Home > Blog > Wetter im Sachunterricht
Quick Facts: Wetter
Das Thema Wetter eignet sich im Sachunterricht besonders gut, weil Kinder täglich eigene Erfahrungen damit machen. Sie erleben Sonne, Regen, Wind, Wolken, Kälte und Wärme auf dem Schulweg, in der Pause, beim Spielen und in den Ferien. Genau deshalb ist es ein sehr lebensnahes Thema, das sich gut beobachten, beschreiben, dokumentieren und vergleichen lässt.
Im NRW-Lehrplan Sachunterricht passt das Thema Wetter besonders zum Bereich „Natur und Umwelt“. Dort geht es darum, dass Kinder Naturphänomene mithilfe von Beobachten, Untersuchen, Sammeln und Ordnen erschließen und dadurch erste tragfähige Vorstellungen über Naturzusammenhänge entwickeln. Wetter als direkt beobachtbares Naturphänomen lässt sich daran sehr gut anbinden. (Lehrplan NRW)
Ich selbst bin keine Sachunterrichtslehrerin, habe Sachunterricht im Referendariat aber oft begleitet und mir auch Unterrichtsbesuche angeschaut. Deshalb würde ich den Artikel offen als Planungsanregung verstehen: Die Reihe ist aus meiner Sicht sehr gut geeignet, sollte aber natürlich immer an Lerngruppe, Schule, Jahreszeit und Vorgaben der Fachleitung angepasst werden.
Warum das Thema Wetter im Sachunterricht so gut passt
Wetter ist eines dieser Themen, bei denen Kinder sofort mitreden können.
Es regnet. / Es ist kalt. / Die Sonne scheint. / Der Wind ist stark.
Heute braucht man eine Jacke.
Gestern war es wärmer. / Morgen soll es vielleicht schneien.
Kinder erleben Wetter jeden Tag. Und genau deshalb eignet es sich so gut für den Sachunterricht in der Grundschule. Der Unterschied zum normalen Alltagsgespräch ist aber: Im Sachunterricht beobachten Kinder Wetter gezielter. Sie lernen, Wettermerkmale zu benennen, Beobachtungen festzuhalten, zu vergleichen und daraus erste Zusammenhänge zu erkennen.
Aus „Heute ist es irgendwie kalt“ wird dann:
Heute ist es bewölkt. / Es ist windig. / Es regnet nicht.
Die Temperatur liegt bei … / Wir tragen Jacken, weil …
Genau dieser Schritt vom Erleben zum bewussten Beobachten ist sachunterrichtlich total wertvoll. Wenn du gerade allgemein für Unterrichtsbesuche planst, passen auch meine Artikel Unterrichtsbesuch PDF Vorlage und Nachbesprechung Leitfaden gut dazu.
Lehrplanbezug NRW
Im Lehrplan Sachunterricht NRW gehört das Thema Wetter besonders in den Bereich Natur und Umwelt.
Der Sachunterricht soll Kinder dabei unterstützen, ihre Lebenswelt zu erschließen und Phänomene aus Natur, Technik, Gesellschaft, Raum und Zeit zu verstehen. Der Lehrplannavigator führt Sachunterricht als eigenes Fach der Primarstufe; im Lehrplan wird die Auseinandersetzung mit Naturphänomenen als wichtiger Bestandteil naturwissenschaftlicher Perspektiven beschrieben. (Lehrplan)
Beim Thema Wetter können Kinder besonders gut sachunterrichtliche Denk-, Arbeits- und Handlungsweisen anwenden:
beobachten
beschreiben
vergleichen
sammeln
ordnen
dokumentieren
Vermutungen äußern
Ergebnisse austauschen
Genau deshalb ist ein Wettertagebuch so sinnvoll. Es macht aus einer flüchtigen Beobachtung eine geordnete Dokumentation.
UB-Reihenplanung
Thema der Reihe
Dem Wetter auf der Spur – Wir beobachten, beschreiben und untersuchen Wettererscheinungen. Eine kindgerechte Themenformulierung könnte lauten: Wir werden Wetterprofis und beobachten das Wetter ganz genau. Ich finde diese Formulierung schön, weil sie direkt die aktive Rolle der Kinder betont. Sie sind nicht nur Zuhörer*innen, sondern kleine Forschende.
