Viele denken bei Eduki sofort an „passives Einkommen“. Meine Erfahrung ist: Es ist eher intelligentes Nebenbei-Einkommen. Es entsteht aus dem, was du ohnehin tust – Unterricht vorbereiten, Materialien erstellen, Ideen ausarbeiten. Ich habe nicht mit einem Businessplan gestartet. Sondern mit dem Gedanken: „Wenn ich das sowieso mache, warum nicht ein paar Euro dafür bekommen?“
Heute finanziert mir Eduki zwar keinen Porsche – aber meine Kaffees, meine Reisen und ein Stück Freiheit. Und genau darum geht es hier: um die Realität.
Wie alles anfing: Vom Testballon zum Nebenprojekt
Mein Einstieg war unspektakulär. Eine Freundin erzählte mir, dass sie mit ihren Materialien wöchentlich 7–20 € verdient. Nicht weltbewegend – aber spannend. Ich war im Praxissemester und dachte mir: „Das Material muss ich sowieso erstellen. Might as well get some money for it.“
Kein Druck. Kein Masterplan. Nur: ausprobieren. Mein erstes Produkt? Eine Bastelanleitung für eine Pompon-Schildkröte aus meiner alten Kunst-AG. Ich habe Stunden daran gesessen. Verkauft? Genau einmal. An meinen Partner. 😅
Danach: Funkstille. Und das ist wichtig zu sagen: Fast alle starten so.
Mein Arbeitsstil heute: Nicht perfekt, sondern praktikabel
Während Studium und Referendariat habe ich nie „für Eduki“ gearbeitet. Ich habe nur hochgeladen, was sowieso entstanden ist. Heute – auf Weltreise – arbeite ich strategischer:
Ich beobachte Trends
schaue mir Bestseller an
erkenne wiederkehrende Bedürfnisse
erstelle gezielt Materialien dazu
Aber mein Grundprinzip ist gleich geblieben: Kein Extra-Stress. Keine Überperfektion. Kein „Ich muss jetzt produzieren“. Eduki läuft neben meinem Leben – nicht darüber.
Typische Anfängerfehler (die mich Zeit gekostet haben)
1. Falsche Preise
Entweder: Viel zu teuer („Ich hab da Stunden dran gesessen!“) oder verschenkt („Hauptsache jemand lädt es runter." Beides ist langfristig frustrierend.
2. Design unterschätzt
Am Anfang sahen meine Materialien… funktional aus. 😬 Heute weiß ich: Gestaltung verkauft mit. Canva hat hier alles verändert.
3. Unrealistische Erwartungen
Ich dachte unterschwellig: „Wenn das gut ist, kommt der Erfolg.“ Nein. Sichtbarkeit kommt durch Menge + Zeit.
4. Vergleich mit „Perfekten“
Andere Profile wirkten professionell, makellos, riesig. Das hat mich oft entmutigt. Heute weiß ich: Die waren auch mal bei „1 Verkauf = Partner“.
Was du realistisch verdienen kannst (und was nicht)
Lass uns ehrlich sein. Nein, Eduki macht dich nicht automatisch reich und nein, es ist kein schnelles Geld. ABER: Ja, es kann dein Leben entspannen und ja, es kann Freiheit schaffen. Ohne genaue Zahlen zu nennen, war es bei mir ungefähr sor:
| Phase | Realität |
|---|---|
| Start | Symbolisches Taschengeld |
| Nach 1 Jahr | Kleine Extras |
| Nach 2 Jahren | Spürbare Unterstützung |
| Heute | Fester Reise-Baustein |
Wichtig: Ich brauchte fast 2 Jahre – weil ich nicht fokussiert war. Seit ich regelmäßig hochlade, steigen Follower und Verkäufe deutlich.
Meine Haltung: Geld & Pädagogik schließen sich nicht aus
Ich hatte zum Glück wenig innere Konflikte. Warum? Weil ich selbst gerne für gutes Material bezahle. Wenn jemand liebevoll gestaltete, durchdachte Materialien erstellt, ist das Arbeit. Und Arbeit darf entlohnt werden. Natürlich habe ich Zweifel: Hilft das den Kindern wirklich? Ist das gut genug? Habe ich mir genug Gedanken gemacht? Diese Fragen sind gesund und sie zeigen: Du meinst es ernst.
Um diesen Zweifeln entgegen zu wirken, habe ich mich dazu entschieden, die meisten meiner Materialein auf Eduki nicht zu "blurren". Dadurch können die Käufer vorher durch das Material scrollen und ganz genau sehen, was sie kaufen.
Schritt-für-Schritt: So habe ich Fortschritte gemacht
Ich habe Trends genutzt: Was brauchen Lehrkräfte gerade wirklich?
Ich habe regelmäßig hochgeladen: Sichtbarkeit ist ein Marathon.
Ich habe Feedback ernst genommen: Downloads, Bewertungen, Rückfragen = Gold.
Ich habe Design gelernt: Nicht für Instagram. Für Klarheit.
Mein ehrlichster Rat an dich
Wenn du mich fragst: „Lohnt sich Eduki überhaupt?“ Dann sage ich: "Probier es aus. Du hast nichts zu verlieren. Dein Material existiert sowieso. Lade es hoch." Mehr nicht. Kein Hype. Kein Versprechen. Keine Garantie. Nur: eine Chance.
Fazit: Eduki ist kein Traumjob – aber ein starkes Werkzeug
Eduki hat mir nicht Reichtum gebracht. Aber: mehr Freiheit, weniger finanziellen Druck, mehr Selbstwirksamkeit. Und das ist für mich unbezahlbar. Wenn du unterrichtest, kreativ bist und bereit bist zu lernen, dann kann Eduki für dich mehr sein als „nur ein Marktplatz“. Es kann dein stiller Verbündeter werden und ich durfte wirklich viele Autor*innen kennenlernen, die sich dank eduki leisten können, nur in Teilzeit zu arbeiten.
Häufige Fragen zu Nebeneinkommen mit Eduki (FAQ)
Wie viel Zeit muss ich investieren?
Am Anfang wenig, wenn du vorhandenes Material nutzt. Später kannst du gezielt investieren – musst aber nicht.
Brauche ich perfekte Designs?
Nein. Klarheit schlägt Schönheit. Canva reicht völlig.
Wie lange bis zu den ersten Einnahmen?
Theoretisch kannst du direkt am Tag Geld verdienen, nachdem dein Material geprüft wurde. Manchmal dauert es Tage, Wochen, manchmal Monate.
Funktioniert Eduki auch im Referendariat?
Ja. Gerade dann entsteht viel Material, welches super interessant für neue Refis ist. Perfekt zum Hochladen.
Muss ich Social Media machen?
Nein. Es hilft – ist aber kein Muss. Natürlich ist es ansprechender, wenn die Käufer das Material in Gebrauch sehen, als nur in einer digitalen Vorschau. Aber auch ohne Social Media, kannst du Einkünfte machen!


