanzen, Dinge sowie später auch Gefühle oder abstrakte Vorstellungen. Sie können häufig mit einem Artikel verbunden werden und werden im Deutschen großgeschrieben.
Verben bezeichnen Tätigkeiten, Vorgänge oder Zustände. Sie können verändert bzw. gebeugt werden, zum Beispiel: ich male, du malst, wir malen.
Adjektive beschreiben Eigenschaften und Merkmale. Sie beantworten häufig die Frage „Wie ist etwas?“ und können später auch gesteigert werden, zum Beispiel: klein, kleiner, am kleinsten.
Für Klasse 1/2 sind die kindgerechten Begriffe Namenwort, Tunwort und Wiewort hilfreich. Gleichzeitig sollten die Fachbegriffe Nomen, Verb und Adjektiv angebahnt werden. Wichtig ist: Wortartenbestimmung ist bei jungen Kindern noch stark beispiel- und kontextgebunden. Deshalb eignen sich zu Beginn eindeutige Wörter und anschauliche Zugänge.

Didaktische Begründung
Wortarten sind ein grundlegender Bestandteil der Sprachreflexion. Kinder lernen, Sprache nicht nur zu verwenden, sondern über Sprache nachzudenken.
Die Reihe fördert Sprachbewusstheit, Wortschatzarbeit, Rechtschreibung, Satzbildung, mündliches Begründen, Fachsprache, Textverständnis und Ausdrucksfähigkeit.
Nomen, Verben und Adjektive eignen sich für Klasse 1/2, weil sie an konkreten Beispielen erfahrbar sind. Nomen können im Klassenraum gesucht werden. Verben können bewegt werden. Adjektive können über Gegenstände, Bilder oder Fühlmaterialien entdeckt werden.
Die UB-Stunde ist didaktisch sinnvoll, weil sie die drei Wortarten zusammenführt. Die Kinder wenden Proben an, sortieren Wörter und begründen ihre Entscheidungen. Dadurch wird sichtbar, ob sie erste grammatische Kriterien verstanden haben.
Methodische Begründung
Methodisch bietet sich ein spielerischer und handlungsorientierter Aufbau an. Ein sinnvoller Lernweg ist:
Wörter sammeln
Wörter sortieren
Nomen entdecken
Artikelprobe nutzen
Verben handelnd erfahren
Adjektive über Eigenschaften entdecken
Wortarten unterscheiden
Wörter in Sätzen anwenden
Der Wortdetektiv-Rahmen motiviert die Kinder und gibt dem Unterricht eine klare Struktur. Die Kinder übernehmen die Rolle von Sprachforschenden und untersuchen Wörter mit Detektivfragen.
Bildkarten, Gegenstände und Bewegungen ermöglichen einen konkreten Zugang. Satzstarter und Symbolkarten unterstützen die sprachliche Sicherung.
Partnerarbeit ist besonders geeignet, weil die Kinder über ihre Zuordnungen sprechen und Entscheidungen begründen müssen. Die Sicherung an der Tafel führt die Einzelergebnisse zusammen und macht die drei Wortarten sichtbar.

Mein Fazit
Wortarten können in Klasse 1/2 richtig lebendig und sinnvoll unterrichtet werden, wenn sie nicht nur als Grammatikthema auf dem Arbeitsblatt erscheinen. Ich habe das Thema selbst unterrichtet, begleitet, im Praxissemester mehrfach gesehen und im Referendariat einen Unterrichtsbesuch einer Freundin dazu erlebt.
Gerade in Klasse 2 kann eine Wortdetektiv-Stunde sehr gut funktionieren, wenn die Kinder schon erste Erfahrungen mit Nomen, Verben und Adjektiven gesammelt haben. Besonders wichtig finde ich: Die Kinder sollen nicht nur wissen, dass Nomen blau, Verben rot und Adjektive grün sind. Sie sollen erklären können, warum ein Wort zu einer Wortart gehört.
Wenn Kinder am Ende sagen können: „Das ist ein Verb, weil ich es tun kann“ oder „Das ist ein Adjektiv, weil es beschreibt, wie etwas ist“, dann ist der Lernzuwachs sichtbar.
Eure Caro
Instagram – Für mehr ehrliche Einblicke in Grundschule und Referendariat.
FAQ
Für welche Klasse eignet sich das Thema Wortarten?
Das Thema eignet sich besonders gut für Klasse 1/2, wenn Nomen, Verben und Adjektive anschaulich und handlungsorientiert eingeführt werden. In Klasse 3/4 kann das Wissen vertieft werden.
Welche Wortarten lernen Kinder zuerst?
In der Grundschule lernen Kinder meist zuerst Nomen, Verben und Adjektive kennen. Diese Wortarten sind besonders anschaulich und wichtig für einfache Sätze.
Was ist eine gute UB-Stunde zu Wortarten?
Eine passende UB-Stunde ist: Wortdetektive auf Spurensuche – Wir unterscheiden Nomen, Verben und Adjektive. Die Kinder sortieren Wortkarten mithilfe einfacher Proben und begründen ihre Entscheidung.
Wie erkennen Kinder Nomen?
Kinder können Nomen zunächst mit der Artikelprobe erkennen: Passt der, die oder das davor? Außerdem benennen Nomen Menschen, Tiere, Pflanzen oder Dinge.
Wie erkennen Kinder Verben?
Verben können oft mit der Probe „Ich kann …“ erkannt werden. Sie beschreiben, was jemand tut oder was geschieht.
Wie erkennen Kinder Adjektive?
Adjektive beschreiben, wie etwas ist. Sie beantworten oft die Frage: Wie ist es?
Warum sollte man Wortarten handlungsorientiert unterrichten?
Handlungsorientierte Zugänge helfen Kindern, Wortarten zu verstehen. Sie können Nomen im Raum suchen, Verben bewegen und Adjektive über Gegenstände oder Bilder erfahren.








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