Kernanliegen der Reihe
Die Lernenden erweitern ihr Verständnis von Wettererscheinungen, indem sie Wettermerkmale aus ihrer Lebenswelt beobachten, beschreiben, dokumentieren und vergleichen, um Wetter als Naturphänomen bewusst wahrzunehmen und erste Zusammenhänge zwischen Wetter, Alltag und Verhalten zu erkennen.
Etwas seminarhafter könnte man es so formulieren: Die Lernenden erschließen das Naturphänomen Wetter, indem sie ausgewählte Wettermerkmale gezielt beobachten, ihre Beobachtungen sammeln und ordnen sowie in einem Wettertagebuch dokumentieren.
Aufbau der Reihe
| 1. Was ist eigentlich Wetter? | Die Kinder sammeln Wetterbegriffe und beschreiben Wettererscheinungen aus ihrer Lebenswelt. |
| 2. Wir beobachten das Wetter ganz genau. | Die Kinder lernen wichtige Wettermerkmale wie Temperatur, Bewölkung, Niederschlag und Wind kennen. |
| 3. Wir führen ein Wettertagebuch. | Die Kinder beobachten das Wetter systematisch und halten ihre Ergebnisse in einer einfachen Tabelle fest. |
| 4. Wie verändert sich das Wetter? | Die Kinder vergleichen Wetterbeobachtungen über mehrere Tage und entdecken Veränderungen. |
| 5. Welche Kleidung passt zum Wetter? | Die Kinder übertragen Wetterbeobachtungen auf ihren Alltag und begründen passende Entscheidungen. |
| 6. Wir werden Wetterprofis. | Die Kinder präsentieren ihre Wettertagebücher und werten ihre Beobachtungen gemeinsam aus. |
Vertiefung der einzelnen Einheiten
1. Was ist eigentlich Wetter?
In der ersten Stunde sammeln die Kinder Wetterbegriffe aus ihrer Lebenswelt. Mögliche Fragen:
Was gehört alles zum Wetter? Wie kann Wetter sein?
Welche Wetterarten kennt ihr? Wie merkt man, welches Wetter ist?
Was verändert sich durch das Wetter?
Mögliche Begriffe:
Sonne / warm / trocken
Schnee / Wind / Nebel / kalt
Gewitter / Regen / Wolken / nass / bewölkt
In dieser Stunde geht es vor allem darum, Vorerfahrungen sichtbar zu machen und einen gemeinsamen Wortschatz aufzubauen.
Möglicher Lernzuwachs:
Die Kinder benennen Wettererscheinungen aus ihrer Lebenswelt und erkennen, dass Wetter aus verschiedenen Merkmalen besteht.
2. Wir beobachten das Wetter ganz genau
In der zweiten Stunde lernen die Kinder wichtige Wettermerkmale kennen. Dazu gehören zum Beispiel: Bewölkung / Niederschlag / Wind / Temperatur / Sonne. Die Kinder beobachten aus dem Fenster, auf dem Schulhof oder während eines kurzen Beobachtungsgangs.
Mögliche Beobachtungsfragen:
Scheint die Sonne? / Sind Wolken am Himmel?
Regnet es? / Ist es windig?
Fühlt es sich warm oder kalt an?
Was sehen / spüren wir?
Möglicher Lernzuwachs:
Die Kinder beobachten Wetter gezielt anhand ausgewählter Merkmale und beschreiben ihre Wahrnehmungen.
3. Wir führen ein Wettertagebuch
In der dritten Stunde wird das Wettertagebuch eingeführt. Die Kinder dokumentieren ihre Beobachtungen in einfacher Form. Ein Wettertagebuch kann enthalten:
| Bereich | Beispiel |
|---|---|
| Datum | Montag, 10. Juni |
| Wettersymbol | Sonne / Wolken / Regen |
| Temperaturgefühl | warm / kalt / mild |
| Wind | windig / nicht windig |
| besondere Beobachtung | Heute sind viele dunkle Wolken am Himmel. |
Für Klasse 1 reicht eine sehr einfache Variante mit Symbolen und Ankreuzfeldern. In Klasse 2/3 können erste Sätze dazukommen.
Möglicher Lernzuwachs:
Die Kinder halten Wetterbeobachtungen geordnet fest und nutzen einfache Darstellungsformen.
4. Wie verändert sich das Wetter?
In dieser Stunde vergleichen die Kinder Wetterbeobachtungen über mehrere Tage. Mögliche Fragen:
War das Wetter jeden Tag gleich?
An welchem Tag hat es geregnet?
Wann war es besonders sonnig? / Wann war es windig?
Was hat sich verändert?
Hier können die Kinder erste Daten vergleichen. Man kann die Beobachtungen auch an der Tafel oder auf einem Plakat sammeln. Das passt gut zu meinem Artikel Diagramme im Matheunterricht, weil Wetterdaten später auch in Tabellen oder einfachen Diagrammen dargestellt werden können.
Möglicher Lernzuwachs:
Die Kinder vergleichen Wetterbeobachtungen und erkennen Veränderungen über einen Zeitraum.
5. Welche Kleidung passt zum Wetter?
Diese Stunde verbindet Wetterbeobachtung mit Alltagshandeln. Kinder überlegen:
Was ziehe ich bei Regen an? / Was brauche ich bei Sonne?
Wann ist eine Jacke sinnvoll?
Warum sind Sandalen bei Schnee keine gute Idee?
Welche Kleidung schützt vor Kälte, Regen oder Sonne?
Mögliche Materialien:
Bild- und Kleidungskarten / Wettersymbole
Sortiermatten
Möglicher Lernzuwachs:
Die Kinder übertragen Wetterbeobachtungen auf Alltagssituationen und begründen passende Entscheidungen.
6. Wir werden Wetterprofis
In der letzten Stunde präsentieren und reflektieren die Kinder ihre Beobachtungen. Mögliche Abschlussideen:
Wettertagebuch vorstellen
Wetterbericht sprechen
Wetterplakat gestalten
Wetterstation erklären
Wetterrätsel lösen
Lieblingswetter beschreiben
Eine schöne Aufgabe könnte sein: Wir präsentieren unseren Wetterbericht. Die Kinder berichten:
Heute ist es …
Der Himmel ist …
Wir empfehlen Kleidung …
Möglicher Lernzuwachs:
Die Kinder nutzen ihre Beobachtungen, um Wetter sachbezogen zu beschreiben und Ergebnisse zu präsentieren.
UB-Stunde
Thema der Stunde
Eine mögliche Unterrichtsbesuchsstunde könnte lauten: Wir beobachten das Wetter und führen ein Wettertagebuch.
Die Stunde eignet sich gut als zweite oder dritte Stunde der Reihe. Die Kinder kennen dann bereits erste Wetterbegriffe und lernen nun, Wetter gezielt anhand ausgewählter Merkmale zu beobachten und zu dokumentieren.
Ziel der Stunde
Die Lernenden beobachten das aktuelle Wetter gezielt anhand ausgewählter Merkmale und dokumentieren ihre Beobachtungen in einem Wettertagebuch, um Wettererscheinungen bewusst wahrzunehmen und erste Wetterdaten geordnet festzuhalten.
Für Kinder könnte das Ziel so formuliert werden: Wir beobachten heute das Wetter ganz genau und tragen es in unser Wettertagebuch ein.
Teilziele der Stunde
Die Lernenden:
benennen wichtige Wettermerkmale wie Sonne, Wolken, Regen, Wind und Temperatur
beobachten das Wetter anhand einfacher Kriterien
dokumentieren ihre Beobachtungen in einer Tabelle oder auf einem Wetterbogen
tauschen sich über ihre Ergebnisse aus
vergleichen erste Beobachtungen
Verlauf der Stunde
| Phase | Inhalt |
|---|---|
| Einstieg | Wetterkarten oder Fensterimpuls: „Wie ist das Wetter heute?“ |
| Hinführung | Beobachtungskriterien sammeln: Sonne, Wolken, Regen, Wind, warm/kalt |
| Erarbeitung | Wettertagebuch oder Beobachtungsbogen vorstellen |
| Beobachtung | Kinder beobachten aus dem Fenster, auf dem Schulhof oder bei einem kurzen Gang nach draußen |
| Arbeitsphase | Kinder tragen ihre Beobachtungen in das Wettertagebuch ein |
| Sicherung | Ergebnisse werden gesammelt und verglichen |
| Abschluss | Reflexion: „Heute habe ich gelernt, dass man Wetter genau beobachten kann.“ |
Warum diese Stunde gut passt
Diese Stunde eignet sich gut für einen Unterrichtsbesuch, weil sie sehr klar strukturiert ist und sachunterrichtliche Arbeitsweisen sichtbar macht. Die Kinder:
beobachten ein echtes Naturphänomen
nutzen Kriterien
dokumentieren Ergebnisse
sprechen über Beobachtungen
vergleichen Wahrnehmungen
übertragen Alltagserfahrungen in eine sachliche Ordnung
Außerdem ist die Stunde gut differenzierbar. Manche Kinder können mit Symbolen arbeiten, andere schreiben Sätze oder nutzen schon ein Thermometer.

Differenzierungsmöglichkeiten
Unterstützend
Wettersymbole zum Ankreuzen
reduzierte Auswahl / Partnerarbeit
Beobachtung gemeinsam mit der Lehrkraft
Satzstarter wie „Heute ist es …“ / Bildkarten
Wetterwortschatz als Wortspeicher
mündliches Beschreiben statt schriftlicher Sätze
Erweiternd
Temperatur mit Thermometer ablesen
Wind genauer beschreiben / Wolken genauer beobachten
Vergleich mit dem Vortag / kleine Wetterprognose formulieren
eigene Wettersätze schreiben
Wetterdaten in einer Tabelle sammeln / Wetterbericht vorbereiten
Ideen für Klasse 1 bis 4
Das Thema Wetter eignet sich grundsätzlich für Klasse 1 bis 4, aber der Anspruch verändert sich.
| Klassenstufe | Möglicher Schwerpunkt |
|---|---|
| Klasse 1/2 | Wetter beobachten, Wetterzeichen kennenlernen, Wettertagebuch einfach führen |
| Klasse 2/3 | Wettermerkmale vergleichen, Temperatur, Wind, Niederschlag und Bewölkung unterscheiden |
| Klasse 3/4 | Wetterinstrumente nutzen, Wetterdaten auswerten, Wetterbericht erstellen, Wasserkreislauf anbahnen |
Für eine erste Reihe zum Wetter würde ich Klasse 1/2 oder Klasse 2/3 sehr passend finden. Besonders das Wettertagebuch funktioniert hier gut, weil es ritualisiert und über mehrere Tage weitergeführt werden kann.
Mögliche Satzanfänge
Für Klasse 1/2:
Heute ist es … / Ich sehe …
Der Himmel ist …
Es regnet … / Es ist windig.
Es ist warm / kalt.
Ich brauche heute …
Für Klasse 3/4:
Heute beobachte ich …
Die Temperatur beträgt … / Der Himmel ist …
Im Vergleich zu gestern … / Besonders auffällig ist …
Ich vermute, dass … / Für dieses Wetter passt …
Materialideen
Für die Unterrichtsreihe oder UB-Stunde eignen sich:
Wetterkarten / Symbolkarten / Kleidungskarten
Beobachtungsbogen / Wettertagebuch
Klemmbretter / Thermometer
Wetter-Sprachspeicher / Satzanfänge / Fensterbild
kleine Wetterstation / ggf. Regenmesser oder Windrad
Tafelbild / Plakat / Smartboard für Wetterbilder oder Wetterbericht
Wenn du später ein Materialpaket dazu erstellen möchtest, wären ein Wettertagebuch, Wetterkarten, Beobachtungsbögen und Satzstarter super sinnvoll. Falls du solche Vorlagen gestalten möchtest, passt auch mein Artikel zur Materialerstellung mit Canva.
Typische Schwierigkeiten
Kinder beschreiben Wetter nur sehr allgemein.
Wetter und Jahreszeiten werden vermischt.
Temperaturgefühl und gemessene Temperatur werden nicht unterschieden.
Kinder wissen nicht, wie sie Beobachtungen dokumentieren sollen.
Symbole werden uneinheitlich genutzt.
Wetter wird nur besprochen, aber nicht beobachtet.
Das Wettertagebuch wird zu kompliziert.
Deshalb würde ich die ersten Stunden sehr einfach halten. Lieber wenige klare Kriterien als zu viele Fachbegriffe auf einmal. Zum Beispiel: Sonne oder Wolken? / Regen oder trocken? / Warm oder kalt?

Sachanalyse
Wetter beschreibt den aktuellen Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort und zu einer bestimmten Zeit. Für Kinder im Grundschulalter sind vor allem unmittelbar erfahrbare Merkmale bedeutsam: Sonne, Wolken, Regen, Wind, Temperatur, Wärme, Kälte oder Schnee.
Im Sachunterricht geht es bei einer ersten Wetterreihe nicht darum, meteorologische Prozesse vollständig wissenschaftlich zu erklären. Viel wichtiger ist, dass Kinder lernen, Wetter systematisch zu beobachten, zu beschreiben und zu dokumentieren.
Daraus entsteht eine Grundlage für spätere Themen wie:
Wetterbericht / Wetterinstrumente / Jahreszeiten
Wasserkreislauf / Klima und Umwelt / Wetterdaten
Didaktische Begründung
Das Thema Wetter besitzt einen hohen Lebensweltbezug, weil Kinder Wetter täglich erleben und seine Auswirkungen auf Kleidung, Freizeit, Schulweg und Pausen wahrnehmen.
Eine Unterrichtsreihe zum Wetter ist deshalb besonders geeignet, weil sie:
an Vorerfahrungen der Kinder anknüpft
naturwissenschaftliche Arbeitsweisen anbahnt
Beobachten und Dokumentieren verbindet
Sprache und Sachlernen verknüpft
über mehrere Tage ritualisiert werden kann
gut differenzierbar ist
Durch das Wettertagebuch wird aus einer spontanen Beobachtung ein geordneter Lernprozess. Genau darin liegt der sachunterrichtliche Mehrwert.
Methodische Begründung
Die Stunde kombiniert Gespräch, direkte Beobachtung und Dokumentation. Diese Mischung passt gut zum Sachunterricht, weil Kinder Wetter nicht nur theoretisch besprechen, sondern selbst wahrnehmen sollen.
Das Wettertagebuch dient dabei als einfaches Instrument zum Sammeln und Ordnen von Beobachtungen. Gleichzeitig unterstützt es Kinder, die sprachlich noch unsicher sind, weil Symbole, Ankreuzfelder und Satzanfänge helfen können.
Wettertagebuch
Ein Wettertagebuch kann sehr schlicht aufgebaut sein.
| Datum | Sonne / Wolken / Regen | Wind | warm / kalt | Meine Beobachtung |
|---|---|---|---|---|
| Montag | ☀️ / ☁️ / 🌧️ | ja / nein | warm / kalt | Heute ist es … |
| Dienstag | ☀️ / ☁️ / 🌧️ | ja / nein | warm / kalt | Heute ist es … |
| Mittwoch | ☀️ / ☁️ / 🌧️ | ja / nein | warm / kalt | Heute ist es … |
Für jüngere Kinder können Symbole völlig ausreichen. Für ältere Kinder kann eine Spalte für Temperatur ergänzt werden.
Stationsarbeit
Eine kleine Wetterstation kann eine schöne Ergänzung sein.
Mögliche Elemente: Thermometer / Regenmesser / Windrad / Windfahne / Wolkenbeobachtung / Wetterkalender / Wetterdienst der Klasse. Die Kinder können täglich oder mehrmals pro Woche Wetterdienst übernehmen. Mögliche Aufgaben:
Wetter beobachten und Wettersymbol anbringen
Temperatur ablesen und Wetter kurz vorstellen
passende Kleidung nennen und Wetter mit Vortag vergleichen
Ein Wetterdienst kann ein schönes Ritual werden und lässt sich gut über mehrere Wochen führen.
Experimente
1. Regen im Glas
Kinder beobachten, wie Wasser verdunstet und kondensiert. Das ist eher für Klasse 3/4 geeignet und kann Richtung Wasserkreislauf führen.
2. Wind sichtbar machen
Mit Federn, Watte, Seifenblasen oder Windrädern können Kinder Windwirkung beobachten.
3. Temperatur fühlen und messen
Kinder vergleichen warm/kalt zunächst subjektiv und nutzen dann ein Thermometer.
4. Wolken im Glas
Ein einfaches Experiment zur Wolkenbildung kann das Thema vertiefen, braucht aber gute Vorbereitung. Für Klasse 1/2 würde ich Experimente sehr einfach halten. Beobachtung und Beschreibung stehen zunächst im Vordergrund.
Fachübergreifende Verbindung
Deutsch
Wetterwörter sammeln und Wetterbericht sprechen
Wettersätze / Wettergedichte schreiben
Sachtexte zum Wetter lesen
Dazu passt auch mein Artikel Gedichte schreiben in der Grundschule, wenn du Wettergedichte ergänzen möchtest.
Mathe
Wetterdaten sammeln, Strichlisten führen und Tabellen anlegen
Säulendiagramme erstellen
Temperatur vergleichen
Hier passt mein Artikel Diagramme im Matheunterricht sehr gut.
Kunst
Wetterbilder gestalten und Wolkenbilder malen
Regenbilder mit Linien
Sonnenbilder mit warmen Farben
Gewitterbilder mit Kontrasten
Dazu passt meine Themensammlung Unterrichtsbesuche Kunst Klasse 1 bis 4.
Worauf ich bei achten würde
Wenn du eine UB-Stunde zum Wetter planst, würde ich besonders auf diese Punkte achten:
| Bereich | Leitfrage |
|---|---|
| Beobachtung | Beobachten die Kinder wirklich oder reden sie nur über Wetter? |
| Kriterien | Sind die Wettermerkmale klar und kindgerecht? |
| Dokumentation | Können die Kinder ihre Beobachtungen festhalten? |
| Sprache | Gibt es Wetterwörter und Satzanfänge? |
| Differenzierung | Gibt es Symbole, Partnerarbeit oder Erweiterungen? |
| Sicherung | Wird der Lernzuwachs sichtbar? |
| Alltag | Wird klar, warum Wetterbeobachtung bedeutsam ist? |
Gerade die Sicherung ist wichtig. Die Kinder sollten am Ende nicht nur sagen: „Das Wetter war schön.“ Besser wäre:
„Heute war es bewölkt und windig.“
„Wir haben gesehen, dass es nicht geregnet hat.“
„Ich habe gelernt, dass man Wetter mit Symbolen festhalten kann.“
Mein Fazit
Wetter ist ein sehr schönes Thema für den Sachunterricht in der Grundschule, weil es direkt an die Lebenswelt der Kinder anschließt.
Die Kinder erleben Wetter täglich und lernen im Unterricht, genauer hinzuschauen. Sie beobachten, beschreiben, sammeln, ordnen und dokumentieren. Ein Wettertagebuch ist dafür besonders geeignet, weil es aus einzelnen Beobachtungen einen fortlaufenden Lernprozess macht.
Auch wenn ich selbst keine Sachunterrichtslehrerin bin, finde ich die Reihe aus Planungssicht sehr stimmig: Sie ist lebensnah, handlungsorientiert, differenzierbar und gut mit dem Lehrplan NRW im Bereich Natur und Umwelt zu begründen.
Für einen Unterrichtsbesuch würde ich besonders die Stunde „Wir beobachten das Wetter und führen ein Wettertagebuch“ empfehlen, weil sachunterrichtliche Arbeitsweisen hier gut sichtbar werden.
Eure Caro
Instagram – Für mehr ehrliche Einblicke in Grundschule, Unterrichtsplanung, Referendariat und den ganz normalen Weg dazwischen.
FAQ
Für welche Klasse eignet sich das Thema Wetter im Sachunterricht?
Das Thema Wetter eignet sich für Klasse 1 bis 4. In Klasse 1/2 stehen Wetterbeobachtung, Wetterzeichen und einfache Wettertagebücher im Mittelpunkt. In Klasse 3/4 können Wetterinstrumente, Wetterdaten, Wetterberichte oder der Wasserkreislauf ergänzt werden.
Zu welchem Bereich gehört Wetter im NRW-Lehrplan Sachunterricht?
Das Thema Wetter passt besonders zum Bereich Natur und Umwelt. Kinder erschließen Naturphänomene durch Beobachten, Untersuchen, Sammeln und Ordnen. (Lehrplan)
Was ist eine gute UB-Stunde zum Thema Wetter?
Eine gute UB-Stunde ist: „Wir beobachten das Wetter und führen ein Wettertagebuch.“ Die Kinder beobachten das aktuelle Wetter anhand ausgewählter Merkmale und dokumentieren ihre Ergebnisse.
Was gehört in ein Wettertagebuch für die Grundschule?
Ein Wettertagebuch kann Datum, Wettersymbol, Bewölkung, Niederschlag, Wind, Temperaturgefühl und eine kurze Beobachtung enthalten. Für jüngere Kinder reichen Symbole und Ankreuzfelder.
Welche Wettermerkmale sollten Kinder kennen?
Wichtige Wettermerkmale sind Sonne, Wolken, Regen, Schnee, Wind, Temperatur, warm, kalt, trocken, nass und bewölkt.
Wie kann man das Thema Wetter differenzieren?
Unterstützend helfen Symbole, Satzanfänge, Partnerarbeit und reduzierte Auswahlmöglichkeiten. Erweiternd können Kinder Temperatur messen, Wetter mit dem Vortag vergleichen oder einen Wetterbericht formulieren.
Welche Materialien braucht man für eine Wetterreihe?
Gut geeignet sind Wetterkarten, Symbolkarten, Beobachtungsbögen, Wettertagebuch, Klemmbretter, Thermometer, Wetter-Wortspeicher, Kleidungskarten und eventuell eine kleine Wetterstation.







